Xpeng setzt künftig auf LFP-Akkus für Xpeng P7 und Xpeng G3

Xpeng setzt künftig auf LFP-Akkus für Xpeng P7 und Xpeng G3

Copyright Abbildung(en): Robert Way / Shutterstock.com

Bereits im Januar konnte Xpeng Motors rund ein Fünftel des Gesamtjahresabsatzes von 2020 absetzen. Im Februar zeigte sich ein eher rückläufiges Bild. Doch damit hat man gerechnet. Die Auslieferungen im Januar und Februar 2021 zusammengenommen stellen eine Steigerung von 577% im Vergleich zum Vorjahr dar. Zudem will man mit dem Xpeng P7 und G3 mit Lithium-Eisen-Phosphat (LFP) Akku eine neue Zielgruppe ansprechen.

Betrachtet man den Februar 2021 für sich alleine, zeigt sich, dass Xpeng insgesamt 2.223 Fahrzeuge ausgeliefert hat, bestehend aus 1.409 P7, der Sportlimousine des Unternehmens, und 814 G3, dem beliebten smarten Kompakt-SUV von Xpeng. Obwohl der Februar einen Anstieg der Auslieferungen im Jahresvergleich verzeichnete, lag er unter den Verkaufszahlen des Januars. Das ist typisch für China und spiegelt den erwarteten saisonalen Rückgang der Auslieferungen aufgrund der Verlangsamung während des einwöchigen chinesischen Neujahrsfestes wider. Die Nachfrage nach den Feiertagen sei aber bereits wieder am Ansteigen.

Zudem habe sich Xpeng mit dem Batterielieferanten CATL zusammengetan, um die prismatischen Lithium-NCM-Batteriezellen mit zu entwickeln, die sie derzeit verwenden. Auch künftig wird es den P7 mit Batterien von CATL geben. Zusätzlich wird das Start-Up auch LFP (Lithium-Eisen-Phosphat)-Batterien als Option anbieten, die wiederum von CATL bezogen werden. LFP-Batterien haben ein geringeres Risiko des thermischen Durchbrennens, neigen zu einer längeren Lebensdauer und sind preiswerter, haben aber in der Regel eine geringere Reichweite und sind dafür bekannt, dass sie bei kalten Wetterbedingungen Schwierigkeiten.

Dennoch entscheidet sich Xpeng für den Einsatz von LFP betriebenen Stromern, um eine neue Zielgruppe zu erreichen. So soll es so sein, dass der P7 mit dem LFP-Batteriepaket eine NEFZ-Reichweite von 480 km bieten wird. Dies ist bekanntermaßen deutlich weniger als die 706 km Reichweite, die die reichweitenstärkste Version des P7 mit NCM-Batterien bietet. Somit werden Fahrer der Xpeng-Stromer künftig ihre Modellwahl noch ein wenig individueller Treffen können. Das Start-Up begründet den Schritt in diese Richtung auch mit der Tatsache, dass deren Fahrzeuge hauptsächlich für den Stadtverkehr genutzt werden. Der Reichweitenbedarf ist somit gar nicht so hoch.

Stattdessen legen viele chinesische Verbraucher mehr Wert auf intelligentere Funktionen im Auto wie intelligente Sprachassistenz, intelligentes Cockpit und navigationsgestütztes autonomes Fahren und sind bereit, eine geringere Reichweite als in den USA zu akzeptieren. Aus diesem Grund glaubt Xpeng, dass die LFP-Batterieoption für viele seiner Kunden die gewünschte Wahl sein wird. Zudem spricht ein günstigerer Einstiegspreis für die E-Autos, auch, wenn diese bisher noch nicht kommuniziert werden.

Quelle: Xpeng Motors – Pressemitteilung vom 01. März 2021

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Oh wahrscheinlich werden alle OEMs der Autoindustrie künftig mit den LFP Akkus arbeiten, um in günstigere Preissegment vorstoßen zu können.
Wenn die Lade Infrastruktur entsprechend ausgebaut wird, sind ja Reichweiten zwischen 300 – 400 km auch kein Thema – die wenigen Vertreter, die angeblich ohne Pause 800 km ballern müssen, können dann ja – bei entsprechend großem Geldbeutel) zu großen Lithium Ionen Batterien greifen.
(Lucid Air oder Tesla Plaid+)
Zeit ist (ja angeblich) Geld ! 😉

Die Schwierigkeiten im Winter hat Tesla ja mit einem entsprechenden Lade Management(OTA 🙂 ), bei dem die Batterie auf 40° vorgeheizt wird, eindrucksvoll in den Griff bekommen.
Siehe hierzu das neuere Video von Herrn Möller (Next Move)

Ich finde die LFP Akkus wirklich am besten. Sie sind sicher, extrem langlebig und man kann sie problemlos bis 100 % vollladen.

Last edited 3 Monate zuvor by Peter

„Ich finde die LFP-Akkus wirklich am besten.“

  • Sie sind sicher,
  • extrem langlebig und
  • man kann sie problemlos bis 100 % vollladen.

Jeden einzelnen Punkt 🙂 kann ich nach knapp 10-jähriger eAuto-Nutzung eines solchen LFP-Akkus im nur bestätigen. Kapazität noch ca. 95 %!

Bei kleinen „Vernunftautos“ stimme ich voll und ganz zu. Aber bei sportlich ausgelegten Fahrzeugen wie z.B. dem Model 3 SR+ kann ich es nicht verstehen. Das sind fast 200kg Mehrgewicht. Da gebe ich lieber ein paar tausend Euro mehr aus.

Kleine E-Autos mit (kleinem) LFP-Akku müssten mit Bonus für unter 10.000 Euro zu haben sein, also auf Kleinwagen-Verbrennerniveau – nur wer baut in der EU solche E-Autos in ausreichender Menge?

Bei kleinen E-Autos und Kurzstreckenfahrern genügen sogar 100 km Reichweite. Und wenn der Arbeitgeber eine Lademöglichkeit bietet, dann braucht der Fahrer nicht einmal eine eigene Wallbox.

Ein Citroen Ami (2 Sitze, 45 km/h – ab 15/16 Jahre) würde in der Stadt zwar genügen, aber das dünne Stahlrohrgestell ist etwas mickrig, so dass ich eher einen Microlino 2.0 (2 Sitze, 90 km/h) mit selbsttragender Karosserie aus gepressten Stahl- und Aluteilen bevorzugen würde.

Die neue Mia Electric aus Ungarn soll es erst 2023 geben – und sonst?

„[kleine E-Autos:]

Citroen Ami (2 Sitze, 45 km/h – ab 15/16 Jahre)

Microlino 2.0 (2 Sitze, 90 km/h)

Mia Electric

[…] – und sonst?“

25.778 Stück Wuling Hongguang Mini EV [Joint Venture GM–SAIC–GAG]

https://www.elektroauto-news.net/elektroautos/dartz-bringt-chinas-e-verkaufsschlager-unter-10000-euro-nach-europa

wurden laut Zahlen des Branchenverbands „China Passenger Car Association“
allein im Januar 2021 in China verkauft[Quelle: automobilwoche…de]

Ich vermute dieses Mini-E-Auto aus China wird es nicht zu uns schaffen. Da ist schon eher der Microlino ein Kandidat für E-Kleinstautos in Europa, er soll im Herbst produziert werden.

„…und sind dafür bekannt, daß sie bei kaltem Wetter Schwierigkeiten.“ Was? machen? vermeiden? bereiten? Gedankenspiel: bevor sich jemand über Inkompetenz, Schwächen gar Versäumnisse von Produkten auslässt, prüfe er doch bitte einmal selbst, inwieweit er bei der schriftlichen „Recherche“ Fehler vermeiden könnte. Deutsch-Leistungskurs, Gesamtschule Benz-Baracke – Note 4 minus.

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