BMW: „Heben Nachhaltigkeit auf radikal neues Niveau“

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BMW AG

Wolfgang Plank
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  —  Lesedauer 3 min

BMW hat sich ehrgeizige Ziele für die Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen gesetzt. Auf seiner Hauptversammlung kündigte das Unternehmen an, bis 2030 in Summe den Ausstoß von mehr als 200 Millionen Tonnen CO2 zu vermeiden. Das entspreche mehr als dem 20-Fachen der jährlichen CO2-Emissionen einer Millionenstadt wie München, heißt es in einer Mitteilung.

Ein klimafreundliches Auto entstehe nicht allein durch den Einsatz von Grünstrom, sagte BMW-Chef Oliver Zipse. „Wir müssen unsere Fahrzeuge vom ersten Tag der Entwicklung auf Nachhaltigkeit ausrichten: den Materialeinsatz für ihre Herstellung reduzieren und vor allem die Wiederverwendung und das Recycling von Anfang an mitdenken. Das ist angesichts steigender Rohstoffpreise nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein ökonomisches Gebot.“ Diese Aufgabe sei technologisch höchst anspruchsvoll – deswegen wolle BMW hier eine Pionierrolle einnehmen.

Bei den Modellen der Neuen Klasse ab Mitte des Jahrzehnts plant BMW, das Thema Nachhaltigkeit „auf ein radikal neues Niveau“ zu heben. So soll etwa der Anteil von recyceltem Stahl, Kunststoff oder Aluminium signifikant steigen. Eine besondere Rolle kommt laut Zipse dem Hochvoltspeicher zu: Seine Herstellung und die Produktion der Batteriezellen seien ausgesprochen energieintensiv und damit ein gewichtiger Faktor für die CO2-Bilanz eines jeden Elektroautos. Mit der neuen Generation von Batterien werde BMW den CO2-Fußabdruck – verglichen mit der heutigen Technologie – auf weniger als die Hälfte reduzieren. Gleichzeitig habe das Unternehmen den Anteil von Kobalt auf unter zehn Prozent gesenkt. Die E-Maschine komme vollständig ohne seltene Erden aus.

Zentrale Herausforderung sei es, Materialien in sehr reiner Form zu recyceln, so Zipse. Dazu müsse etwa das Bordnetz einfach auszubauen sein, um eine Vermischung des Stahls mit Kupfer aus dem Kabelbaum zu vermeiden. Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Zerlegung müssten schon in der Konstruktion der Fahrzeuge angelegt sein. So dürften etwa Verbindungen nicht geklebt werden, sondern müssten lösbar gestaltet sein.

Mit der neuen Ausrichtung wird nach Unternehmensangaben ein Kurs eingeschlagen, der deutlich ambitionierter sei als das Zwei-Grad-Ziel. Zusätzlich kompensiere BMW von diesem Jahr an die verbleibenden, eigenen CO2-Emissionen – auch bei Dienstwagen und Dienstreisen ein. Zipse: „Das bedeutet: Von 2021 an wird die gesamte Produktion der BMW Group inklusive ihrer weltweiten Standorte bilanziell vollständig CO2-neutral.

Wichtigster Faktor für die Reduzierung der Emissionen sei aber ein massiver Hochlauf der E-Mobilität. Aktuell biete BMW fünf vollelektrische Modelle an. In den kommenden Jahren folgten vollelektrische Versionen von 5er Reihe und X1. Hinzu kämen die 7er Reihe sowie der Nachfolger des Mini Countryman und weitere Modelle. Auf Basis aktueller Markterwartungen geht Zipse davon aus, dass 2030 mindestens 50 Prozent des weltweiten BMW-Absatzes aus vollelektrischen Fahrzeugen bestehen.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 12. Mai 2021

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Wolfgang Plank

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Franz Ottobren:

450K klingt in der Tat erst mal nach viel Geld.
Freilich muss man sehen, dass es hier wohl um einen langjährig im Unternehmen befindlichen Mitarbeiter geht mit wahrscheinlich sechsstelligem Jahreseinkommen. Dann entsprechen die 450K vielleicht 3-4 seiner Jahreseinkommen und er hat hoffentlich noch 20 und mehr Lebensjahre vor sich. Da relativiert sich manches.

Karlheinz Grunert:

Ich schmunzle auch über die Antworten und den aufgeregt einherkommenden Stil von „Elber“ ;) Aber inhaltlich hat er im Wesentlichen recht.

Elber:

Und im Übrigen noch wenn Familie Quandt mochte können die Morgen Mercedes Aufkaufen aber keine Angst die haben kein Interesse können sie alles Googlen wern sie mir nicht Glauben Gruss Elber.

Elber:

Hätten Sie so einen guten Arbeitgeber als BMW Sie wären Froh ich muss mir im Rentenalter keine Gedanken mit 60 mehr machen Sie vielleicht schon.

Elber:

Für Ihr RIP BMW wird es Länger geben als Sie so ein Mist immer schreiben wer is in denn Verkaufszahlen Nummer 1 BMW Arbeite seit 30 Jahre da beste Arbeitgeber fahren schon wieder Rekordzahlen jeder möchte kein Elektroauto und im Übrigen Liefern wir jetzt Wasserstoff Autos auch aus da is noch keiner so weit als mir Schönen Gruss vielleicht haben sie jetzt Ahnung u Schreiben keinen solchen Mist.

Elber:

Ihr schreibt immer solchen Mist Arbeite seit 30 Jahre bei BMW wir kommen denn Bestellungen gar nicht Hinterher.

Elber:

Bei 450000 hab ich keine Sorgen mehr

Hans Heker:

Die Ford-Ankündigung bezog sich nur auf den europäischen Markt. Und warten wir‘s mal ab, wenn‘s näherrückt, ob sie also dann wirklich auf den osteuropäischen, den südeuropäischen, den türkischen Markt im Neuwagensektor verzichten wollen und werden.
Volvo ist kein „großer“ Hersteller, er ist lediglich eine Marke in einem chinesischen Konzern.

Manni:

Ja –> siehe z.B.:

FordFord hat angekündigt, ab 2030 nur noch rein elektrische Fahrzeuge anbieten zu wollen.
VolvoVolvo Cars will aus dem Geschäft mit Autos mit Verbrennungsmotoren komplett aussteigen. Ab 2030 wollen die Schweden nur noch reine Elektroautos bauen und verkaufen.

Dieter Lettner:

Solange neue und fast neue, gebrauchstüchtige Batteriesets aufgrund von Haftungsfragen und Nachlässigkeit tonnenweise jede Woche in den Container wandern, ohne diese am Markt als Speicher zu verwenden oder anderen Verwendungen zuzuführen und keine ausreichenden Recyclingkapazitäten vorhanden sind, sind Aussagen zur Nachhaltigkeit und Umweltschutz nur Worthülsen ohne Wirkung.

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