43,8 Prozent der Neuzulassungen mit alternativen Antrieben

43,8 Prozent der Neuzulassungen mit alternativen Antrieben
Copyright:

shutterstock / 173126828

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

43,8 Prozent aller im ersten Quartal 2023 in Deutschland neu zugelassenen 666.818 Personenkraftwagen verfügten über einen alternativen Antrieb, berichtet das Kraftfahrt-Bundesamt. Als alternative Antriebe wertet die Behörde dabei reine batterieelektrische Antriebe, Hybride, Plug-In-Hybride, Wasserstofffahrzeuge sowie Gasfahrzeuge. „Die Anzahl alternativ angetriebener Neuwagen lag damit um 4,7 Prozent über dem Ergebnis aus dem Vorjahreszeitraums“, schreibt das Kraftfahrt-Bundesamt.

Nahezu jeder fünfte Neuwagen (19,8 Prozent) war demnach mit einem Elektroantrieb (Vollelektro, Plug-in-Hybrid, Wasserstoff) ausgestattet. Die Anzahl der Fahrzeuge mit Elektroantrieb lag mit 132.345 Neuwagen um 12,7 Prozent unterhalb des Vergleichswertes aus dem Jahr 2022. Der Rückgang ist vor allem auf den Einbruch bei Plug-in-Hybriden zurückzuführen. Im Berichtszeitraum wurden 94.736 vollelektrische Pkw neu zugelassen – und damit 13,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Ihr Anteil an allen zugelassenen Fahrzeugen betrug demnach 14,2 Prozent.

Mercedes bei alternativen Antrieben vorne

Die meisten Neuzulassungen mit alternativem Antrieb erzielte im ersten Quartal des Jahres Mercedes mit 40.695 – und lag damit knapp vor Audi mit 39.963 Fahrzeugen. Rang drei belegt BMW mit 29.874 neu zugelassenen Fahrzeugen mit alternativem Antrieb. Bei den Importmarken führt Toyota das Feld mit 13.927 Fahrzeugen an. Es folgen Hyundai (12.952) sowie Fiat (11.420).

Den höchsten Anteil an alternativen Antrieben bei allen zugelassenen Fahrzeugen der Marke hatte Suzuki mit 99,8 Prozent. Die Japaner statten inzwischen quasi jedes Fahrzeug mit einem Hybrid-Antrieb aus. Ähnlich sieht es bei Volvo und Honda aus, die mit 97,5 sowie 92,5 Prozent auf den Rängen zwei und drei landen. Vor allem Volvo setzt dabei aber auch auf sogenannte Mild-Hybride, die nur einen sehr kleinen spritsparenden Effekt haben und lediglich als Unterstützung beim Anfahren dienen.

Bei den deutschen Herstellern weist Audi mit 65,8 Prozent alternativ angetriebenen Fahrzeugen den höchsten Wert auf. Auf Platz zwei folgt BMW mit 63,2 Prozent, auf Platz drei Mercedes mit 57,1 Prozent. Einen deutlichen Zuwachs im Vorjahresvergleich hat Porsche mit einem Plus von 46,3 Prozent aufzuweisen.

VW mit meisten elektrischen Fahrzeugen

Bei elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, also denen, die für ein E-Kennzeichen berechtigt sind, ergibt sich bereits ein anderes Bild. Hier lag im ersten Quartal Volkswagen vorne mit 16.446 neu zugelassenen Fahrzeugen. Auf Rang zwei folgt Mercedes mit 15.855 Fahrzeugen, dann folgt Audi mit 11.587 Fahrzeugen. Bei den Importeuren liegt hier Hyundai mit 6.091 Fahrzeugen vor Seat (5.511) und Volvo (4.548) an der Spitze.

Da in diesem Jahr nach Wegfall der Förderung deutlich weniger Plug-in-Hybride verkauft werden als zuvor, gibt es bei einigen Marken einen starken Rückgang der Neuzulassungen elektrisch angetriebener Fahrzeuge. So brach der Wert bei Mitsubishi um 91,2 Prozent ein, bei Honda um knapp 75 Prozent. Auch Ford (minus 61,8 Prozent) und BMW (minus 45,4 Prozent) spüren diesen Effekt deutlich.

Vollelektrisch ist Tesla eine Klasse für sich

Bei den neu zugelassenen vollelektrischen Fahrzeugen ist Tesla in Deutschland eine Klasse für sich. 20.655 Fahrzeuge wurden im ersten Quartal neu zugelassen. Dann folgt Volkswagen mit 13.443 Neuzulassungen, ehe eine weitere große Lücke klafft. Es folgen Audi (7.637) und Mercedes (7.298). Auf Platz zwei bei den Importeuren hinter Tesla schafft es Hyundai mit 5.394 Fahrzeugen.

Bei den Anstiegen und Rückgängen nach Marke gibt es starke Verzerrungen, weil zum Beispiel bei Toyota das erste vollelektrische Fahrzeug frisch auf den Markt kam oder bei Honda der Honda-e als derzeit einziges vollelektrisches Modell lange Zeit nicht lieferbar war. Auch Opel hat einen Rückgang der Zulassungszahlen vollelektrischer Modelle von mehr als 50 Prozent im Vorjahresvergleich zu verzeichnen.

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt, Pressemitteilung vom 19.04.2023

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Erste Ausfahrt im Range Rover Sport Electric

Erste Ausfahrt im Range Rover Sport Electric

Sebastian Henßler  —  

Erste Ausfahrt im Range Rover Sport Electric bei JLR in Gaydon: Wie sich der sportliche Stromer im Kreisverkehr, auf Schlaglöchern und im Flugzeug schlägt.

Range Rover: Die Luxus-Wette hinter der Elektro-Offensive

Range Rover: Die Luxus-Wette hinter der Elektro-Offensive

Sebastian Henßler  —  

Range Rover baut sich zum Luxushaus um: Wert statt Volumen, eigene Technik made in England und gut 80.000 Vormerkungen für ein E-Auto ohne bekannten Preis.

Ferrari Luce: So entsteht der erste Elektro-Ferrari

Ferrari Luce: So entsteht der erste Elektro-Ferrari

Zaid Hamid  —  

Ferrari fertigt den Luce in Maranello auf demselben Band wie V8- und V12-Modelle. Akku, Elektromotoren und Achsen entstehen ebenfalls im eigenen E-Building.

Smart #2: 290 km Reichweite und 20 Minuten Ladezeit

Smart #2: 290 km Reichweite und 20 Minuten Ladezeit

Daniel Krenzer  —  

Der neue Smart #2 schafft bis zu 290 km WLTP-Reichweite. Der 35,8-kWh-Akku soll in weniger als 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden.

Wie Südafrikas Autoindustrie um den Anschluss an die E-Mobilität kämpft

Wie Südafrikas Autoindustrie um den Anschluss an die E-Mobilität kämpft

Tobias Stahl  —  

Südafrikas Automobil-Chefs warnen: Ohne die richtigen politischen Anreize könnte das Land mit der nächsten Fahrzeuggeneration den Anschluss verlieren.

Elektromobilität in Indien: Das Geschäftsmodell entscheidet

Elektromobilität in Indien: Das Geschäftsmodell entscheidet

Sebastian Henßler  —  

Solarstrom kostet in Indien etwa halb so viel wie Strom neuer Kohlekraftwerke. Das Ziel für nichtfossile Kraftwerksleistung wurde fünf Jahre eher erreicht.

Geely sucht Partner für 1000-kW-Ladestationen in Deutschland

Geely sucht Partner für 1000-kW-Ladestationen in Deutschland

Sebastian Henßler  —  

Neben dem Ladenetz plant Geely laut internen Quellen für Anfang 2027 ein vollelektrisches D-Segment-Auto in Deutschland, dazu sechs neue Modelle im Jahr.