Behörden bremsen durch Wartezeiten Nachfrage nach E-Auto-Prämie

Behörden bremsen durch Wartezeiten Nachfrage nach E-Auto-Prämie
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Mitte Juli konnten wir berichten, dass der Zuspruch für reine Elektroautos steigt unter Deutschlands Autofahrer. Anfang der Woche erfolgte dann die Info, dass über 20.000 Anträge auf den Umweltbonus, alleine im Juli 2020, gestellt wurden. Wie sich diese im Detail aufgeteilt haben, haben wir natürlich auch betrachtet. Doch nun kommt raus, dass es hätten noch weit mehr als 20.000 Anträge sein können; so zumindest die Autohändler.

Denn aus deren Sicht bremsen Verzögerungen in den Behörden die starke Nachfrage nach der neuen Kaufprämie für Elektroautos. „Da die Beantragung der staatlichen Förderung erst nach Zulassung erfolgen kann, hätte die Anzahl der Anträge sogar noch höher sein können – wären da nicht die hohen Wartezeiten und Bearbeitungsstaus bei vielen Kfz-Zulassungsstellen“, gab der Pressesprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Ulrich Köster zu verstehen. Auf der anderen Seite sagt Köster, dass die hohe Nachfrage „im Allgemeinen sehr gut“ von den Autohäusern bedient werden könne.

Hier gilt es allerdings auf die Details zu achten: „Jedoch variieren die Lieferzeiten je nach Fabrikat unterschiedlich stark“, so Köster weiter. Wie uns bekannt ist, sind die Lieferzeiten teils absichtlich so hoch, dass etwaige CO2-Vorteile ins kommende Jahr verschoben werden können. Dies wird auch weiterhin andauern, den generell sei die hohe Zahl an Anträgen als Folge der hohen staatlichen Förderung „erwartbar“ gewesen und dürfte auch andauern. Die hohe Anzahl an Umweltbonus-Anträgen im Juli erklärt sich Köster damit, dass „viele Autokäufer aufgrund der Mehrwertsteuersenkung die Auslieferung Ihres Neuwagens in den Juli verschoben haben.“

Nach Erhöhung der Kaufprämie ist die Zahl der Förderanträge auf ein Rekordhoch geklettert. So wurden im Juli 20.536 mal die sogenannte Innovationsprämie für ein E-Auto oder einen Plugin-Hybrid beantragt. Das war der höchste Stand seit Einführung der Kaufprämie im Jahr 2016. Seit Jahresbeginn seien 69.606 Anträge gestellt worden, 78,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Zentralverband kritisierte jedoch, dass sich die Situation für 15.000 bis zum 3. Juni auf Autohäuser zugelassene Fahrzeuge nicht verbessert habe. „Denn sie profitieren nicht von der erhöhten Innovationsprämie. Daher entstehen den Autohäusern im Zuge der aktuellen Förderrichtlinie Probleme bei der Vermarktung von bereits zugelassenen E-Fahrzeugen, weil sie durch die Innovationsprämie schlagartig abgewertet werden.“ Diesbezüglich hatte sich der ZDK bereits in einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gewandt. Eine Antwort steht allerdings noch aus.

Quelle: finanzen.net – ZDK: Wartezeit bei Behörden bremst Nachfrage nach E-Auto-Prämie

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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