Elektroauto-Fahrer wünschen sich deutlich mehr Schnelllademöglichkeiten

EVBox-Elektroauto-Mobility-Monitor-Umfrage

Copyright Abbildung(en): EVBox

Fast 40 Prozent der Deutschen sind nach wie vor der Meinung, dass das Laden eines Elektroautos zu zeitaufwändig sei und fast die Hälfte sorgt sich um die Verfügbarkeit von Ladestationen, wenn sie unterwegs ist. Diese zwei Wahrnehmungen gehören zu den Top 3 Hindernissen für den Wechsel zum elektrischen Fahren. Mehr (ultra-) schnelle Ladepunkte, insbesondere entlang (internationaler) Autobahnen, an öffentlichen Parkplätzen und Einzelhandelsgeschäften, werden jedoch helfen, zwei Drittel der zukünftigen Elektroautofahrer zu überzeugen, sich für ein Elektroauto zu entscheiden.

Europäische Fahrer von Elektroautos sind immer noch besorgt über Lademöglichkeiten entlang der Straße. Während auch 39 Prozent der Deutschen nicht glauben, dass sie zu jedem Zeitpunkt und an jedem benötigten Ort eine Ladestation finden werden, sind sich 24 Prozent sicher, dass das kein Problem darstellt. Mehr zugängliche Schnellladestationen können somit helfen, diese Hindernisse abzubauen, insbesondere da potentielle Elektroautofahrer bereit sind, mehr zu bezahlen, wenn ihr Auto schneller geladen wird.

Dies sind einige der Ergebnisse des EVBox Mobility Monitor—dem jährlichen Marktforschungsbericht von EVBox, der zusammen mit Ipsos durchgeführt wurde und sich mit der Nutzung von Elektrofahrzeugen und Barrieren dafür beschäftigt. Teilgenommen haben an der Studie 3600 europäische Bürger aus sechs Ländern: Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Norwegen und dem Vereinigten Königreich.

Gespaltene Meinungen der E-Auto-Fahrer zu Ladeinfrastruktur in Europa

Die Verfügbarkeit von Ladestationen entlang der Straße und die Wartezeit bis zum vollständigen Laden des Autos sind nach wie vor zwei der drei Haupthindernisse für den Umstieg auf elektrisches Fahren für europäische und auch deutsche Bürger. In diesem Jahr hat die Zahl von Ladepunkten in Europa fast 250.000 erreicht – eine Zahl, die sich seit 2015 vervierfacht hat.

Der EVBox Mobility Monitor deutet darauf hin, dass diejenigen, die bereits ein Elektroauto fahren, sich dieser Zahl stärker bewusst sind, da ihr Vertrauen in die Verfügbarkeit von Ladepunkten im Vergleich zur generellen Bevölkerung mehr als doppelt so hoch ist (60 Prozent gegenüber 24 Prozent). Damit haben im europäischen Vergleich Elektroautofahrer in Deutschland das größte Vertrauen, Ladepunkte zu finden, gefolgt von britischen (52 Prozent) und niederländischen (52 Prozent) E-Fahrern.

„Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, dass sich Elektroauto-Fahrer mehr Schnellladestationen in Gewerbegebieten, Tankstellen und städtischen Gebieten wünschen. In Deutschland, insbesondere in größeren Städten, hat ein Großteil der (zukünftigen) Nutzer keinen privaten Parkplatz und damit keine Möglichkeit, eine Heim-Ladestation zu installieren. Um auch diesen E-Auto-Fahrern Zugang zu Ladestationen zu geben und mit dem wachsenden E-Mobilitätsmarkt Schritt zu halten, sollte die Politik in den nächsten Jahren Schnellladestationen und besonders Schnellladeparks in Städten fördern“. – Hermann Winkler, Regional Director DACH bei EVBox

Trotz des Masterplans zur Ladeinfrastruktur der Bundesregierung hinkt der Ausbau der öffentlichen und semi-öffentlichen Ladepunkte in Deutschland noch hinterher. Dies spiegelt sich auch in den geteilten Meinungen zur Ladeinfrastruktur wider: 37 Prozent der E-Auto-Fahrer bemängeln diese und 35 Prozent finden sie gut ausgebaut.

4 von 10 zukünftigen E-Fahrern sind bereit, mehr für schnelles Laden zu bezahlen

Mit dem Wissen, dass ihr Elektroauto an einer öffentlichen Ladestation schneller aufgeladen wird, bestätigen 47 Prozent der potentiellen und 57 Prozent der derzeitigen E-Auto-Fahrer, dass sie bereit wären, mehr für schnelles Laden zu bezahlen. Im Gegensatz dazu, sind 22 Prozent der potentiellen und 27 Prozent der aktuellen E-Fahrer nicht bereit, mehr für schnelles Laden zu bezahlen.

Elektroauto-Schnellladen-Kosten

Wenn man die Nutzung des Schnellladens betrachtet wird deutlich, dass es (noch) nicht viele Fahrer gibt, die das Schnellladen regelmäßig nutzen. Nur 22 Prozent der E-Fahrer verwenden ein Schnellladegerät mehr als fünf Mal im Monat. Dies ist allerdings weniger verwunderlich, da der Großteil der Ladevorgänge zu Hause (72 Prozent) oder an Standorten von Einzelhändlern (43 Prozent) stattfindet und das Schnellladen hauptsächlich bei Reisen und längeren Fahrten, die sich vom täglichen Pendeln unterscheiden, erforderlich ist. Gegenwärtig nutzen die meisten E-Auto-Fahrer Schnellladen an Raststätten und Tankstellen entlang von Autobahnen (55 Prozent), im Einzelhandel (48 Prozent) und auf öffentlichen Parkplätzen in Städten (47 Prozent).

Elektroauto-Schnellladen-Standorte

E-Fahrer schätzen High-Tech-Features bei (Ultra-)Schnellladegeräten

E-Auto-Fahrer erwarten von (Ultra-)Schnellladegeräten, dass sie mit allen notwendigen Funktionen ausgestattet sind, um den Ladevorgang so einfach wie möglich zu gestalten. Zum Beispiel fand einer von vier (25 Prozent) ein gutes Kabelmanagementsystem am nützlichsten. Die drei am häufigsten nachgefragten Merkmale sind: Ladeanzeigen (40 Prozent), die den Status/die Verfügbarkeit der Station aus der Entfernung anzeigen, interaktive Touchscreens (34 Prozent) und eine gute Beleuchtung (28 Prozent).

Quelle: EVBox – Pressemitteilung vom 25.11.2020

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Wenn ich ein E-Auto hätte, dann wäre es wohl ein Kleinwagen, das mit einer normalen Schukosteckdose auskommen würde und in 3 Stunden voll wäre – mehr E-Auto brauche ich nicht.

Welches Auto soll das denn sein, das mit 7 kWh voll geladen ist? Das könnte ja gerade mal 50 km weit fahren bis es komplett leer ist. Im Winter mit Heizung wären das dann noch etwa 30 km.

Folgende E-Autos würden mir reichen und selbst 30 km Reichweite wären für mich mehr als genug.

Leichtfahrzeuge 45 km/h (Ladezeit an Schukosteckdose 3 Stunden):

  • Citroen Ami (5,5-kWh-Batterie – 3 Std.)
  • Eli Zero (5,8 oder 8 KWh Batterie – 2,5 oder 3,5 Std.).

Leichtfahrzeuge 80 km/h bzw. 90 km/h (bis zu 4 Stunden):

  • Twizzy (6,1 kWh – 3,5 Std.)
  • Microlino (8 kWh – Hersteller: 4 Stunden Typ 2 an Wall Box oder Haushaltssteckdose)

Alle diese E-Autos haben 2 Sitze und Platz für den normalen Einkauf. Die 45 km/h würden in der Stadt und notfalls auch für die 3 km vom Dorf in die nächste Stadt reichen.

Sind das Autos oder Spielzeuge?

Ich darf doch bitten! Der Twizzy ist ein ganz cooles Fahrzeug mit einem genialen Wendekreis und zum Einkaufen perfekt. Da merkt man, das französische Design, so etwas aus der Zukunft nicht wie die hässlichen Toyotas. Ein Twizzy würde ich jederzeit auch kaufen.

einfach mal das M … halten wenn man keine Ahnung hat und davon ganz viel

Ich fahre seit Jahren Elektroautos und weiß durchaus, wovon ich rede. Ich kann mit einem „Auto“, das nur 30 km weit fahren kann, einfach nichts anfangen und so wird es den allermeisten gehen. Außerdem habe ich Anstand und schreibe nicht beleidigend, wie Udo.
Etwas Anstand würde Udo nicht schaden.

Dann wird es höchste Zeit nicht nur dauernd zu schreiben, sondern auch mal zu handeln.

Ich brauche zurzeit kein Auto – Arzt, Zahnarzt und Apotheke sind vor Ort (4.500 Einwohner), ebenso Bäcker, Metzger und ein Supermarkt, auch Banken, Postshop und Kiosk sowie Grundschule, Kindergärten und weitere Einrichtungen.

Die 500m zum Supermarkt am Ortsrand gehe ich zu Fuß mit Einkaufstrolley oder faltbarem Bollerwagen bei größeren Einkäufen. Der Hinweg mit leerem Wagen geht leicht bergauf und der Rückweg mit vollem Wagen leicht bergab, da läuft der Bollerwagen von alleine.

Solange ich kein Auto brauche, ist selbst der kleinste Auto noch zu groß. Aber wenn mal die Beine schwer werden, dann würde ein E-Kleinstauto reichen – noch sind Beine leicht.

Nun ja, 98 % von uns wollen sicherlich etwas anderes fahren.

Das könnte ein Drittwagen sein der nur für die Arbeit da ist
klingt irgendwie logisch, weil jeder Autofahrer ja jeden Tag zur Arbeit fährt mit ca 35 km
Auf Arbeit laden und nach Hause düsen
Stell dir vor das klappt ist das nicht wunderbar
Achso das Auto könnte eine Zoe sein 22 kw Akku 8 Jahre alt Akkukapazität noch 75 %
Ladeleistung Dose ca 3,7 KW achso Schuko natürlich
wenn man will geht alles
oder wie hast du deine Frau kennengelernt , da bist du doch auch im Vollgas modus gefahren und konntest Nächte durchmachen
Wie gesagt wenn man will geht alles

Karin, die 3,7 kW Ladeleistung bekommst Du aber nicht aus der Steckdose, ohne dass Dein Elektriker an Deiner Anlage dran war. Eher 2,99 kW.

Hi Daniel, genau so bin ich vor rund drei Jahren angefangen und fahre heute zwei der wohl bekannten E-Fahrzeuge in D !

Einen Peugeot IOn und einen Mitsubishi I-miev. Haben lediglich ein Gesamtgewicht von 1,1 t, sind schnellladefähig über Gleichstrom (DC) und zugleich geeignet mit Wechselstrom über Schuko zu laden (AC). Zudem mit Kabel an jeder weiteren Typ 2 – Säule in den Großstädten/Einkaufszentren. Wer mit einer Reichweite von 80 – 100 km auskommt und bestenfalls noch über eine Photovoltaikanlage den Eigenverbrauch erhöhen will, der bekommt den gebraucht als Sparschwein und ist sicherlich ökologisch wie ökonomisch auf der zeitlichen Höhe !

Bei beiden gab es in all den Jahren keine technischen Probleme und unsere Fahrleistung liegt bei rund 15.000 km im Jahr als Pendler.

Guter Artikel. Es fehlen viele Schnelllader an Punkten, wo nur kurzzeitig (30 bis 60 Minuten) geparkt wird, wie z.B. Einkaufsmeilen. Dann wäre noch die Automobilindustrie gefordert, welche keine AC-Schnarchlader mehr in Autos verbauen sollten. Warum der Energiepreis höher sein sollte ist fraglich, wo doch der Normalo immer den günstigsten Preis sucht. Alternativ wären Standgebühren bei Schnellladern durchaus sinnvoll, um diese z. B. nach einer Stunde zu räumen.

Dass es noch nicht genug DC Schnellladestationen (bei Tesla SuC) entlang der schnellen Hauptachsen in ganz Europa gibt, ist wohl kein Geheimnis. In dieser Hinsicht würde ich Ihnen sogar beipflichten.

Das AC Destination Charging Netz wächst sehr schnell und das ist ganz Zentral !!!

Absolut jedes Gebäude auf der Welt ist an Wechselstrom angeschlossen, d.h. das AC Stromnetz besteht bereits jetzt. Ein Ausbau ist ungleich kostengünstiger als jedes andere wie auch immer geartete Betankungsnetz (E-Fuels, Benzin, Diesel, Gas, H2) jemals sein wird.

Die Bedeutung dieser privaten Ladeinfrastruktur in Kombination mit der zukünftigen V2G Funktionalität wird im PkW und sicher auch im klein LkW Bereich ist auch realistische gesehen überaus wichtig für BEV’s. Stellen Sie sich vor, jeder meiner Freunde, Bekannten, Verwandten hat in Zukunft ein BEV mit eigener AC-Ladestation, Schuko, Camping Dose, CEE 11kW/22kW oder Wall-Charger, jedes Restaurant, jedes Hotel, jede Arbeitsstätte, jeder Campingplatz, jeder Supermarkt hat AC Lademöglichkeiten, dann werden 95% der BEV Fahrer zu 99% ohne nur die kleinsten Probleme und das auch noch ohne irgendwelchen DC-Ladezeitverlust und Betankungszeitverlust sich von A via B und C nach D bewegen und dann zurück nach A. An jeder dieser Positionen werden sie nachladen können. Dann werden noch nie zuvor so viele Leute so easy und zeitoptimiert unterwegs sein. Diese Situation ist ein derartiges Privileg, dass sobald die Leute deren Stellenwert erkennen, sie nichts anderes mehr wollen. Handelsreisende und Urlauber noch ausgenommen.

CCS-Type2 und CCS-Type1 (Nordamerika) sind Standarts aus genau diesen Gründen und jeder Autohersteller würde nur noch einen Bruchteil an Autos verkaufen können, wenn diese Option wegfallen würde.

Wie gross ist wohl die Erstellung, der Betrieb, die Leitungszuführung und die Amortisation einer 11kW im Gegensatz zu einer Ionity Luxus Ladestion?

Ihre Forderung nach Schnellladestationen bei Supermärkten und anderswo öffentlich.

Sehen Sie, wird jemand nur zum Supermarkts fahren, um dort „voll“ zu laden? Kaum, er kauft ein.

Sagen wir mal ein Supermarkt hat 10 Ladestationen à je 100kW und 10 Autos hängen schon daran. In meiner Zeitrechnung hat aber in bereits 5-6 Jahren 40% der Autofahrer ein BEV, oder vielleicht andersrum, zum selben Zeitpunkt wollen 50 Elektroautos beim Supermarkt laden. Also 40 Fahrer gucken in die Röhre, nur weil 10 ihrer Kollegen am Schnellladen sind und unbedingt voll sein wollen, obwohl ihr zu Hause oder ihr Office, wo sie ja ebenfalls wieder laden könnten nur je 10km-30km entfernt sein werden und zusammen mit einem Restbestand von vielleicht 8kWh nicht einmal so viel benötigen würden. Also entweder warte ich, der noch an keiner DC Ladestation bin jetzt vielleicht 20 Minuten, bis Sie der lädt, von Ihrem Einkauf zurückkommen und die Ladestation für mich freigibt. Oder ich kaufe ein und lade nach meinem Einkauf noch 30 Minuten an 11kW, das heisst also mit doppeltem Zeitverlust.

Für 10 DC Ladestationen à 100kW kann ich sicher 80 AC Säulen à 11kW aufstellen und wir alle, die 50 BEV’s bekommen in 30 Minuten, die wir zum Einkaufen benötigen parallel und zur selben Zeit zusätzlich 40km in unser BEV. Mit den 20km, die ein BEV noch als Restkilometer hatte, ergeben das 60km und das reicht vollends nach Hause, ins Restaurant, ins Office, zu meinem Kollegen. Angenommen, ich wäre am laden und Sie müssten 20 Minuten warten, bis ich die DC Ladestation wieder freigeben würde?

Für mich hat vor 10 Jahren die Neuzeit begonnen und sowas wie „Voll“-Laden-Betanken oder was auch immer gehört für mich längst der Vergangenheit an und ist so etwas wie wenn ich das Drehwahlscheibentelefon mit einem Smartphone vergleiche.

Also bitte mit Verlaub, der AC Ladeteil bei einem BEV ist der weitaus Wichtigere.

Da bin ich fast ganz bei Ihnen. Allerdings würde ich bei großen Einkaufsmärkten zu den vielen AC-Ladestellen noch ein paar DC-Ladestellen mit 50 KW gut finden.

Da haben Sie natürlich recht. Ich würde einen guten Mix vorschlagen. CCS-Type2 50kW. CHAdeMO, obwohl auch ein weltweiter Standart (Aussnahme China mit GBT) eher weniger.

Alle Ladestationen falls immer möglich mit nachhaltigem Strom.

Architekten müssten sich viel mehr mit dem Thema beschäftigen und den Bauherren Vorschläge unterbreiten.

Es müsste ein Laderegim geben, zumindest so, dass diejenigen mit einem schwachen AC Lader vorwiegend an DC laden könnten. Tesla’s wenn dann eh nur AC, da diese ja an einen SuC gehen könnten (wohlverstanden das sagt ein Tesla Fahrer), und somit diejenigen mit schwächerer öffentlicher Ladeinfrastruktur prioritär an DC laden könnten.

Ich bin weiterhin sehr dafür, dass diejenigen mit kleineren Akkus prioritär laden könnten und dass bei max. 80% Ladezustand, das Fahrzeug weggeparkt werden müsste. Darüber hinaus meine ich, wenn ich 10km vom Einkaufszentrum weg wohne, 200 Restkilometer habe, dann muss ich sicher keinem anderen mit weniger Kapazität die Ladestation wegnehmen.

Ich bin mir bewusst, dass all das sehr viel Disziplin und Verständnis bei den EV Fahrern voraussetzt. Da ich schon so manche Tour mit über 80 Fahrzeugen mitgemacht habe, bin ich mir gewohnt, anderen den Vortritt zu lassen.

Da war doch noch das Problem mit den Schnellladestationen, das bei häufigem Schnellladen die Batterie Leistung nachläßt. Hat da jemand bereits Erfahrungen gesammelt?

Ich wäre nicht bereit mehr fürs schnellere laden zu bezahlen. Die ladesäulen sind stark subventioniert. Und trotzdem soll man 79 Cent bei ionity bezahlen. Ionity ist ein Faktor warum warum Langstrecken abschreckend sind. Einzig enbw ist hier ein kleiner Lichtblick. Aber trotzdem warum sollen wir ein Vielfaches mehr bezahlen als bei einem hausanschluss wenn doch das Netz kein Problem ist? Ich sehe einfach abzocke. Beim einkaufen würde es mega viel Sinn machen. Leider gibt es bei uns im Umkreis nur ein Schnelllader bei trigema. Jetzt kauf ich nicht jede Woche t-Shirts. Also rewe edeka und co. tut hier mal was mit den renommierten Stromerzeugern oder besser noch mit den regionalen vor Ort.

Last edited 1 Jahr zuvor by Fabian Uecker

Wieder sticht Tesla hervor. Schnellladen ohne staatliche Unterstützung an Superchargern für 0,37 Euro pro kWh, ohne App und ohne Ladekarte. Wer bietet mehr?

Fast alle E-Autos haben jede Menge Datensammler an Bord, es wäre eine Kleinigkeit für die anderen Hersteller noch ein Abrechnungsmodul hinzuzufügen und die Ladebuchse wäre zugleich die Ladekarte.

Das ist bekannt. Aber nur Tesla macht das. Alle anderen wollen offenbar Kompliziertheit und sie wollen Steuergelder als Förderung, aber nichts Vernünftiges liefern.

Im Ladeanschluss wird immer die Seriennummer FIN übertragen es nützt nur keiner aus.

Also ich fahre aktuell einen Skoda Citigo und kann nur sagen mich stört eher die Verfügbarkeit von Abend Ladesäulen wo man für 30 CT pro kW mit 3 kW/h laden kann und fertig, wenn es hier an jeder Straße wenigstens eine Stelle zum Laden gibt ist alles gut, Schnelllader gibt es aktuell eigentlich genug aber Standard Lader eher wenige…

Schnelllader sind doch fast nur an der Autobahn. Die Stadtwerke München, die sich einer besonders guten Ladeinfrastruktur rühmen, haben nur eine Schnellladesäule aufgestellt und die ist am Stadtrand in Englschalking.

Also auf plugsurfing.com zähle ich ungefähr 20 Combo CCSType2 50kW Schnellladestationen. Sowie ca. 60 Type2 Ladepunkte.

Ich sprach von den Stadtwerken München. Die haben nicht mehr als einen Schnelllader, dafür viele Hundert Typ 2 Ladepunkte.

Das Verhältnis scheint mir auch ein wenig asymetrisch. Wenn ich in die Stadt München fahren würde, dann wäre es wegen einem Aufenthalt von vielleicht 4-5 Stunden ( einkaufen, Freunde treffen, anderer Anlass ) und da werde ich nie eine Schnellladung nehmen, sondern immer einen AC Ladepunkt aufsuchen, um dann mit den ÖV oder zu Fuss weiter zu kommen. Eine Schnellladesäule werde ich schon aus Respekt zu denjenigen freilassen, die ihn wirklich auch brauchen. In 4h 11kW bin ich auf jeden Fall wieder auf 80% und das sind 400km. Genug, um wieder nach Zürich in die Schweiz zu kommen.

Wenn ich jetzt eine Schnellladesäule nehmen würde, dann hätte ich schon einmal 1h Zeitverlust, da ich ja dann im Auto warten müsste, um rechtzeitig wieder wegfahren zu können, und den Platz für jemand anders frei zu machen. D.h. also ich müsste 1h früher eintreffen, um meine Freund zu treffen und das will ich sicher nicht. Also ist der AC die perfekte Lösung, um auch die ganze Zeitspanne ausnützen zu können.

Aus dieser Sichtweise, und ich bin sicher nicht der Einzige, sind halt eine grössere Anzahl AC Ladepunkte schon viel sinnvoller.

Wie ich Anfangs schon sagte, 1DC vs. >100AC ist schon ein wenig schief.

Leider mangelt es noch immer an verlässlichen Informationen, ob bzw. in welchem Ausmaß häufiges Schnellladen dem Akku schadet. Da dieser nunmal das mit Abstand teuerste Bauteil eines E-Fahrzeugs ist, verunsichert dies vermutlich viele potenzielle Kunden. Zusätzlich scheint mir ein weiterer Grund für die verhaltene Nachfrage bzgl. Schnellladern die maximale Intransparenz bei der Preisgestaltung zu sein. Abschreckende Kwh-Preise wie sie bspw. vom IONITY-Ladenetzwerk aufgerufen werden, werden mich auch in Zukunft davon abhalten, jemals dort zu laden!

Also, Thema E-Auto laden / bzw. Schnellladen: Am Anfang steht doch die Überlegung, warum und wofür kaufe ich mir eventuell ein E-Auto. Das ist eine ganz persönliche Abwägung. Die vielen Leute, die ein E-Auto und die Ladedauer hier und sonst wo diskutieren, haben meistens gar keins und plappern nur so daher. Schnellladen kommt schon mal nur für Vielfahrer mit längeren Strecken in Frage. Okay, Schnellademöglichkeiten brauchen wir und müssen ausgebaut werden. Keine Frage. Aber man sollte bedenken, dass die angegebene Leistungswerte beim Laden meistens nur für kurze Zeit in den Akku strömen, weil das Lademanagement den Stromfluss reguliert nach verschiedenen Faktoren (Lader im Auto, Akkugröße, Temperatur usw.). Schnelladen schadet dem teuren Akku mit der Zeit. Also sollte man möglichst oft langsam Laden, wenn es geht, am besten zu Hause. Da hat man genug Zeit. Da reicht meistens der „Schuko-Strom“, auch bei großen Akkus. Unterwegs mal beim Einkaufen oder Kaffee-Pausen kann man schon mit der normalen AC-Ladung eine Menge wieder reinpumpen, vorausgesetzt, der Autohersteller verbaut wenigstens einen 22KW AC-Lader (z.B. ZOE). Daran hapert es oft schon mal. Ein weiterer Punkt ist die Wallbox. So nennt man das Gerät zum Laden zu Hause in der Garage. Aber es geht auch anders. Es gibt einige mobile „Wallboxen“, die man im Auto mitführen kann und die an jeder Kraftsteckdose mit passenden Adapter funktionieren. Eine solche Lademöglichkeit (Kraftstromdose) sollte an öffentlichen Stellen in größerer Stückzahl installiert werden (Parkplätze, Straßenlaternen und, und…). Der Zugang sollte dann auf technisch einfache Weise mit einer Ladekarte freigeschaltet werden können. Die Bezahlung könnte in solchen Fällen entweder pauschal über die Ladekarte (oder APP) erfolgen. Ein bisschen Software bräuchte man, das sollte heutzutage kein Problem sein. Ein Schildchen könnte darüber informieren, dass der Anschluß für 30 Minuten soundsoviel Euro kostet. Natürlich müsste auch die Ladeleistung dran stehen. Ich sag mal standardtisiert 22kW. Das wären etwa 10kW (für ca. 80 km) oder wenn man zweimal hintereinander anschließt eben die doppelte Strecke. Über die Ausgestaltung kann man ja noch diskutieren. Mir geht es zunächst um die schnelle Ausweitung der öffentlichen Lademöglichkeiten in Verbindung mit finanziell tragbarem Aufwand. Natürlich ist das nichts für Langstreckenfahrer. Aber für die jetzt schon meisten E-Auto Besitzern wäre das für unterwegs ausreichend, wenn sie zu Hause dann auch noch laden können. Oder am Zielort, wenn dort außer der aufwändigen AC/DC-Ladestationen mit Schnelladungsmöglichkeit mehrere Kraftsteckdosen, wie beschrieben, installiert wären und Zeit vorhanden wäre. Ich denke, dass mann diese roten Steckdosen mit verhältnismäßig geringen Mitteln in großer Anzahl parallel installieren könnte. Dann sollte man noch bedenken, dass die vielen Zweitautos ja nicht ein großer langstreckentauglicher Bollide sein muss. Ich bin mir auch sicher, dass die Preise für normale E-Autos mit nicht zu großem Akku in den nächsten Jahren sinken werden, wenn die Nachfrage und damit die Produktionszahlen steigen. Also Augen auf beim Autokau! Die Kommunen sollten mit dem Stromversorgern mal dieses Konzept besprechen und aktiv werden. Natürlich nicht als generelle Lösung, sondern hauptsächlich für die 70% Normal-Zweitwagenfahrer. Die aufwändigen Schnelladestationen müssen natürlich auch ausgebaut werden. Und dann noch etwas: Die großen Bolliden mit entsprechenden Akkus sollten mit einer höheren Steuer belegt werden, um die Entwicklung der E-Mobilität in vernünftige Bahnen zu lenken. Wer einen superschnellen E-Porsche fahren möchte, der soll auch die höhere Steuer bezahlen. Es geht bei solchen Autos ja nur um „Spielereien“ und nicht um Reichweiten. Die sind dann nämlich nicht besser als bei einem ID.3 oder ZOE zum Beispiel.

OK, Michael das ist mal eine einfache Zusammenfassung vom Istzustand heute. Sehr gut , logisch erklären. Weniger Zahlen erwähnen, so dass es auch Umstellungswillige verstehen. Keine Widersprüche wie : Reines Èlektrofahren das Beste und die Aussendienstvertreter NA,Ja ?
Und Daniel, wenn Du dann mal so ein ganz kleines Auto hast, wirst Du dann auch mal die Tante im Dorf weit weg besuchen wollen. Schimpfe dann aber ja nicht über zu kleine Reichweite…….

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