Toyota hat kein Problem mit E-Autos; will diese nur bauen, wenn Nachfrage stark genug ist

Toyota hat kein Problem mit E-Autos; will diese nur bauen, wenn Nachfrage stark genug ist

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Toyota setzt weiter auf Nachhaltigkeit: Bis 2050 will der japanische Mobilitätskonzern ein klimaneutrales Unternehmen werden. Das Tempo, welches die Marke anschlägt ist allerdings alles andere als schnell. Zumindest, wenn man Vergleiche zu Mitbewerber am Markt zieht. Mit der Enthüllung des bZ4X SUV Concept, das den Weg zum ersten batterieelektrischen Toyota Fahrzeug seit Jahren für den US-Markt weist, das 2022 auf den Markt kommen soll, hat die Marke erste ernsthafte Absichten in Richtung batterieelektrische Mobilität kommuniziert.

Der bZ4X hat in etwa die Größe des Toyota RAV4 Prime Plug-in-Hybrid und wird eines von sieben Elektrofahrzeugen sein, die im Rahmen der Elektrofahrzeug-Submarke bZ (Beyond Zero) auf den Markt kommen. Bis 2025 will Toyota in Europa mehr als 55 elektrifizierte Produkte anbieten, darunter mindestens zehn Null-Emissions-Fahrzeuge. Der Absatz soll bis dahin auf 1,5 Millionen Einheiten und der Marktanteil auf mehr als sieben Prozent steigen. Mindestens 150.000 Fahrzeuge (10 Prozent) würden über einen batterieelektrischen oder einen Brennstoffzellen-Antrieb verfügen. Weitere 1,2 Millionen (80 Prozent) entfielen auf Hybrid- oder Plug-in-Hybridfahrzeuge. Damit werde der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge im Jahr 2025 bei mindestens 90 Prozent liegen.

Hört sich zunächst einmal gut an. Betrachtet man es allerdings ein wenig genauer, werden 85% der Modellpalette immer noch einen Kraftstofftank, einen Motor und ein Auspuffrohr haben. Dies klingt deutlich zurückhaltender, als andere Marken, welche verstärkt auf batterieelektrische Fahrzeuge setzen. In einer Sitzung mit der Presse im Toyota-Hauptquartier in Plano, Texas, versuchte der Geschäftsführer von Toyota Motor North America, Bob Carter, die Dinge richtig zu stellen. „Wir sind nicht gegen BEV“, verkündete Carter. „In der Tat verpflichten wir uns, mehr BEVs auf den Markt zu bringen.“

Allerdings überlasse die Marke den Kunden das Tempo zu gestalten. Lisa Materazzo, Group Vice President für das Marketing der Toyota-Division, argumentierte: „Der Kunde ist der Boss; er wird entscheiden, welche Technologie am besten zu seinen Bedürfnissen passt. Wir sind mit unserem Portfolio-Ansatz gut aufgestellt, um dorthin zu gehen, wo der Markt uns hinführt, und wir werden der Führung unserer Kunden folgen.“

„Damit die Industrie eine rein elektrische Zukunft erreichen kann, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Autoherstellern, Regierung, Händlern, Zulieferern und natürlich, was am wichtigsten ist, den Verbrauchern“, so Carter weiter. Toyota investiere weiterhin in neue Batterie-Systeme sowie in immer effizientere E-Motoren und verbesserte Leistungselektronik, heißt es. Gleichzeitig vertraue der Konzern weiterhin auf die Technologie wasserstoffbasierter Brennstoffzellen. Diese lasse sich nicht nur in Pkw und Lkw einsetzen, sondern auch in Zügen, Bussen, Schiffen, Flugzeugen sowie in Industrieanlagen.

Quelle: GreenCarReports – Toyota says it isn’t anti-EV, suggests it’ll build more EVs if demand exists

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Aus dem Artikel:

„… der Geschäftsführer von Toyota Motor North America, Bob Carter, [versuchte] die Dinge richtigzustellen (sp!). „Wir sind nicht gegen BEV […] wir […] überlassen den Kunden das Tempo zu gestalten“

Lisa Materazzo (Marketing der Toyota-Division):„Wir sind mit unserem Portfolio-Ansatz gut aufgestellt, um dorthin zu gehen, wo der Markt uns hinführt, und wir werden der Führung unserer Kunden folgen.“

Nur werden die Kunden von attraktiven eAutos dann eher keine Kunden von Toyota mehr sein …

Wir leben in der Zeit reduzierter Ansprüche mancher Automobilhersteller. Offensichtlich auch Toyota. Sie geben sich, wie BMW, damit zufrieden, den technologischen Entwicklungen nur noch hinterherzulaufen.
p.s.: Der Nachfolger meines I3 wird in drei Monaten kein BMW, weil es keine passenden Modelle von BMW gibt. Und es wird auch ganz sicher kein Toyota 😉

Meinen Sie allen Ernstes, das Sie wissen, warum das Gros ALLER Autokäufer ausgerechnet Toyota kauft? Der Ruf dieser Firma ist sogar bei den Konkurrenten gefragt. Haben Sie immer noch nicht bemerkt, dass die sogenannte Energiewende hoffnungslos gescheitert ist? Mit was wollen Sie dann mit BEVs noch punkten? Auf dem Weltmarkt ist Realismus gefragt und keine Träume.

ich höre BMW „es gibt keine Nachfrage nach E-Autos und wenn sie gebe könnten wir den Markt damit überschwemmen) von Toyota jetzt im Prinzip die gleiche Aussage wahrscheinlich hat das Nokia damals auch gedacht, falls es eine Nachfrage nach smartphones gibt bauen wir welche, nun das Erbegnis ist bekannt

Und was ist falsch daran? Die Nachfrage ist doch gerade erst am kommen und BMW bietet bis 2023 mindestens 12 BEV Modelle an.

wollen wir es für BMW hoffen das das nicht nur heiße luft ist wie beim I8 der sanglos und Klanglos beerdigt wurde von BMW

Der i8 war ein Leuchtturmprojekt. Genau wie der Z8. Die kommen und gehen.
Die angesprochenen 12 Modelle werden aber größtenteils in den normalen Modellreihen von BMW untergebracht sein.

Schade das BMW preislich leider nicht zu den arbeitenden E-mobilisten passt!

Ich prophezeie mal, dass in 10 Jahren schon in Europa kein ICE PKW mehr neu zugelassen werden wird.

Das ist ja nicht besonders ambitioniert. Bis 2025 wird es keinen Grund mehr für ICEs geben. Und dann geht es gegen 0. Ende des Jahrzehnts sind es sicher nur noch Restmengen – z. B. Ladas in Russland.

Das Gute daran ist, dann hat Mike ja auch eine große Auswahl an frei werdenden M- Modellen und kann schön mit Brum Brum und mit teuren e-Fuels durch die Gegend fahren 😉

Träumen sie nur weiter vom LaLa-Wunderland. Wenn es Fahrzeuge der Golf-Klasse ab 18.000€ mit 500km ECHTER Reichweite gibt, sprechen wir uns noch mal. Das mag irgendwann passierten, aber ziemlich sicher nicht in 10 Jahren. Bis dahin gibt es von den Volumenmodellen gerade mal die 2. Generation.

Ihre Glaskugel ist etwas merkwürdig verzerrt.

Heute fahren bereits nur unwesentlich größere Batterieautos herum mit über 600km „ECHTER“ Reichweite. Auch der VW ID.3 kann mit nahezu 500 km Reichweite bestellt werden.

Was den Preis anbetrifft sind Sie auch nicht auf dem Laufenden. Ein Golf kostet heute mindestens 20.700 € – in der Variante „Sparta“. Bestellt man ihn mit der Austattung eines ID.3, gibt sich das preislich nicht mehr allzuviel.

Sie zählen einerseits auf, was es bereits für (WLTP) Reichweiten in der Kompaktklasse gibt und rechnen dann andererseits Grundmodelle mit kleinem Akku vor. Was übrigens ein weiterer Negativpunkt der E-Mobilität ist, die Kasten-Gesellschaft bei der Reichweite. Nur wer einen sehr tiefen Geldbeutel hat, kann weit am Stück fahren. Darüber hinaus müssen BEVs ihren Verkauf bald aus eigenem Antrieb stemmen, wenn eine gewisse Menge jährlich verkauft wird. Das heißt, ohne Förderung. Ich habe absichtlich Golf-KLASSE Geschrieben. Einen Hyundai i30 z.B. gibt es ab 19.000€ und wer beim Händler nicht noch mindestens 15% rausholt ist selber schuld. Bei E-Autos gibt es kaum bis keinen Nachlass mehr, ist ja schon in der Prämie drin.
Ich spreche absichtlich von ECHTER Reichweite. Für mich zählt nur mein persönlicher Extremfall und der spielt sich im Urlaub mit Dachbox und Heckträger auf der Autobahn bei Richtgeschwindigkeit ab, öfter auch im Winter. Für den Tagesausflug in die Alpen stehe ich eh schon um 4 auf, ich werde nicht halb 3 draus machen.
Ich glaube nicht, dass meine Wahrnehmung verzerrt ist, diese ist nämlich frei von Ideologie.
Nichts gegen E-Mobilität, aber aus einen EQS heraus lässt sich natürlich leicht sagen: „ICUs müssen verboten werden“.
Dann sind wir noch gar nicht bei den Kleinwagen. Von Gutverdienern auch liebevoll „Stadtautos“ genannt. Völlig außer acht lassend, dass ein billiger Kleinwagen für viele das einzige Auto ist. Die müssen damit nicht nur zur Arbeit, sondern auch die Familie besuchen und in den Urlaub fahren. Geht mit einem i10 oder Yaris problemlos.

Last edited 4 Monate zuvor by Dagobert

Geht mit meinem E-Up auch problemlos. Dauert halt ein bisschen länger. Am letzten langen Wochenende bin ich insgesamt 840km gefahren. Davon 2 Strecken 270km am Stück. Das alles mit einem Energieverbrauch der 8,5Litern Diesel entspricht.

Es ist schon interessent, wie Leute ihr liebgewonnenes umweltschädliches Verhalten rechtfertigen und für ihre Befindlichkeiten nicht bereit sind Kompromisse einzugehen. Dabei hilft ein kleiner Perspektivwechsel um welche 1st world problems wir hier reden.

Es gibt ca. 1,5 Mrd Fahrzeuge weltweit. Das heißt, dass über 4 Mrd Menschen nicht mal den Zugang zu einem Fahrzeug haben. Manche begreifen scheinbar nicht in welcher Dekadenz wir hier eigentlich leben. Schon alleine der „Tagesausflug in die Alpen“. Sowas gibt es für einen Großteil der Weltbevölkerung nicht. Die kennen 15km um ihr Dorf, mehr nicht. Ein indischer Kollege witzelte neulich: „Die Welt hält vor Corona den Atem an, der Deutsche fragt sich, wann er endlich wieder in den Urlaub fahren kann“. Das ist so wahr.

Ich bin übrigens ein „Gutverdiener“ und habe mich bewusst für dieses minimalistische Auto entschieden. Weil es für unsere kleine Familie für 99% der Einsatzzwecke völlig ausreicht. Auch unser Sommerurlaub wird mit diesem Wagen bestritten. Dann muss ich halt unterwegs ne Stunde Pause machen. Na und? Ich habe Urlaub. Wir haben sogar einen Zweitwagen, einen Twizy. Auch der reicht für den Zweck. Ich vermute auch, dass ich mir irgendwann vielleicht mal einen Wagen mit mehr Reichweite kaufen werde, aber wirklich notwendig ist das nicht.

Farnsworth

Wir haben 2 Jahre in Südafrika gelebt. Wenn man das gesehen hat, kommt einem die Reichweitendiskussion und vieles andere hier extrem lächerlich vor. Leute seid froh, dass ihr überhaupt irgendwas fahren könnt, dass es hier fließendes Wasser gibt und genug zu Essen.
Damit das so bleibt müssen alle mal ihre unsinnigen Ansprüche etwas absenken. Das gilt auch für die Reichweiten von E-Autos.

Ich akzeptiere die Herangehensweise, habe vor der Konsequenz mit der Sie das angehen sogar Respekt und Anerkennung übrig. Aber den Blick über den Tellerrand muss man schon wagen. Die meisten Menschen sind nicht bereit sich derart stark einzuschränken.
Ich habe Frau und 2 Kinder, wir brauchen im Urlaub eine gewisse Menge Platz im Auto. In der Regel gehen wir nicht ins Hotel, sondern fahren weiter weg in ein Ferienhaus. Da hat man viel dabei: 2 E-Bikes, Fahrradanhänger für die Kids, Strand- oder Wintersachen, etc…. Wir haben eine Kombi der Kompaktklasse für diese Fahrten, einen Hyundai i30, und der ist immer bis oben hin voll.
Ich kann mir mittelfristig vorstellen ein kleines E-Auto für die alltäglichen Fahrten zu haben. Auch die 100km entfernte Familie lässt sich damit noch gut besuchen. Zusätzlich einen großen PHEV Als Zweitwagen und für Urlaubsfahrten. Die Momente wo man doch mal ein zweites Auto im Alltag braucht sind meist nur schnelle Fahrten zum Supermarkt und im Urlaub hat man mit Ladechaos nichts am Hut. Die Reduktion, die man damit in einer 4-köpfigen Familie erzielen kann ist schon massiv.
Wie es langfristig mit der Elektromobilität läuft, wird man sehen. Sie ist hier um zu bleiben, so viel ist klar. Aber die Batterietechnik braucht noch ein paar Jahrzehnte Innovation und Skaleneffekte um allen Menschen bezahlbare Reichweite in allen Fahrzeugklassen zu bescheren.
Das BEV komfortabler sind und erst mal besser fahren, muss man gar nicht diskutieren.

Ich fahre auch gerne in den Campingurlaub. Und wir nehmen dann auch allerhand Zeug mit. Da war unser Auris Hybrid Kombi immer total voll mit. Aber bei dem Kauf des E-Ups habe ich folgende Überlegung gemacht: Wenn ich denn man in den Campingurlaub fahre dann miete ich mir für den Zweck halt einen Transporter(in Zukunft hoffentlich auch elektrisch). 3 Wochen kosten dann halt 800 Euro. Na und? Für das Geld halte ich mir kein für den Alltag überdimensioniertes Auto, mit höheren Anschaffungskosten und höheren Verbrauchskosten. Mein E-Up hat einen von mir prognostizierten TCO von 0,15€/km. Bei 14.000km also eine Einsparung von 1.400€ pro Jahr zum Hybriden. Die kann ich auch für einen Miettransporter oder Mietfahrräder am Ferienort ausgeben. Mit 3 Personen ist es natürlich einfacher. Ein PHEV schleppt auf >90% der Strecken unnütz einen Verbrenner mit sich rum. Was spricht also gegen ein BEV was real 400km weit kommt und man macht auf der einen Urlaubsfahrt mal bewusst eine halbe Stunde Pause?

Neulich auf der Fahrt am Wochenende auch. Die 270km hätten wir evtl auch ohne Pause geschafft (wenn auch nur knapp). Aber nach 2 Stunden im dichten Reiseverkehr einfach mal Pipipause machen und ein Käffchen trinken war eher angenehm, als lästig.

Farnsworth

Kann man so machen ist richtig. Ich miete nicht gerne: Ich habe gerne passendes Zubehör für mein Auto, mache schon aus der Reifenwahl eine Wissenschaft und will einen Unfall mit Eis auf der Rückbank oder auch mal einen Kratzer mit einem Schulterzucken abtun können.
Das Argument mit dem zusätzlichen Verbrenner, den man mit rumschleppt, lasse ich nicht gelten. Ich würde Argumentieren, dass man bei einem mittelgroßen BEV viel mehr Akku mit sich rumschleppt den man fast nie braucht, als bei einem PHEV zusätzliches Gewicht durch den Verbrenner.
Wir haben neben dem Hyundai i30 einen BMW 225xe iPerformance. Der 225xe wiegt 1700kg, ein IONIQ 5 je nach Akku und Ausstattung 1900-2200 kg. Ich bin davon überzeugt, dass man bei einem PHEV ein sehr stimmiges Konzept hin bekommen kann mit einer guten Mischung aus Reichweite, Komfort und Verbrauch. Ich würde schätzen, dass wir unseren 225xe zu ca. 90% rein elektrisch fahren, und das obwohl der technisch wirklich nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist. Ich träume heimlich von einem E-Klasse 300de T-Modell (schmacht). Dazu noch ein Fiat 500e für den täglichen Gebrauch und alles wäre perfekt. Aber auch so kann ich die Tankfüllungen seit Anschaffung des 225xe letzten September immer noch an einer Hand abzählen. Vor allem kein Vergleich zu den ganzen Kurzstrecken, für die wir vorher den i30 genutzt haben. Über 9l 100/km genehmigt der sich im Winter dafür.

Achso der 225xe ist schon in Benutzung, das habe ich dann falsch verstanden. Dann würde ich gerne wissen wie hoch der Verbrauch ist. Mein Punkt mit dem Rumschleppen ist der: je größer der Akku, desto größer ist die maximale Rekuperationsleistung. Ebenso sieht der kleine Akku viel mehr Vollzyklen, als ein entsprechender größerer Akku. Ein entsprechend größerer Akku würde auch die elektrische Reichweite erhöhen. Logischerweise fährt man dann zu 100% elektrisch. Aber die „Horrorvorstellung“ unterwegs schnellladen zu müssen würde ja nur auf 1-2% der gefahrenen Strecken zutreffen. Ich habe das in der We.connect App nachvollzogen. Trotz nur 260km Reichweite liegt die Anzahl der Strecken die länger sind als die Reichweite bei mir unter 1%. Wobei deren Streckenanteil bei <10% liegt.

In einem Jahr 4 Mal am Schnellader halten zu müssen finde ich nicht so dramatisch (oder selbst wenn es 10 Mal ist) Mit einem Renault Zoe hätte ich noch nie den Schnelllader benutzen müssen. Aber die 10.000 Euro Aufpreis habe ich lieber anders investiert.

Farnsworth

Wir hatten diese Diskussion gerade: ein Freund von mir hat sich jetzt extra einen Sharan (Diesel) gekauft, NUR weil seine Frau vielleicht einmal im Jahr einen Pferdeanhänger ziehen will. Vom Platz her hätte sonst auch ein Kona o.ä. gereicht. Die Autos werden immer nach irgendwelchen seltenen Anforderungen dimensioniert und nämlicher Sharan wird wohl die meiste Zeit 1-2 Personen transportieren – ohne Hänger.
Ein Zugfahrzeug mieten wäre definitiv umweltfreundlicher und wohl auch günstiger gekommen.

Wir gehen gerade den umgekehrten Weg: der Sharan Diesel weicht einem E-Touran (Umbau) mit 40 kWh Akku. Bei den recht seltenen Langstrecken (> 200km) müssen dann halt Ladepausen reingerechnet werden. Will heißen, bis Hamburg bin ich dann eben 30 Minuten länger unterwegs.

Dagobert ist gefangen in seiner Ferienwelt und wird erst davon abweichen wenn ihn die Umstände dazu zwingen. Soviel ist sicher. Zumindest scheint er mittlerweile kapiert zu haben, dass die Elektromobilität gekommen ist um zu bleiben.

Last edited 4 Monate zuvor by Hiker

Sie gehen immer vom Istzustand aus. Ihre Kritik entspricht nicht der Realität. Sie gehen dauernd davon aus, dass sich nichts ändern wird in der Elektromobilität. Daraus schliessen dann auf die Zukunft.

Verfolgen sie mal die Entwicklung der letzten paar Jahre und urteilen sie dann. All ihre Ausführungen triefen vor Kritik und immer ist die Rede von Käufern mit sehr hohen Einkommen.

Abgesehen davon das die Leute immer grössere und teurere SUV kaufen, werden neue Technologien am Anfang immer erst im teureren Segment verkauft.

Seien das Computer, Fernseher, oder sonstige Waren. Das ist völlig normal. Normal ist auch, dass die Preise fallen werden sobald genügend Kunden das Produkt gekauft haben.
Ihre Kritik am BEV ist einfach nur lächerlich und entbehrt jeglicher Logik.

Na das versuche man mal bei 0 Grad, mit 4 Mann besetzt und Heizung an. Einfach nur lächerlichs Schönreden. Mit Realität hat das nichts zu tun.

Oder erstmal bei Vollmond! Während andere darüber fabulieren, warum das alles nicht geht fahren andere schon längst rein elektrisch und haben Erfahrung gesammelt.

Bei der Klimaerwärmung geht es auch nicht um „schön“. Es geht um Treibhausgasreduktion. Sonst wird es ziemlich schnell „unschön“.

Farnsworth

Was der Kunde will ist nicht das was Sinnvoll ist …
Das wusste selbst Henry Ford schon: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“

Wenn das so ist, sollte Tesla schleunigst ein paar Verbrenner auf den Markt bringen 😛

Aber mal was anderes: wir beschäftigen uns mit Wechselrichtern vieler Hersteller um sie in Elektro-Umbauten einzusetzen. Einen Toyota-Wechselrichter hat bis jetzt noch keiner kaputt gekriegt. Dafür aber umso mehr Tesla Wechselrichter. Also Leistungselektronik kann Toyota, dank Hybrid.

Das Problem ist:
bei Toyota ist das eher Elektronik und keine Leistungselektronik ihr bei Tesla 😉
H7 brennt auch nicht so lange wie H4 😉

Naja, klar schaltet ein Prius-Wechselrichter „nur“ 400A und einer von Tesla bis zu 1200A. Es ist aber in beiden Fällen Leistungselektronik und die hat Toyota nun mal robuster hinbekommen.

🙂

Es ist durchaus richtig, den Zeitpunkt so zu wählen, dass dann auch genügend Kunden vorhanden sind. Dieser Zeitpunkt ist aber nicht einfach zu treffen, weil man einige Jahre Vorlauf braucht.

So hatten die deutschen Konzerne der Kanzlerin versprochen, 2013 taugliche Elektroautos an den Start zu bringen. Wir erinnern uns: Damals verkündete Merkel, man wolle bis 2020 1 Million Elektroautos auf den Straßen haben. Sämtliche Autos wurden nicht gut verkauft. Zu teuer, zu kleine Akkus…bla…bla. Ende! Für BMW ein finanzielles Desaster, weil sie sich am Produkt verkünstelt hatten, VW baute nur in Kleinserie auf Verbrennerbasis, da hielt sich der Schaden in engen Grenzen und Mercedes hatte gleich alles von Tesla entwickeln und zuliefern lassen. Sehr überschaubarer Schaden.

Die nächste Offensive war logischerweise das erste Jahr der CO2-Strafprämie für Verbrenner. Das hatte VW das Jahr zwar mit Facelifts seiner beiden Elektro-Klassiker gerettet, aber seit 2016 zwei Plattformen entwickelt, die jetzt greifen. Mercedes kommt auch, hatte ebenfalls um 2017 die relevanten Entscheidungen getroffen. Nur BMW als gebranntes Kind zögerte…zögert. Hat noch keine echte, skalierbare Plattform. Ein Fehler, nicht technisch, sondern kaufmännisch.

Damit wollte ich sagen, es ist nicht einfach, diesen Change richtig zu datieren. Aber: Was spräche bei Toyota dagegen, wenigstens eine Plattform für Volumenmodelle zu entwickeln und sich Ressourcen zu sichern? Das wäre zumindest der halbe Weg. Ich fürchte aber, auch das hat man nicht gemacht. „Technologieoffen“, ist heute der Euphemismus für: „Wir hoffen, dass es vorüber geht.“. Geht es nicht!

Tja, ganz schlafen tun die Japaner nicht. Soviele Produktinsstandorte auf der ganzen Welt wie Toyota, hat kein anderer.Der Hybridanteil und auch der mit BEV und natürlich mit Wasserstoff ist leider immer noch bescheiden wie bei den meisten anderen auch in Europa.Aber sie stehen mit Gewehr bei Fuss mit Suzzuki zusammen.Lange werden sie nicht mehr zusehen wie ihre Kompatriotten Nissan,Mitsubishi und Honda elektrisch loslegen.
Aber Johannes , der Wanderer hat auch mehr Schuhverschleiss als der Stubenhocker.
Dass Toyota im E Bereich mit den nur kleinen Batterien bei denen ihrer Hybribs Prius und Camry s seit über 10 Jahren weniger Verschleiss hat als TESLA, sollte keine Frage sein.
Der Letztere hat auch keine Kolbenfresser.

Ach so – mal ganz aus der Hüfte geschossen:
Den Anspruch, dass ein Titelbild wenigstens ansatzweise etwas mit dem Thema zu tun haben sollte, hat man hier wohl nicht 😉
Und irgendwie agiert die Dame in die falsche Richtung…

Last edited 4 Monate zuvor by Gerd

Und warum baut dann Toyota nicht längst, supercoole, günstige Eautos? Der Markt ist längst da, was fehlt sind Eautos. Kunden warten noch immer monatelang, bis sie endlich ihr bestelltes Vehikel bekommen. Jedes gebaute Eauto wird verkauft. Die Wachstumsrate von 2020 auf Heuer 400%.

Nee, liebe Toyota-PR-Leute, ihr habt den Markt komplett verschlafen, ihr habt die Entwicklung verschlafen und eure Investoren müssen euch schon ermahnen endlich den Weg einzuschlagen, der so glasklar vor uns liegt.

Jeder der sich so ein Teil als Zweitwagen bestellt wird auch schnell fast alle Wege damit zurücklegen und dann feststellen, dass das Thema „Reichweite“ eins der am meisten überschätzten Themen der E-Mobilität ist.

Die meisten Autos legen überhaupt keine langen Strecken zurück. km-Fresser sind absolute Ausnahmen, die aber am lautesten schreien. Und auch die 800km Urlaubsfahrt, die die meisten im Kopf haben ist kein häufiges Ereignis und mit einem Akku für 450km mit einem oder 2 Ladestopps abzubilden. Viel wichtiger für die Langstrecke ist die Schnellladefähigkeit. Da hat Hyundai gezeigt, was im Massenmarkt gehen kann.

Farnsworth

PE, richtig in einigen Ländern. Das ist aber nicht der Weltmarkt.Ich bin mein Lebtag viel herumgekommen und reise heute noch. Nur wer mit eigenen Augen sieht, wie es woanders aussieht , weiss weshalb der E Anteil immer noch sehr bescheiden ist.
Wenn ich auch in einem dieser Ländern wohnen würde, hätte ich vermutlich auch keine PV Anlage auf dem Dach und kein BEV seit 10 Jahren.

Ich bin auch beruflich viel rumgekommen In Indien ist das Zweirad das häufigste Verkehrsmittel. In China hat man die Dinger schon weitestgehend elektrifiziert.

Ich gehe auch davon aus, dass man in China auf die Befindlichkeiten seiner Bürger keine Rücksicht nehmen wird. Die bauen massiv EE aus. Und sind auch bei der E-Mobilität vorne mit dabei. Wenn die morgen sagen, nur noch BEV, dann wird man da nichts anderes kaufen können. Denen ist auch egal wie unsere Konzerne das finden werden.

Farnsworth

Welche Autoversionen baut Toyota auf dem Weltmarkt eigentlich nicht? Was bitte hat der Gigakonzern denn verschlafen? Wohl gemerkt ich rede NICHT von Deutschland, dort wo der STROM irre Kosten verursacht. Für eine Energie-Wende die es gar nicht gibt, ja nicht geben kann.

Der Strom ist so irre teuer, dass ich trotzdem günstiger unterwegs bin, als mit dem Verbrenner. Total irre. Und 50% EE in 2020 im Strommarkt zeugen auch nur von keiner Energiewende, wenn man die Augen ganz fest zu macht. Dass man sämtliche Emissionen aus dem Verkehrssektor erledigt hat, wenn man 120% erreicht hat und alles elektrifiziert … Geschenkt. Bleibt noch die Wärmewende.

Es gibt viel zu tun, aber wir brauchen keine „Geht nicht!“-Schreier, sondern Leute die sagen „Packen wir es an!“.

Farnsworth

Last edited 4 Monate zuvor by Farnsworth

So falsch könnte Toyota nicht liegen. Die produzieren für den Weltmarkt und ob hier in absehbarer Zeit der Marktanteil von BEVs die Schwelle von 20% überschreitet steht in den Sternen. Wer nicht zu Hause laden kann wird sich zweimal überlegen einen BEV anzuschaffen. Und zumindest die kommenden Jahre werden BEVs teurer sein.

Wir können uns klimatechnisch keine Verbrenner mehr leisten. Folgt man de. Rat der Wissenschaft dürfte man ab 2025 keine neuen Verbrenner mehr zulassen. Und zwar global!

Farnsworth

Ja also , dann aber andere Energiegesetze her, wo sich der Bürger nicht fürchten muss dass er alles selber zahlen muss und gar nicht kann. Zumindest so fassen das die Meisten auf……

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