Immobilienverband fordert: Elektromobilität in Mehrfamilienhäusern besser fördern

Bessere Förderung für Ladestationen in Mehrfamilienhäuser soll kommen

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 227547832

Im Vorfeld des Elektromobilitätsgipfels im Bundeskanzleramt hat sich der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. Steuerliche Anreize, Kaufprämien und die öffentliche Ladeinfrastruktur zu fördern allein reiche nicht aus, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen, wenn nicht auch die private Ladeinfrastruktur finanziell gefördert wird.

Obwohl die Bundesregierung einige Fördermaßnahmen aufgelegt hat, sind bislang nur knapp 35.000 Elektroautos auf den Straßen. Zu wenig Ladepunkte, zu lange Ladezeiten und zu geringe Reichweiten bremsen weiterhin das Kaufinteresse. „Zeit zum Umsteuern. Der Bund sollte endlich die private Ladeinfrastruktur in den Fokus rücken“, fordert der DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler in einer Mitteilung des Verbands.

„Allein in privaten Mehrfamilienhäusern gibt es mehr als vier Millionen Stellplätze für Pkw. Hier wäre eine zielgenaue Förderung angebracht. Kaum jemand wird ein Elektroauto kaufen, wenn der nächste Ladepunkt 500 Meter von der eigenen Haustür entfernt liegt und im Zweifel gar nicht frei ist. Wartezeiten oder das unbedingte Wegfahren nach erfolgter Ladung vom öffentlichen Ladepunkt schreckt den Verbraucher ab. Der Kunde will sein Auto zu Hause laden wie sein Handy oder Laptop.“ – Martin Kaßler, DDIV-Geschäftsführer

Die fehlende private Ladeinfrastruktur sei die „Achillesferse“ der Mobilitätswende, da das Potential von Mehrfamilienhäusern nicht im Ansatz ausgeschöpft werde. Das Stromnetz zahlreicher Mehrfamilienhäuser sei oftmals nicht für die dauerhafte Beanspruchung durch mehrere parallele Ladevorgänge ausgelegt, was neben der Komplexität der Beschlussfassung in Wohnungseigentümer-Gemeinschaften private Ladeinfrastruktur verhindert. In einem Positionspapier hat der DDIV dezidiert diese Punkte benannt und zudem darauf verwiesen, dass nach der Bundestagswahl eine umfassende Reform des Wohnungseigentumsgesetzes unumgänglich sei.

Der DDIV regte im Vorfeld des E-Mobilitätsgipfels im Bundeskanzleramt gegenüber Kanzlerin Merkel ein Anreizprogramm für die private Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern mit einem Volumen von 100 Millionen Euro an.

Quelle: DDIV – Elektromobilität scheitert an Mehrfamilienhäusern

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Immobilienverband fordert: Elektromobilität in Mehrfamilienhäusern besser fördern“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Diese News könnten dich auch interessieren:

Was Alfa Romeo in Sachen Elektroautos plant
Wie Polestar bis 2030 ein klimaneutrales Elektroauto bauen will
Wie ein deutscher Ingenieur das Luxus-E-Auto FF91 auf die Spur gebracht hat
1
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).