Fallende Preise bei E-Autos: BYD zieht ebenfalls nach

Fallende Preise bei E-Autos: BYD zieht ebenfalls nach
Copyright:

Chatchai Somwat / Shutterstock / 2248023209

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Viele Elektroautos werden nach dem von vielen scharf kritisierten plötzlichen Wegfall der Förderung in Deutschland zum Jahresbeginn günstiger. Nachdem unter anderem Renault, Volkswagen und Dacia zuletzt die Preise für zumindest einige vollelektrische Modelle mitunter massiv gesenkt haben, verkündet nun auch der chinesische Autobauer Build Your Dreams (BYD) deutliche Preisnachlässe. Wie Ecomento berichtet, profitieren davon Käufer der Modelle Atto 3, Dolphin und Seal.

Der BYD Atto 3 als Kompakt-SUV wird demnach etwa 15 Prozent günstiger und zu Preisen ab 37.990 Euro angeboten. An den Ausstattungsmerkmalen soll sich trotz der niedrigeren Preise nichts ändern. Den kompakten Dolphin gebe es nun ab 32.990 Euro, er werde etwa acht Prozent günstiger. Und auch die Limousine Seal werde um gut fünf Prozent günstiger und sei künftig ab 44.990 Euro zu haben.

Damit fallen die Preisnachlasse allerdings geringer aus als bei einigen Marktbegleitern. So hat Volkswagen seine ID-Modelle um mehrere Tausend Euro günstiger gemacht, auch der Renault Mégane sowie der neue Scénic werden nun deutlich günstiger verkauft als zunächst gedacht. Und beim Dacia Spring halbiert sich der Preis sogar nahezu: Der zugegebenermaßen fast nur für die Stadt geeignete Kleinwagen ist nun zumindest vorübergehend für Preise ab knapp unter 13.000 Euro zu haben.

Nachdem die Förderung für Elektroautos im Dezember kurzfristig weggebrochen war, wurde wieder intensiver über die Zukunft der Elektromobilität und bezahlbare elektrische Fahrzeuge für eine breitere Masse diskutiert. Offenbar haben zumindest einige Händler bei der Preisgestaltung noch Spielraum nach unten.

BYD hat im vergangenen Jahr erneut weltweit die meisten Elektroautos inklusive Plug-in-Hybriden verkauft und bei den reinen Elektroautos im vierten Quartal 2023 sogar Tesla vom Thron gestoßen. In Deutschland sind die Chinesen aber erst seit kurzer Zeit aktiv und auf den Straßen noch eher Exoten. Dies will BYD ändern und drängt massiv auf die europäischen Märkte, unter anderem mit Plänen für ein neues Werk in Ungarn, eigenen Autofrachtern für den Transport von Elektroautos nach Europa und den Marketing-Coup, die Fußball-EM in Deutschland zu sponsern.

Quelle: Ecomento – BYD reduziert Listenpreise um bis zu 15 Prozent

worthy pixel img
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in BYD Elektroautos

BYD: „Wir wollen an die Spitze der globalen Automobilindustrie“

BYD: „Wir wollen an die Spitze der globalen Automobilindustrie“

Joaquim Oliveira  —  

„Nur“ die weltweit führende Marke für Elektroautos zu sein, reicht BYD noch lange nicht. Der Konzern hat noch großes vor, so Vizepräsidentin Stella Li.

„BYD Speed“ statt Stillstand: Angriff auf den deutschen Markt

„BYD Speed“ statt Stillstand: Angriff auf den deutschen Markt

Sebastian Henßler  —  

Vom Aufbau der Marke bis zur Produktion in Ungarn: BYD Deutschlandchef Lars Bialkowski ordnet Wachstum, Herausforderungen und Ambitionen im Markt ein.

BYD startet Testproduktion in ungarischem E-Auto-Werk

BYD startet Testproduktion in ungarischem E-Auto-Werk

Laura Horst  —  

Der chinesische Autobauer BYD startet die Testfertigung in seinem ungarischen Pkw-Werk, während die Serienproduktion im zweiten Quartal anlaufen soll.

BYD und MG: Erobern sie nun den deutschen Automarkt?

BYD und MG: Erobern sie nun den deutschen Automarkt?

Daniel Krenzer  —  

Chinesische Autohersteller wie MG und BYD bauen ihre Präsenz in Deutschland langsam aus und erhöhen den Wettbewerbsdruck im Markt für Elektroautos.

BYD schnappt sich Teslas E-Auto-Krone

BYD schnappt sich Teslas E-Auto-Krone

Michael Neißendorfer  —  

Es hat sich schon länger angedeutet, nun ist es offiziell: BYD aus China hat Branchenprimus Tesla als weltweit größten Elektroauto-Hersteller überholt.

BYD Atto 2 PHEV: Kompakt-SUV mit klarer Hybrid-Strategie

BYD Atto 2 PHEV: Kompakt-SUV mit klarer Hybrid-Strategie

Wolfgang Gomoll  —  

BYD bringt den Atto 2 als Plug-in-Hybrid nach Europa. Bis zu 1000 km Reichweite sollen ihn für Diesel-Fahrer interessant machen. Wir sind ihn gefahren.

BYD feiert 15 Millionen produzierte E-Fahrzeuge

BYD feiert 15 Millionen produzierte E-Fahrzeuge

Michael Neißendorfer  —  

Dieser jüngste Erfolg rundet für BYD ein weiteres Jahr des Wachstums ab. Und es dürfte weiter aufwärts gehen.