Randstad stellt Flotte komplett auf E-Antriebe um

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Daniel Krenzer
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Nachdem der Personaldienstleister Randstad seine Flotte in der niederländischen Heimat bereits auf elektrische Antriebe umgestellt hat, soll nun Deutschland folgen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

13.580 Fahrzeuge seien derzeit bei Randstad weltweit im Einsatz, 11,8 Prozent davon würden bereits mit erneuerbaren Energien angetrieben. Der niederländische Mutterkonzern habe seine Firmenfahrzeuge bereits umgerüstet. Bis 2030 werde nun die Randstad Gruppe Deutschland folgen und ihren Fuhrpark mit aktuell 1.800 Autos komplett auf E-Antrieb umstellen. „Das ist eine Maßnahme, mit der Randstad – ,Net Zero‘ bis 2050 erreichen will – also eine strengere Variante der Klimaneutralität, die den Fokus mehr auf die CO2-Reduktion legt“, schreibt das Unternehmen.

Teil der Nachhaltigkeitsstrategie

„Die Elektromobilität ist ein zentraler Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Sie zählt als Maßnahme zum Klimaschutz zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, an denen wir uns orientieren“, erklärt Cornelia Kriegisch, die als Projektverantwortliche bei der Randstad Gruppe Deutschland die Umstellung auf E-Mobilität koordiniert. Mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung habe die UN die Agenda für Nachhaltigkeit gesetzt. Randstad richte seine Nachhaltigkeitsstrategie an folgenden Schwerpunkten aus: Inklusive und gerechte Bildung, Geschlechtergleichheit, Menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, weniger Ungleichheiten zwischen den Ländern und Maßnahmen zum Klimaschutz.

Um den CO2-Verbrauch auch über die Fahrzeugflotte zu reduzieren, setze das Unternehmen auf ein Stufen-Modell. Seit 2023 stünden E-Modelle im Fuhrpark zur Auswahl, die Anzahl der Verbrenner werde ab 2024 sukzessive reduziert, zugelassen seien nur noch Wagen mit einer Ausstoß-Beschränkung von 140 Gramm CO2 pro Kilometer. Allerdings erreichen diese Werte auch Plug-in-Hybride, die ohne regelmäßiges Laden größeren Klimaschaden anrichten als reine Verbrenner. Ab 2026 sollen ausschließlich E-Autos verfügbar sein. „Unser Mobilitätskonzept bringt unseren Mitarbeitenden steuerliche Vorteile und auch Flexibilität“, erklärt Cornelia Kriegisch. Denn das Laden funktioniere mit einer stationären Ladestation von zu Hause aus: Einfach aufladen per Wallbox und zwischen privater und beruflicher Nutzung des E-Autos wählen. Unterwegs funktioniere das Aufladen mit einer Ladekarte für öffentliche Ladestationen.

Bahncard 100 als Alternative

Kriegisch führt weiterhin aus: „Unsere Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität dienen einem großen Ziel: Der besseren Ressourceneffizienz. Deshalb verfolgen wir eine ganzheitliche Strategie, die von E-Autos bis hin zur Bestromung unserer Gebäude mit grünem Strom reicht. Neue Standorte werden aufgrund ihrer zentralen Lage und Erreichbarkeit ausgewählt. Und mit unserem Homeoffice-Angebot reduzieren wir Fahrwege zusätzlich.“ Neben dem Umbau des Fuhrparks setze Randstad auch auf E-Bikes. 340 würden derzeit von Mitarbeitenden genutzt, 450 weitere sollen hinzukommen. Als Alternative zu einem Firmenfahrzeug hätten Mitarbeitende die Möglichkeit, eine Bahncard 100 zu nutzen.

„Unser Mobilitätskonzept ist ein wichtiges Investment in unsere Zukunft als Unternehmen. Denn Nachhaltigkeit hat großen Einfluss auf die Wahrnehmung und das Ansehen von Arbeitgebern“, sagt Cornelia Kriegisch. Die Studie „Randstad Arbeitsbarometer 2023“ verdeutliche das: 42 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland würden keinen Job akzeptieren, wenn sich das Unternehmen nicht proaktiv für die Umwelt einsetzt.

Quelle: Randstadt – Pressemitteilung vom 20.04.2023

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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