Der BYD-Konzern hat Berichten zufolge die Testfertigung in seinem Pkw-Werk im ungarischen Szeged aufgenommen. Dies teilte Bürgermeister László Botka gegenüber Medien auf einer öffentlichen Veranstaltung mit. Die Serienfertigung im ersten europäischen Werk des chinesischen Autobauers soll im zweiten Quartal anlaufen.
Auch wenn der Hersteller auf der IAA Mobility im September noch verkündet hatte, noch vor dem Jahreswechsel mit der Produktion zu starten, liegt BYD nur wenige Wochen bzw. Monate hinter dem ursprünglichen Zeitplan. BYD-Managerin Stella Li teilte Ende vergangenen Jahres mit, dass zunächst nur die Bauarbeiten vor dem Jahreswechsel abgeschlossen würden, die Produktion aber im ersten Halbjahr 2026 starten solle.
Szegeds Bürgermeister erklärte, dass die Produktion über mehrere Jahre hinweg auf die geplante Kapazität von 200.000 Autos pro Jahr hochgefahren werden soll. Parallel dazu soll auch die Anzahl der Beschäftigten schrittweise erhöht werden. Laut dem Magazin Hungarian Conservative soll das Werk derzeit etwa 960 Mitarbeiter beschäftigen, darunter neben dem Großteil Einheimischer auch „hauptsächlich asiatische Gastarbeiter“.
Der chinesische Autobauer will in Ungarn zunächst den im Titelbild gezeigten Dolphin Surf produzieren. Das vollelektrische Auto mit kompaktem Erscheinungsbild soll laut einer Mitteilung des Herstellers „die in Europa für Europa gebauten BYD-Fahrzeuge anführen“.
Ungarn ist für BYD der Ausgangspunkt geworden, um in Europa zu expandieren. Bereits seit 2017 produziert der Hersteller dort seine Elektrobusse für den europäischen Markt und betreibt außerdem zwei Batterie-Montagewerke. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen sogar seine Europazentrale aus den Niederlanden in die ungarische Hauptstadt Budapest verlegt. An die Zentrale ist zudem ein Forschungs- und Entwicklungszentrum angeschlossen, das sich auf intelligente Fahrtechnologien und Elektrofahrzeugsysteme der nächsten Generation fokussiert.
Zusätzlich will BYD in diesem Jahr die Produktion in der Türkei aufnehmen. Die dort produzierten Autos sind dank einer Zollunion ebenso wie die in Ungarn hergestellten Autos von den EU-Sonderzöllen befreit. Von Insidern heißt es, die Chinesen planten bereits ein drittes Pkw-Werk in Europa, wobei sie Spanien als Standort im Visier hätten.
Quelle: Electrive – Erstmals Made in Europe: BYD beginnt in Ungarn mit Pkw-Testproduktion






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