KfW-Wallbox-Förderung: Anträge für 470.000 Ladepunkte gestellt

KfW-Wallbox-Förderung fast halbe Mio. Anträge gestellt; mehr Förder-Mio.

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Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) blickt aktuell auf mehr als 470.000 Anträge auf Förderung einer privaten Ladestation, wie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) Anfang Mai 2021 zu berichten weiß. Die Nachfrage scheint ungebrochen, daher fällt auch die Entscheidung die Fördermittel abermals aufzustocken.

Die Förderung privater Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden wird noch einmal um weitere 100 Millionen Euro aufgestockt und damit erneut verlängert. Damit schaffe Deutschland einen großen Schritt für die private Ladeinfrastruktur. Insgesamt steht nun eine halbe Milliarde Euro an Bundesmitteln zur Verfügung.

„Wir wollen mehr Klimaschutz, mehr saubere E-Autos auf unseren Straßen und mehr Nutzung von Ökostrom. All das erreichen wir mit unserem höchst erfolgreichen Programm für private Lade-Wallboxen. Schon jetzt fördern wir rund 470.000 neue Ladepunkte. Wir stocken den Topf jetzt noch einmal um weitere 100 Millionen Euro zusätzlich auf. Insgesamt nun eine halbe Milliarde Euro für die Ladeinfrastruktur zu Hause. Die enorme Nachfrage nach dem 900-Euro-Zuschuss zeigt, dass wir mit unserem Programm goldrichtig liegen.“ – Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister

Wir erinnern uns: Am 24. November startet das bereits Anfang Oktober angekündigte Förderprogramm für die Installation privater Ladestationen an Wohngebäuden. Pro Ladepunkt gibt es über ein Zuschussprogramm der staatlichen Förderbank KfW pauschal 900 Euro. Mitte Februar seien rechnerisch schon 214 Millionen Euro des eigentlich auf 200 Millionen Euro angesetzten Fördervolumens vergriffen. Der Bund reagierte entsprechend und stockte das Fördervolumen auf 300 Millionen Euro auf. Nicht einmal einen Monat später werden weitere 100 Millionen Euro in den Fördertopf zugeführt. Insgesamt stehen dafür jetzt 400 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung. Nun hat das BMVi um weitere 100 Millionen Euro erhöht.

In der Vergangenheit konnten wir erfahren, dass die Anträge in der Regel problemlos bewilligt werden, wenn die Antragsvoraussetzungen vorliegen. Die Auszahlung der Fördersumme erfolgt aber erst dann, wenn innerhalb von neun Monaten nach Antragstellung sowohl der Kauf der Wallbox als auch die Installation und Inbetriebnahme anhand von Rechnungen nachgewiesen werden können. Alleine die Anschaffung der Wallbox reicht nicht aus.

Für den KfW-Zuschuss gelten einige Grundvoraussetzungen: Die Wallbox muss fabrikneu sein, eine Ladeleistung von 11 kW aufweisen, fest verbaut sein und auf der Liste der geförderten Ladestationen der für die Auszahlung zuständigen KfW-Bank aufgeführt sein. Zudem muss der Ladepunkt – mit Blick auf die Netzdienlichkeit – intelligent und steuerbar sein. Der Strom, den er ans Elektroauto abgibt, muss nachweislich Ökostrom sein. Die Förderung muss beantragt werden, bevor die Lade­station bestellt wird, und wird erst nach Abschluss des Vorhabens ausbezahlt.

Hinsichtlich der Auszahlung der tatsächlichen Fördersumme hat sich die KfW nicht äußern wollen. Vermutungen legen nahe, dass ein Teil der bewilligten Mittel verfallen wird, weil die Installation nicht innerhalb von neun Monaten erfolgt ist. Vor allem in Mehrfamilienhäusern könnte dies daran scheitern, dass die erforderlichen Beschlüsse nicht rechtzeitig gefasst oder die Installationsarbeiten nicht abgeschlossen werden. Bekannt ist lediglich, dass rund 385.000 Anträge für rund 470.000 Ladepunkte eingegangen sind.

Quelle: BMVi – Pressemitteilung vom 04. Mai 2021

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Viele lassen sich auch schon mal eine Wallbox installieren, obwohl sie noch kein E-Auto haben. Aber so ist die Hemmschwelle zur Anschaffung geringer.

Farnsworth

Als Hausbesitzer wäre man auch dumm, wenn man das nicht machen würde.
Habe auch zwei setzen lassen, obwohl ein E-Auto frühestens gegen Ende des Jahres in Aussicht ist.

So sieht es aus. Wenn man es geschickt anstellt, ist das Ding am Ende gratis. Und wer weiß wie lange es die Förderung noch gibt. Auf der anderen Seite wird man wohl auch E-Auto kaufen, wenn man schon eine Wallbox hat. Früher oder später zumindest.

Ganz genau. Bis jetzt war einfach noch kein passendes Modell für mich dabei. Die Auswahl wächst aber ständig.

Last edited 5 Monate zuvor by Mike

Einen Antrag habe ich auch schon gestellt. Nur noch niemanden gefunden, der mir auf absehbare Zeit eine einbauen kann…

Man hat ja 9 Monate Zeit

Und was währe den, was es auch schon gibt, wenn ich meine Wallbox mit einer Community teile auf Gegenseitigkeit wo es möglich ist! Aber rechtlich ein Geschäft wenn ich was dafür bezahle, ist nicht so einfach, würde aber auf einen Schlag eine Menge Lademöglichkeit bringen.

Ist nach der KfW-Förderrichtlinien nicht zulässig.
Man darf nur sein „eigen benutztes“ Auto laden.
Wenn man also kein eigen benutztes E-Auto hat, darf niemand an der Ladestation laden.
Politik soll verstehen wer will, ich habe manchmal Probleme

Last edited 5 Monate zuvor by Highforest

Jeder Mieter ist blöd wenn er für sowas nur 1 Euro ausgibt. Kauft den Juice booster der ist mobil minehmbar, und an jeder Steckdose 230 bis 380 Volt ansteckbar. Alle Stecker sind dabei.An bestehenden Wallboxen könnt ihr trotzdem anstecken. Auch auf Parkplätzen wie Autobahnen oder Einkaufszentren, da genügt das Typ ll Kabel. Aufpassen beim Autokauf, dass dies dabei ist..

Juice booster mobil mitnehmbar. YES! ‚Nen Juice nehme ich in jedwede Bar mit, allein schon deswegen, weil es ordentlich boostet! Knallchargen! Was ist ein Juice Booster?

Jucie Booster ist grundsätzlich eine feine Sache. Den gibt es mittlerweile auch mit Gehäuse. Er bleibt entnehmbar, erfüllt so aber die Anforderungen an eine Förderfähige Wallbox. Ich habe mich trotzdem für eine einfach Wallbox (Wallaby Eco) entschieden.

Ach so, schade, stimmt da gab es zu viele Auflagen, zum Glück hab Ich schon voriges Jahr einen go-e charger montiert plus Kabelsortiment, von 1 kWh bis 22 kWh geht alles. Da freut sich die ZOE.

Ja, der Scheuer von der CSU redet was von Wallboxen, Infrastruktur für Wallboxen und Ladesäulen und der Kanzlerkandidat seiner Schwesterpartei Laschet, redet was von Elektroauto ist nicht die Zukunft (fährt selber ein E-Auto), man „müsse Technologieoffen bleiben“…..Herrlich wie sich diese Parteien und deren (vor allem Herren) in Grund und Boden reden, vor einer so wichtigen Bundestagswahl wie die im Sept. diesen Jahres! Wer hat das (fast alles) vorangetrieben? Ńur eine Partei, mit einer Frau als Kanzlerkandidatin dieses Jahr, die frischen Wind insbesondere in der Energiewende verspricht und auch halten wird….Der weitere Vortrieb in Sachen Infrastruktur von Wallboxen, Ladesäulen (hoffentlich endlich vereinheitlicht was das Bezahlen angeht) wird nach einem Herrn Scheuer, durch seinen Nachfolger erfolgen. Ebenso als Wirtschaftsminister ein Herr Wissing von der FDP, den ich mir in einer Regierung aus Grüne, FDP und ? wünschen würde.

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