China: Mehr als 20.000 „Neue Energiefahrzeug“-Unternehmen im 2. Quartal gegründet

China: Mehr als 20.000 "Neue Energiefahrzeug"-Unternehmen im 2. Quartal gegründet

Copyright Abbildung(en): Johnnie Rik / Shutterstock.com

Die automobile Zukunft entwickelt sich im Reich der Mitte, glaubt Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer. Schon allein wegen der gewaltigen Größe des Marktes. Und dieser scheint stetig zu wachsen. Nicht nur auf Nachfrage- sondern auch auf Anbieter-Seite, wie der Datenanbieter Qichacha für das zweite Quartal 2020 aufzuzeigen vermag. Zur Einordnung des Wachtums: Im Jahr 2010 waren weltweit nur etwa 17.000 Elektroautos unterwegs. Bis 2019 ist diese Zahl auf insgesamt 7,2 Millionen angewachsen, 47 Prozent davon in China.

Nach Angaben des Datenanbieters Qichacha hat China im Jahr 2019 47.000 neu gegründete Unternehmen im Zusammenhang mit neuen Energiefahrzeugen – als „New Energy Vehicles“ gelten reine Elektroautos und Plug-in-Hybride – verzeichnet, und die aktuelle Gesamtzahl beläuft sich auf 192.000. Im zweiten Quartal dieses Jahres erreichte die Zahl der Unternehmensgründungen die magische Zahl von 20.000, 122,2% mehr als im Vorquartal.

Im letzten Jahrzehnt der E-Mobilitätsbranche begann die Zahl der Unternehmensgründungen um das Jahr 2014 herum deutlich anzusteigen. 2018 erreichte diese ihren Höhepunkt mit 49.000 Neuregistrierungen. Im Jahr 2019 erreichte die Zahl der Neugründungen 47.000, mehr als das 23-fache der Zahl der Registrierungen von 2010. Geografisch gesehen war Shanghai mit 10.000 Unternehmen die einzige Gemeinde, die in die Top-10-Liste aufgenommen wurde. Die Provinz Guangdong rangierte mit 23.000 Unternehmen an erster Stelle, gefolgt von Shandong und Jiangsu in der Rangliste der Provinz.

Von Januar bis Juni 2020 gab es in China 29.000 Neugründungen von Unternehmen im Zusammenhang mit „New Energy Vehicles“, was gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019 eine Steigerung um 26,1% bedeutet. Die Zahl für das zweite Quartal lag bei 20.000, 122,2% mehr als im ersten Quartal. Zur Einordnung der Unternehmensgröße sei gesagt, dass es 38.000 Unternehmen mit einem Stammkapital von weniger als einer Millionen, was 20% der gesamten Registrierungen ausmacht, gibt. Des Weiteren bewegen sich 57.000 Unternehmen zwischen einem Stammkapital von einer und fünf Millionen, was 30 Prozent der gesamten Registrierungen ausmacht. Darüber hinaus machen Unternehmen mit einem Stammkapital von mehr als zehn Millionen 34% der Gesamtzahl an Unternehmensgründungen aus. Das ein Teil dieser Firmen beziehungsweise deren E-Autos nach Europa gelangen könnte, kann durchaus zum Problem für alteingeseßene Hersteller werden.

Quelle: cnTechPost – China’s saw 20,000 new energy vehicle-related company registrations in Q2

Newsletter abonnieren

Montag, Mittwoch und Freitag die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.

Dir gefällt dieser Beitrag? Teilen auf

Diese News könnten dich auch interessieren:

6 Antworten

  1. Schön, das es viele Unternehmen gibt, die sich mit fortschrittlicher Elektromobilität beschäftigen. Desto wichtiger sind verbindliche Standards, die eine hohe Qualität, lange Lebensdauer und einfache Aufbereitung/Recycling garantieren. Man darf keine Energie und Ressourcen in Wegwerfprodukte stecken.

  2. Hohe Qualität, lange Lebensdauer ? Richtig dort wollen wir künftig hin. Aber bestimmt nicht mehr aus China ordern. Schau doch mal diesen Plastikschrott, welcher immer noch geliefert wird, an. Bei Spielsachen, Elektrogeräten etc , so billig, dass man es nicht einmal mehr zurückschicken muss , wenn es nicht passt oder schon kaputt ist vor dem Einsatz. Bei den Autos, das ist ja lächerlich………….keiner von denen hat es nicht einmal in den Export in die Nachbarländer geschafft.

  3. Neben den ganzen Schrott darf man nicht vergessen, dass auch sehr viele hochwertige Produkte aus China kommen. Wenn. Man etwas genauer hinsieht, erkennt man, dass China im Bereich Qualität und Hochwertigkeit mächtig aufgeholt hat. Das sollte uns (Europa) zu denken geben.

    1. Und bei Neuentwicklungen hat China auch mächtig aufgeholt! Gut,m manches wird Ihnen auch einfach geschenkt. Photovoltaik z.B., da war Deutschland Weltmarktführer und jetzt sind wir tot auf dem Gebiet. Ich bin erwartungsvoll, dass Minister Altmaier das auch mit der Windkraft schafft.

  4. Peter, ja da sind wir aber selber schuld wenn wir denen unser Know How verschenken. Das muss sich ändern. Der Altmaier wir denen den Gang rein tun. Wir müssen auch darauf bedacht sein Bodenschätze in der Nähe zu erreichen. Fertigung müssen wir nicht von den Chinesen lernen. Wenn es um deren Geld geht können sie lügen und übertreiben, da ist der Putin ein Dreck dagegen.

  5. Wenn ich nur aus diesen Elektroauto-News lese, das RIVIAN gesamt 5,35 Mrd USD, China fast 200.000 Neugründungen und der Pickman für
    3.500 € in China und in Good Old Germany für 8600 EUR (was Kostet der Transport pro Stück???) zu haben ist, Deutschland gerade mal den
    StreetScooter und eGo als Neugründung hat, dann sehe ich schon Probleme auf die dt. Wirtschaft zukommen.
    Mein Bestway Pool hält schon 3 Jahre, Atemschutzmasken sind in China-Qualität ausreichend, Medikament anscheinend auch und der Polestar 2
    macht auch einen seriösen Eindruck! Man benötigt nicht für alles „Made in Germany“ Qualität, die mal hochwertig war. Ob das beim ID.3 im
    Vergleich zum Tesla auch so sein wird? Und wird der iX3 von BMW nicht auch in China gefertigt für den dt. Markt?
    Aber wir wollen nicht negativ denken!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).