Volvo/Polestar unterzeichnen Multi-Milliarden-Dollar-Abkommen mit CATL und LG Chem für Batterielieferung

Blick auf die kompakte Modular-Architektur CMA
Volvo

Volvo will bekanntermaßen den rein elektrischen XC40 noch in diesem Jahr vorstellen, Polestar hat mit der Vorstellung des Polestar 2 als reines E-Auto bereits vorgelegt. Bisher war nur nicht klar, von wem Volvo und Polestar ihre Batterien, für die eigene E-Offensive, beziehen. Mittlerweile steht fest, dass die Volvo Car Group eine langfristige Vereinbarung mit den führenden Batterieherstellern CATL und LG Chem über die Lieferung von Lithium-Ionen-Batterien für die nächste Generation von Volvo sowie Polestar Modellen getroffen hat.

Die Vereinbarung hat hierbei einen Umfang, welcher sich über das kommende Jahrzehnt erstreckt und ein Volumen von mehreren Milliarden US-Dollar aufweist. Volvo und Polestar decken mit diesem Deal die Lieferung von Batteriemodulen für alle Modelle auf der kommenden Fahrzeug-Architektur SPA2 sowie der aktuellen modularen Plattform CMA ab.

Volvo ist somit weiterhin auf gutem Weg der Ankündigung zu folgen, dass alle neuen Volvo Modelle ab 2019 elektrifiziert werden. Des Weiteren peilt man noch immer an, zum Jahr 2025 die Hälfte des weltweiten Fahrzeugabsatzes des Unternehmens über reine Elektrofahrzeuge zu erzielen.

„Die Zukunft von Volvo ist elektrisch und wir sind fest entschlossen, die Zeiten der Verbrennungsmotoren hinter uns zu lassen. Die Vereinbarungen mit CATL und LG Chem zeigen, wie wir unsere ambitionierten Elektrifizierungsziele erreichen werden.“ – Håkan Samuelsson, Präsident und CEO von Volvo Cars

Mit CATL aus China und LG Chem aus Südkorea hat man sich zwei Firmen als Partner gesucht, welche seit langem erfolgreich Lithium-Ionen-Batterien an die Automobilindustrie weltweit liefern. Sie erfüllen die strengen Auswahlkriterien von Volvo in Bezug auf Technikführerschaft, verantwortungsvolle Lieferketten und wettbewerbsfähige Kostenmodelle.

In China wird die Batterielieferung von der Größe der Geely Gruppe profitieren. Des Weiteren unterstreicht Volvo mit dieser Partnerschaft die Aussage vom vergangenen Sommer, dass eine eigene Batteriezellen-Fertigung für Volvo keine Option sei.

„Mit dieser Vereinbarung sichern wir die Lieferung von Batterien für das kommende Jahrzehnt. Damit haben wir künftig zwei Lieferanten in allen Regionen weltweit und gewährleisten Flexibilität in unserer Lieferkette.“ – Martina Buchhauser, Senior Vice President für Beschaffung bei Volvo Cars

In Gent, Belgien soll bis Jahresende die erste Batteriemontage-Linie von Volvo fertiggestellt werden. Von dort aus wird auch der erste vollelektrische Volvo vom Band laufen, der Volvo XC40. Schon jetzt werden dort Plug-in-Varianten des preisgekrönten Premium-SUV gebaut. Das Kompakt-SUV basiert ebenso wie der vollelektrische Polestar 2 und verschiedene Modelle der Volvo Schwestermodelle Lynk & Co auf der kompakten Modular-Architektur CMA. Alle drei Modelle werden ab diesem Jahr auf der gleichen Produktionslinie in einem von Volvo betriebenen Werk in Luqiao (China) hergestellt.

T8 Twin Engine auf SPA-Basis
T8 Twin Engine auf SPA-Basis

Mit der SPA2 hat Volvo die nächste Generation der skalierbaren Produkt-Architektur (SPA) entwickelt. Eingeführt wird diese ab Anfang des kommenden Jahrzehnts. Noch heute gehört die erste Generation der SPA zu den fortschrittlichsten Fahrzeugplattformen der Automobilindustrie und dient aktuell als Basis für die Volvo 90er und 60er Familie. Erstes Modell auf der neuen SPA2-Plattform ist die nächste Generation des Volvo XC90.

Kürzlich hat Volvo eine Reihe weiterentwickelter und neuer elektrifizierter Antriebsoptionen vorgestellt, die künftig in der gesamten Modellpalette eingeführt werden. Konkret wird es in jedem Modell künftig mindestens ein PHEV-Modell geben, darunter beispielsweise die optimierten T8 Twin Engine und T6 Twin Engine Motoren.

Quelle: Volvo – Pressemitteilung vom 15. Mai 2019

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.