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Sono Motors – ein Blick auf das Unternehmen mit dem E-Auto mit Solarzellenbetrieb

Sono Motors
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Ein Auto mit Solarzellenantrieb. Fantasy-Blockbuster oder Realität? Letzteres, zumindest wenn man in das Kalenderjahr 2019 blickt. Oder auf die Webseite von Sono Motors, dem Hersteller. Ein Unbekannter unter den Autobauern. Noch. Immerhin weist er mit Jahresende 2018 knapp 10.000 Vorbestellungen aus und arbeitet schon mit Anzahlungen zur Lieferung.

Und wer sein Unternehmen mit Vorbestellungen startet wie Sono Motors, hat´s leichter. Auch beim Gewinn von Investoren und Partnern. Sono Motors zeigt uns, wie es geht. Mit rund 700 Vorbestellungen Elektroautos in der kompletten Startphase. Mit Hilfe von Crowdfunding. Der Startschuss aus Sicht des Kunden in Form der Auslieferung soll Ende 2019 fallen. Dann wird der Anblick auf den Straßen zu Normalität. Thomas Hausch, der Manager des Newcomers, spricht von einem Hochdruck, mit dem man die Produktion aktuell vorantreibt.

E-Auto 2019 von Sono Motors: Reichweite von 250 km

Warum nimmt ein Kunde in Kauf, für etwas zu bezahlen, das es noch nicht gibt? Von dem noch kein Kunde eine Rezension verfassen kann, wer bezahlt Geld für unbekannte Faktoren? Die Fakten und Details sprechen für sich. Und diese sind zum Großteil schon bekannt und auch realisiert.

Sion von Sono Motors auf Straße

Es handelt sich um ein Kleinauto mit einem kombinierten Antrieb aus Stromakkumulator und Solarzellenantrieb. Beide Antriebsformen erreichen gemeinsam eine Reichweite von 250 km. Es werden 260.000 Stück im ersten Herstellungsverfahren produziert, wohlgemerkt in Europa.

Wie alles begann

Die Kernidee wurde bereits 2012 geboren. Allerdings benötigte man als Startup auch genügend Kleingeld, welches sich durch Crowdfunding in den Jahren 2016 und 2017 finanzieren ließ. Dabei konnte man im Erstjahr lediglich auf eine Computergraphik zurückgreifen. Crowdfunding lukrierte 2016 über 800.000 €, Crowdinvesting 2017 über 2 Millionen Euro.

Damit konnte man 2017 den ersten Prototypen erschaffen. Eigentlich deren zwei – Roding Automobile schuf Funktions-Prototypen, in deren Anlehnung gearbeitet und konstruiert wurde. Er ist nur einer der Partner, welche man begeistern. Detailarbeiten, wie Ausstattung und Design, behielt sich der Startup allerdings vor. In Sachen Sicherheit gibt es außerdem keinerlei Kompromisse. Ziel ist die Erlangung des 4*NCAP Sicherheitsstandards. An Investoren mangelt es mittlerweile nicht, darunter befinden sich etwa die Böllinger Gruppe und der Gründer von Juwi, einem Energiedienstleister.

Die Entwicklung der Batterie und ihres Systems übernimmt ElringKlinger – also ebenfalls „made in Germany“. Warum sie noch nicht ganz genau vorgestellt werden kann, liegt in der durchaus klugen Strategie des etwas anderen Fahrzeugherstellers: Man lässt offenbar die Technik noch reifen, solange es geht. Mitte des Jahres 2018 überstieg die Anzahl der Vorbestellung die 5.000er-Grenze und ist gegen Jahresende bei 8.000 Stück angelangt. Vorerst wird es kaum Abweichungen in Sachen Ausstattung geben: Eine Farbe, Schwarz, ist fürs Erste zumindest genug.

Herzstück Solarantrieb – so geht „viSono“?

Die Karosserie ist fast durchgängig mit monokristallinen Siliziumzellen ausgestattet. Genauer gesagt befinden sie sich am Heck, Dach und Motorhaube. Polycarbonat beschützt sie in Form einer dünnen Schicht. Ihre Wirkungsweise wird namentlich vom Entwickler als viSono genannt und geschützt. Ein völlig neues System bei Individualmobilität: 7,5 qm beträgt die Gesamtfläche der 330 Photovoltaik-Einzelmodule.

Sichtbare Solarmodule des Sion von Sono Motors

Ihr Wirkungsgrad liegt bei 24 %. Beim Ausgangspunkt eines Klimas in Mitteleuropa wird – bei optimalem Sonnenschein – eine zusätzliche Reichweite von 30 km täglich erzielt. Der Jahresdurchschnitt wird jedenfalls 10 km täglich umfassen.

Diese Einspeisung der Sonnenenergie ist in der Reichweite-Berechnung bereits enthalten, welche insgesamt bei 250 km liegt. Entwickelt ist die Batterie wie oben angesprochen noch nicht – hierfür nimmt sich das Unternehmen Zeit. Fest steht, dass es eine Lithium-Ionen-Batterie mit Wasserkühlung wird. Gut Ding braucht eben Weile. Wenngleich die Basics trotzdem feststehen, ist das genaue Modell noch unklar.

Übrigens sprechen wir hier von normalen Haushaltssteckern, mit denen aufgeladen werden kann. Anzuschließen wird das Elektroauto mit einem Combined-Charging-System beim Stecker sein. Dieses ist bereits erprobt und wird beispielsweise beim VW e-Golf verwendet. Ein integriertes Ladegerät ermöglicht eine Aufladung an verschiedenen Orten, wie dem Zuhause oder Arbeitsplatz bzw. wo man sich eben ausreichend lange aufhält. Es soll auch möglich werden, am Auto typische Haushaltsgeräte, also mit 2,7 bis 22 kW aufzuladen – doch Näheres zu den besonders innovativen Einzelheiten unten.

Leistung. Ausstattung. Optik.

LED-Scheinwerfer sind nicht alltäglich in dieser überraschend niedrigen Preisklasse und werden dort so gut wie nirgends angeboten. Hier aber wurde schon ein Lieferant damit beauftragt, sie sind also fixer Bestandteil des Fahrzeugs. Die Herstellung findet innerhalb Deutschlands statt. Ehrgeiz und hohe Anforderungen an sich selber, welche der Newcomer wohl als höchste Prämisse umsetzt – Regionalität im Autobau.

Künftig wird Sono Motors mit der Division Powertrain des deutschen Traditionsunternehmens die elektrische Antriebseinheit, die Electric Drive Unit (EDU) für den Sion bauen. Die Partnerschaft zwischen Sono Motors und Continental ist langfristig über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs angelegt.

Klimaanlage. 109 PS (80 kW) – Motorspannung 400 V – limitierte Höchstgeschwindigkeit bei 140 km/h. Die Anzahl der Sitzplätze liegt bei 5, sie sind klarerweise umklappbar und verstellbar. Auch wenn es sich um einen Kleinwagen handelt, bietet er komplett normale Standards. Es handelt sich immerhin nicht um einen Kleinstwagen oder trägt nur den Anforderungen striktester Singles oder eines „Lonely Wolf“ Rechnung.

Sion beim Laden an Ladestation

Ob ein Vorderantrieb umgesetzt wird, ist zwar wahrscheinlich, aber noch nicht definitiv entschieden. Bei umgeklappten Sitzen kann ein Volumen von 1.250 l im Kofferraum erreicht werden, ansonsten liegt diese Zahl bei 650 l. Außerdem gibt eines Anhängerkupplung, welche man selber herunternehmen kann. Diese wird jedenfalls als Extra verrechnet. ABS, Airbags – am Beifahrersitz deaktivierbar im Falle der Verwendung eines Kindersitzes, elektrische Handbremse, Alarmanlage und ESP mit Antriebsschlupfregelung sind hinsichtlich der Selbstverpflichtung des Startups obligatorisch.

Das Interieur erscheint klar und nicht überladen. Dennoch ist ein 10 Zoll-Display Teil des Cockpits, welcher Aufschluss über alle wichtigen Abläufe bietet, so etwa des Ladestands oder dem viSono-System, der Sonnenaufladung.

Anders und günstig auch bei der Wartung – so geht „reSono“

Ein genaues Werkstattbuch, welches online für jedermann einsehbar ist, ermöglicht dem Besitzer die Vornahme des Einbaus von Ersatzteilen. Erklär-Videos zeigen derlei wahlweise einem selber oder aber einer beauftragten Werkstatt freier Wahl. Keine Bindung an irgendwem, langfristige Freiheit bei den Vertragspartnern. Preisvergleiche. Die Ersparnis bleibt einem selbst.

Auch die Module der Energiegewinnung werden diesem Anspruch gerecht. Es ist kein Austausch des kompletten Systems nötig. Sie werden auf der Windschutzscheibe einfach verklebt. Betrachtet man den mittlerweile gewohnten Usus, demnach Funktionen, welche früher mechanisch und heute elektrisch betrieben werden, zu einem finanztechnischen Supergau führen können, und vergleicht diesen damit, wird die Entscheidung einfach. Ein Austausch ist gänzlich unproblematisch und rechnerisch schon im Voraus berechenbar.

Moos als Kontrolleur

Ja, man las soeben richtig. Die Luftfeuchtigkeit wird tatsächlich von einem Moos-Filter und damit von einem natürlichen Material kontrolliert. Konkret wird Feinstaub gefiltert. Es sieht aus wie Moos. Es ist Moos. Es bedarf keiner Pflege oder sonstiger Wartung. Gut für die Umwelt in jeder Hinsicht.

Und was ist „goSono“?

Via App geht heute allerhand. Etwa die Mitversorgung mit Strom an andere, zumindest bei Sono Motors. Ein Vergleich mit einem kleinen mobilen Kraftwerk, den der Hersteller sich aussprechen wagt, ist hinsichtlich der Funktion begründet. Oder Carsharing. Und das Anbieten von Mitfahrgelegenheiten – oder eine dahingehende Suche.

Sono Motors – Wo ist der Haken?

Es handelt sich um eine Innovation. Nachteile sind immer möglich, allerdings auch bei altbekannten Modellen, welche plötzlich in einem bestimmten Fertigungsjahr unter erst später entdeckten Mängeln litten. Keine Wissenschaft bietet 100 %.

Zwei Sion die sich gegenseitig aufladen

Interessant sind allerdings die bisher lautgewordenen Kritikpunkte, die derart ausgestaltet sind, als ihnen eigentlich ein sachlicher Nachteil nicht entnommen werden kann. Somit erscheint es, als fände kein Widersacher oder Konkurrent tatsächliche Angriffspunkte. Der Vorwurf lautete, an den Prototypen wären „versteckte Markenzeichen des BMW und Details des BMW i3“ sichtbar.

Damit wurde angedeutet, dass die Ankündigungen des Unternehmens in Wahrheit nicht umsetzbar wären. Genau betrachtet eigentlich ein grenzwertiges Vorgehen. Immerhin gäbe es bei einer derartigen Vorgangsweise einen sehr hohen Schaden, welcher nur wissentlich und absichtlich herbeigeführt werden könnte. Damit strafrechtlich relevant.

Transparenz und Preisekatalog bei Sono Motors

Man wird hier keinem Verkäufer ausgeliefert. Geschulte Worthülsen und Provisionen waren gestern. Hard facts und Erklärungen stellt der Innovator in Sachen Kundenorientierung selber zur Verfügung. Nämlich auf seiner Webseite, wo man gleich eine Reservierung beantragen kann. Mittels Anzahlung ist der Vertrag fix, der den gesetzlichen Anforderungen augenscheinlich gerecht wird. Das vierzehntägige Widerrufsrecht ist dort garantiert. Testfahrten sind willkommen.

Wie viel kostet er?

Der Standardpreis liegt bei 16.000 € für den Neuwagen, der allerdings kostenlos nur nach Bremerhaven ausgeliefert wird. Zustellungen woandershin bedürfen freilich einer Übernahme der Zusatzkosten. Nicht im Preis enthalten ist außerdem die Batterie. Wenn das Modell noch nicht feststeht, ist auch kein konkretes Angebot möglich. Aber: Natürlich gibt ein seriöser Anbieter eine Höchstgrenze bekannt und dieser deckelt hier den Preis bei 4.000 €. Man kann die Batterie außerdem leasen.

Die Garantie liegt bei zwei Jahren oder 100.000 km. Die Produktion des Fahrzeugs findet ebenfalls in Europa statt – wo genau, lässt der Hersteller noch nicht wissen.

Höchste Innovation – kleinster Preis: Wie geht das?

Neue Wege geht Sono Motors auch hier. Und zwar zugunsten des Kunden. Billigere Neuwägen wären eine völlig andere Liga als jene höchster Innovation, in welcher er aber richtiggehend „aufmischt“. Der längst verinnerlichte Reflex „neue Funktionen – hoher Preis“ gilt ab sofort als obsolet.

Dass es anders geht, zeigt eigentlich eine Redlichkeit auf: man gibt Preise adäquat weiter. So sind es Leichtbauteile, welche zu einer besonderen Langlebigkeit beitragen – ein wesentlicher Faktor beim Preis-Leistungsverhältnis, der erst in vielen Jahren erkennbar sein wird. Zudem verwendet man ältere Bauteile renommierter Autobauer, die rechtlich nicht mehr geschützt sind – einzigartig bei Elektroautos.

26 Kommentare

  1. Der Sion benötigt unbedingt ein beheizbares Lenkrad, gerade in der winterlichen Jahreszeit verliert der Sion sehr viel Reichweite wenn die Heizung angemacht werden werden muß, um das eiszapfen-kalte Lenkrad mit dem warmen Gebläsewind zu temperieren. Gefährlich wird es, wenn es sehr frostig draussen wird und der linke Gebläsekanal zum trocknen der linken Fahrerscheibe benötigt wird. Da muß man doch am Ende mit dem eiskalten Lenkrad fahren. Kaputte Fensterheber sind sonst auch schon vorprogrammiert.

    Wie verhält sich der Sion, wenn die Ladeklappe von Usern per App geöffnet wird und nicht wieder geschlossen wird? Und dann noch Regen und Schnee in die Ladetechnik eindringt, dann sind die Schäden vorprogrammiert! Wer haftet dann und gibt Garantie? Das kann schnell in die tausende Euros Schaden gehen.

    Sono Motors macht es sich viel zu leicht und benimmt wich wie ein Jahrmarktmännchen, es wird Geld eingesammelt auf Teufel komm raus. Getanzt wird mit dem Geld der „Gläubigen“ wie bei so vielen Kircheninstitutionen auch.

    Ich hoffe, daß Nissan, Kia und Hyundai weiter den Deutschen Markt erobern und nicht mit “ Gläubigen “ weiter nur Geld einhamstern und nichts bieten was Hand und Fuß hat.

    Deutsche Firmen eiern eben rum, wie wir es gewohnt sind. Also ich setze nicht auf Sono Motors, die labbern und labbern .. wie unsere Politiker im Bundestag auch.

    1. Zunächst einmal Danke für deinen Kommentar Marwin.
      Der Hinweis mit dem beheizten Lenkrad klingt durchaus einleuchtend. Bin mir aber sicher, dass das Unternehmen entsprechende Gedankengänge bereits vollzogen hat.

      „Wie verhält sich der Sion, wenn die Ladeklappe von Usern per App geöffnet wird und nicht wieder geschlossen wird? Und dann noch Regen und Schnee in die Ladetechnik eindringt, dann sind die Schäden vorprogrammiert! Wer haftet dann und gibt Garantie? Das kann schnell in die tausende Euros Schaden gehen.“ -> Diesen Punkt müsste man dann wohl auf alle E-Auto-Hersteller übertragen. Aber auch hier bin ich mir sicher, dass man so etwas zu Ende denkt. Da es nicht im Sinne von Sono Motors sein kann, dass die eigenen Fahrzeuge Schaden davon tragen.

      „Sono Motors macht es sich viel zu leicht und benimmt wich wie ein Jahrmarktmännchen, es wird Geld eingesammelt auf Teufel komm raus. Getanzt wird mit dem Geld der „Gläubigen“ wie bei so vielen Kircheninstitutionen auch.“ -> Auch diese Aussage ist stark pauschalisiert. Große OEMs, egal ob die erwähnten Nissan, KIA und Hyundai oder auch Audi, BMW und VW – alle haben entsprechendes Kapital. Das Unternehmen wie Sono Motors dies erst aufbauen müssen – in diesem Fall über Crowdfunding finde ich legitim. Vor allem da niemand zur Unterstützung gezwungen wird.

      Aus meiner Sicht ist es doch nur von Vorteil, wenn sich ein solches Start-Up in Deutschland aus Deutschland mit der E-Mobilität beschäftigt. Lass uns doch einfach Mal schauen, wo Sono Motors in einem Jahr steht.

  2. Hallo Sebastian,
    man kann Gedankengänge vollziehen, aber das bringt nichts, wenn in der Praxis ( das Ergebnis) eine Fehlkonstruktion missachtet wird.
    Sono Motors hat viele Gedankengänge ohne das Ergebnis sehen zu “ wollen “ .
    Viele Berufe arbeiten nach der gleichen Logik, es wird ein Problem (Krankheit) entdeckt aber die Ursache wird nie angeschaut. In der Autoindustrie verdient man ja sehr kräftig, wenn etwas überhaupt nicht rund läuft und dauernd kaputt bzw. defekt wird.
    Kann Sono Motors Europaweit einen Werkstattpartner aufgabeln ? Wen denn ? Ich kenne keine vernünftigen Werkstattketten die wirklich gute Arbeit leisten im Durchschnitt, Europaweit. Das zeigen ja die TV-Stichproben laufend im Fernsehen.
    Und die freien Werkstätten werden garantiert nicht einen Sion gerne reparieren, daß leuchtet jedem normalen denkendem Menschen ein. Sono Motors redet alles in der Presse superschön, mehr auch nicht.

    1. Verstehe deine Bedenken durchaus und sehe mitnichten alles durch die rosarote Brille, aber bin der Meinung, man sollte solchen Unternehmen auch eine Chance lassen. Wer weiß, vielleicht klappt es. Eventuell auch nicht. Aber einen Versuch sollte man wagen, sonst passiert gar nichts.

    2. >>Und die freien Werkstätten werden garantiert nicht einen Sion gerne reparieren, daß leuchtet jedem normalen denkendem Menschen ein. <<

      Wieso? Wenn das Handbuch frei einsehbar ist und alle Ersatzteile frei bestellbar, warum sollte sich dann eine Werkstatt weigern Geld mit den Arbeitsstunden zu verdienen?
      Die etablierten Hersteller sind da viel zurückhaltender mit ihren Informationen und verlangen, das Originalteile verwendet werden.

      Aber wahrscheinlich kann ich nicht normal denken.

  3. Hallo Sebastian,
    Ihr Bericht macht mich sehr stutzig.

    Oben schreiben Sie
    „Thomas Hausch, der Manager des Newcomers, spricht von einem Hochdruck, mit dem man die Produktion aktuell vorantreibt.“
    und es folgt im weiteren Verlauf Ihres Berichtes, was eigentlich alles noch nicht bei Sono Motors zum Sion festgelegt/final ist.

    Wie kann man mit Hochdruck eine Produktion vorantreiben, wo viele Gewerke/Funktionen wie z.B. Antriebsachse/Batterie noch nicht final sind?

    Es ist sicherlich Bedarf an einem Fahrzeug wie der Sion vorhanden, aber nur ein Teil einer geldgebenden Community zu sein ohne das Konkretes von Sono Motors kommt, ist zu wenig. Das Konstuktionsmodel, welches gefahren werden konnte ist weit ab einer finalen, seriennahen Lösung.

    1. Mag sicherlich sein, aber, dass man die Produktion mit Hochdruck vorantreibt kann sich in diesem Fall auch auf Entwicklung / Ausarbeitung übertragen. Hätte sicherlich klarer kommuniziert werden sollen. In der Automobilindustrie ist es zudem so, dass nicht immer alle Karten direkt auf den Tisch kommen. Wie der aktuelle Stand tatsächlich ist, wird Sono Motors nur selbst wissen.

      Grundsätzlich haben Sie aber Recht Helmut, dass erst einmal die grundlegenden Hausaufgaben zu machen sind, bevor es in eine finale Serienproduktion geht.

  4. Sono Motors schafft es nicht und wird pleite gehen:

    1. gesetzliche Gewährleistung und die freiwillige Garantie des Herstellers können vom Verbraucher nicht wie bislang bei einem Autohaus seines Vertrauens geltend gemacht werden.
    2. Sono Motor hat doch viele Angestellte die kein Auto besitzen, womöglich auch keinen Führerschein , alles wird nur auf Papier und PC’s Apps gepinselt ohne wirkliche Praxiserfahrungen.
    3. Das Geld wird regelrecht verbraten wie es eingenommen wird .

    Fazit: Man sollte wenn man schon nicht viel Geld für ein Auto ausgeben will bedenken, daß der Sion letztendlich billig in der Anschaffung ist, aber die wichtigen Kundendienstleistungen regelrecht vertuscht und vernebelt werden.
    Hier punktet Nissan, Kia und Hyundai mit bravur. Viele geben 8 Jahre Garantie auf die Batterie und 5 Jahre auf das Fahrzeug selbst.
    Schaut euch das Sono Motors Konzept bitte „nüchtern“ an und laßt euch nicht von de 16000 Euro (ohne Batterie) bei Sono Motors blenden, daß ist nur die halbe Wahrheit die da verkauft wird.

    1. Danke für deine Meinung. Warten wir einfach ab und betrachten das Ganze mit ein wenig Abstand wieder. Wer weiß, eventuell behältst du recht. Eventuell lehrt uns Sono Motors aber auch eines Besseren.

      1. Lieber Sebastian,
        es ich ja echt rührend, wie du dich mit den typisch deutschen Schwarzmalern auseinander setzt. Das bring aber nix. Diese Gründer- und Start-up Denkweise mögen die Herrschaften nicht. Kann ja sein, dass auch mal was in die Hose geht – aber wer nienix wagt bleibt eben auf der Stelle stehen. So ging es schon den Gründern dieser weltweiten Mobilität, Benz, Otto und Diesel 😉

        Krasse Gegensätze:
        Deutsch: Alles Mist, wird alles nix, das haben schon ganz andere nicht geschafft,…
        Silicon V: Lasst uns das mal ausprobieren, wir schaffen Begeisterung, neues Denken-Neue Lösungen

  5. Hallo Marwin,

    Das Autohaus meines Vertrauens…
    … hat sehenden Auges Dieselwagen verkauft – die nicht den Umweltrichtlinien entsprachen – und Kunden damit getäuscht. Den Wagen nehmen sie aber freiwillig nicht zurück.
    Also ich hatte noch nie Vertrauen in Autohäuser.

    1. Lieber Rico,
      kein einziges Auto entspricht den Umweltrichtlinien, und das wird es auch niemals geben.
      Die Umweltrichtlinien sind ein einziges Marketinginstrument um dem Kunden immer neue Artikel verkaufen zu können.
      Durch jede neue Umweltrichtlinie wird nur neuer Müll produziert.
      Die Herren und Damen fahren aus dem Bundestag fahren in Ihren schönen Audis und Mercedes und BMW nachhause und können Sich auch einen schönen ausgiebigen Flug in der 1Klasse mit Lufthansa. Die Industrie wird immer die Politik leiten und steuern und der Bürger muss durch die Medien als Umweltsünder dargestellt werden.
      Solange das die Bürger nicht begreifen, werden Sie schön im Dornröschenschlaf glauben, das Sie an allem Schuld seien und alles für die Umwelt tun um die Gänseblümchen zu retten.

      Die Umwelt macht kein Auto aus, kein Flugzeug etc… Es ist nur einen geistige Erfindung um den Bürger darin zu Geiseln. Es ist ein Werkzeug um zu lenken und zu steuern, ein Hirngespinst das man immer aufs neue auf die Bürger loslässt.

      Ein Elektroauto macht nur dann Spaß, wenn ich bei einem Defekt einen kompetenten Ansprechpartner (.z.Bsp. Kia, Hyundai und Nissan) und guten Service bekomme, und keine Umweltjunkies mit Versprechungen und Spendensammlern.

      1. Rico, bevor wir hier weitere Grundsatz-Diskussionen führen, lass den Sion auf den Markt kommen und die ersten Werkstättebesuchen werden zeigen, ob und wie das System von Sono Motors funktioniert.

  6. Uniti Cars – Schweden und Sono Motors – München werden wie viele andere neue Marktteilnehmer im Automobilbau die ersten sein mit den völlig neuen Plattform bedingten Konzepten:

    keine Markenwerkstatt mehr – weil diese bei der Elektro-Mobilität nicht mehr gebraucht werden. Es gibt keine Technik, die geheim gehalten werden muss und keine teuren Marken typische Mitarbeiter-Schulungsprogramme mehr.

    Dort wurden in der Vergangenheit Mitarbeiter vor allem darin geschult, den Kunden zu argumentieren, was er eigentlich nicht wissen und auch nicht erfahren darf: Die konstruktionsbedingten Mängel an Motorsteuerung, Kraftstoffeinspritzung, Kolbendichtung, Abgasführung, Abgasreinigung, u.v.m.

    Ähnlich wie bei Computern werden in Zukunft offene Systeme bei Hardware und Software für universelle Reparaturfreundlichkeit aber noch mehr für deutlich höhere Qualitätsstandards sorgen.

    Ein E-Antrieb hat kein Getriebe – eine gewaltige Fehlerquelle weniger –
    hat eine um das 6-10-fache höhere Laufleistung (die Motoren sind extrem stabil, Wartungsfrei und Praxis erprobt), die Kraftübertrag erfolgt direkt – das heißt in die Antriebsachse – ohne Zahnräder, Treibriemen, Ketten etc.
    Die Steuerung wird über das Internet aufgespielt. (siehe Tesla, Renault Zoe u.a.)

    Für all diese Dinge braucht es keine Werkstatt.
    Den Rest: Reifen, Bremsen, Aufhängung etc. kann wirklich jede freie Werkstatt in gleicher Qualität zu viel besseren Preisen (A.T.U., Pit-Stop, selbst kleine freie Meisterbetriebe arbeiten Marken übergreifend.

    Sonstige Fahrzeugelektronik wird von Bosch, A.T.U. u.a. fachkundig erledigt.

    Der Markt wird in 7-10 Jahren völlig anders aussehen.

    Dagegen ist kein Kraut gewachsen.

    Weitere Innovationstreiber in dem Markt werden Kunststoffe auf Pflanzenbasis, die in ca. 5 Jahren weite Teile der heutigen Karosserie und der Innenausstattung beherrschen, deutlich stabiler und Crash-Test-sicherer als alles was da heute existiert. Man muss, um das messen zu können einen 6. Stern in die Bewertung aufnehmen.

    1. Daumen hoch!! So sehen konstruktive Visionen aus. Cool.
      Eigentlich komisch, dass sich auf dieser Plattform überhaupt so manch ein motzender Zukunfts-Verweigerer findet 🙂

  7. Tja dieser Marwin geht etwas quer Beet durch den Gemüsegarten. Seine Loblieder über die Südkoreaner zeugen nicht gerade auf viel Nationalstolz von Deutschland. Die AMIS und Japaner haben die Koreaner auf die Füsse gebracht weil man dort billiger produziert. Jeder 2. Chevi kommt im Fernen Osten nicht aus den USA sondern auch von Korea. Lass
    doch die Sono s in München mal ruhig weitermachen. Wenn sie auch nur ein Zwerg von E. Musk sind, solchen Leute brauchen wir dringend in Europa. Als „ Familienfima – Paton s Rat„ sollten sie sicher die Kosten im Griff behalten und umgehend 30 Fahrzeuge der endgültigen Version in Verkehr von Kunden setzen. Ruhig im Ausland, damit die Erlkönige
    weniger auffallen. Aber möglicherweise tun sie das schon……..

  8. Ich kann die Kommentare teilweise nicht wirklich verstehen. Ich habe mit 500 € einen Sion reserviert den ich hoffentlich bekomme wenn es soweit ist. Diese Idee ist doch grundsätzlich ideal für die Strecken die ich und viele andere jeden Tag fahren müssen. Falls ich meinen Sion aus irgendwelchen Gründen nicht mehr kriegen kann, habe ich schon sinnloser 500 € ausgegeben. Aber wie schon erwähnt wurde warten wir mal etwas ab und ich denke es werden sich noch einige wundern……….

  9. Ich hoffe Sono packt es. Das Auto ist genial. Allerdings nix für „Ego’s“. Die stören sich sogar an der Form eines Aussenspiegels.
    Auch der neue Preis ist ein Schnäppchen. Die Politik (ich würde anfragen bei Herrn Scheuer) sollte den ersten 10000 in jedem Fall die E-Auto Prämie zusichern. Das wäre das erste vernünftig e Zeichen welches von diesen Generationen von Verkehrsminister ausgehen würde!

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