NamX Wasserstoff-HUV mit Wechseltank aus Frankreich

NamX Wasserstoff-HUV mit Wechseltank aus Frankreich

Copyright Abbildung(en): NamX

Start-Ups im Bereich der Elektromobilität sind mittlerweile eher die Regel, als die Ausnahme. Meist dreht es sich hierbei um Batteriebetriebene Fahrzeuge. Der NamX HUV kommt vom gleichnamigen marokkanisch-französische Start-Up, präsentiert sich allerdings als Elektro-SUV mit wechselbaren Wasserstofftanks. Ein Konzept, welches man so nicht nicht gesehen hat, ab 2025 für um die 65.000 Euro auf den Markt kommen soll.

Das Modell trägt den Namen HUV, was für Hydrogen Utility Vehicle steht. Jedoch bringt das von Pininfarina designte Fahrzeug einen Teil seiner Wasserstoff-Tanks in Form von schnell austauschbaren Kapseln mit sich. Im Detail betrachtet besitzt der Elektro-SUV somit neben einem fest eingebauten Wasserstoff-Tank sechs tragbare Kapseln, welche im Heck unter dem Laderaum untergebracht sind. In nur 30 Sekunden soll ein Wechsel der Wasserstoff-Kapseln möglich sein, was dem HUV eine Reichweite von bis zu 800 km beschert.

NamX

Den Plänen von NamX zufolge soll der HUV im Jahr 2025 als Brennstoffzellen-SUV in Serie gehen. Geht es nach dem Start-Up mit marokkanisch-französischen Wurzeln und der Designschmiede Pininfarina spreche man von einem „neuen, vollständig dezentralisierten Modell der Energielieferung bei Bedarf“. Neben dem eigenständigen Wechsel sei wohl auch der Aufbau eines  Lieferdienst für Wasserstoff-Kapseln geplant, der dann die leeren Exemplare austauscht.

Die Preise sollen zwischen 65.000 und 95.000 Euro liegen – je nach Variante des NamX HUV. Zwei Versionen sind geplant: eine Einstiegsversion mit einem rund 220 kW starken Hinterradantrieb und ein 400 kW starker Allradler. In der Basisversion geht es in 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Die Allrad-Version mit der Bezeichnung GTH schafft den Normsprint in 4,5 Sekunden und hat eine Spitze von 250 km/h.

Auf der Website der Firma kann man sich schon jetzt als Interessent für den Wagen registrieren. Messepremiere hat der NamX HUV im Herbst auf dem Pariser Autosalon. Dann erfahren wir hoffentlich auch Genaueres zur Technik. Denn hierzu halten sich beide Unternehmen bedeckt. Zumindest steht fest, dass eine künftige Fabrik dort errichtet werden soll, wo sich nicht nur qualifizierte Arbeitskräfte finden lassen, sondern auch grüner Wasserstoff (hergestellt mit Hilfe von regenerativer Energie) eine Rolle spielt.

Quelle: NAMX – Pressemitteilung

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Kurzantwort: Aus-sichts-los!

Ein in der Tat sehr eigenartiges Konzept. Das man den Wasserstofftank auf einen fest eingebauten und 6 „Kapseln“ splittet. Der einzige Grund dafür der mir halbwegs sinnvoll erscheint ist der eines Gegenstücks zum alten Benzinkanister. Um quasi ne eiserne Reserve mitführen zu können die dann im Kofferraum mitgeführt werden kann und bei Bedarf eingespeist wird.

Wozu man das dann allerdings fest verbaut in 6-Facher Ausführung anstelle eines einzelnen „Einspeiseports“ wo man dann in so einem „Notfall“ die Kapseln durchwechselt um seinen Haupt-Tank zu füllen, weiß ich nicht.

Sehr eigenwillige Idee.

Eine völlig neue Lösung für ein nicht existierendes Problem – Bravo!
Den Investoren nochmals vielen Dank für den selbstlosen Einsatz – das Geld sehr Ihr allerdings nie wieder :-)

Da hat jemand das Problem mit den fehlenden Wasserstofftankstellen in Europa gelöst…XD
Die Reservekanister werden bestimmt per Diesellaster gebracht, sehr umweltschonend.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was der Kunde zu den Betriebskosten sagte…

edit: Ich habe mir gerade ein Video vom Prototypen angesehen. Die Lage der Kapseln sollte man nochmal überdenken. Also ich würde mich bei einem Heckaufprall äusserst unwohl fühlen.

Last edited 1 Monat zuvor by Silverbeard

Der Wechsel der Kapseln unter dem Laderaum soll in 30 Sekunden erledigt sein…
Da kommt aber fast zwingend bei längeren Strecken (Urlaubsreise!) noch das Ausräumen (und nachher wieder einladen) sämtlichen Gepäcks dazu, bis der Laderaumboden zugänglich ist…
In der Zeit würde ich persönlich lieber einen Kaffee trinken, während mein BEV an der Ladestation hängt. Zeitaufwand dürfte ungefähr gleich bleiben, aber das Heben der Kaffeetasse ist doch deutlich weniger anstrengend!

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