WeShare – Expansion wird erst einmal verschoben

WeShare - Expansion wird erst einmal verschoben

Copyright Abbildung(en): WeShare

Volkswagen ist im Juli 2019 mit WeShare in Berlin ins Carsharing-Geschäft eingestiegen. 1.500 e-Golf-Elektroautos bilden die Vorhut einer immer größer werdenden komplett elektrischen Flotte, die ausnahmslos mit Grünstrom betrieben wird. In einer späteren Ausbaustufe sollen neben dem e-Golf noch der VW ID.3 sowie der VW e-Up! zum Einsatz kommen. Nach Berlin zieht es den Free-Floating-Carsharingservice von Volkswagen und ŠKODA 2020 in sieben weitere Städte in Deutschland und im europäischen Ausland. So zumindest der Plan Anfang Januar 2020. Doch dann kam die Corona-Krise.

Und Corona hat auch die Expansionspläne von WeShare durcheinander gebracht. „Es werden sich einige der geplanten Städtestarts von diesem ins kommende Jahr verschieben“, sagte Hauptgeschäftsführer Philipp Reth. Welche geplanten Standorte das betreffen wird, soll im 3. Quartal entschieden werden. „Wir haben ein sehr hohes Maß an Planungsunsicherheit. Wenn wir noch mal in harte Lockdown-Szenarien reinrutschen sollten, dann würde das erneut einen ganz erheblichen Einfluss auf das Mobilitätsverhalten in Ballungsräumen haben“, so der Geschäftsführer von WeShare weiter.

Angedacht war, dass  bis Ende des Jahres die weitere Expansion nach Paris, Madrid, Budapest, München und Mailand gestartet wird. In allen Städten wird WeShare eine vollelektrische Flotte aus rund 8.400 E-Fahrzeugen anbieten. Nachvollziehbarerweise wird man in Prag und Budapest mit ŠKODA kooperieren und unter anderem den ŠKODA CITIGOe iV zum Einsatz bringen. In den anderen Metropolen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien kommen neben dem e-Golf auch der e-up! und zum Ende des Jahres der ID.3 von Volkswagen zum Einsatz.

Festhalten lässt sich dennoch, dass Reth das Carsharing-Modell, trotz der Unsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie, als Krisengewinner sieht. Zwar sei zunächst aufgrund der Kontaktbeschränkungen auch die Nutzung der eigenen Flotte stark gesunken. „Doch inzwischen liegen die Auslastungswerte sogar über den Werten von vor der Corona-Krise“, sagte Reth. Viele Verbraucher hätten sich im Auto sicherer gefühlt als im Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV).

Auch das Nutzerverhalten der eigenen Kunden habe sich während der Krise verändert. Vor allem die Nutzungsdauer der Fahrzeuge habe sich verlängert: Kunden liehen die WeShare-Autos inzwischen auch zum Einkaufen. Ab Sommer will das Unternehmen in Berlin deshalb ein Abomodell testen, wie es für Fahrräder bereits von Start-ups wie Swapfiets oder Vanmoof angeboten wird. Die Autos könnten dann für mehrere Wochen oder Monate ausgeliehen werden. Hier spielt WeShare sicherlich auch in die Karten, dass es derzeit finanziell schwierige Situationen in den Haushalten gibt. Durch ein Abomodell könnten Verbraucher die Autos dann auch entsprechend schnell wieder los werden.

Blick zurück: Aber auch bei WeShare gilt: “Es ist nicht alles Gold was glänzt”. Denn was als gut durchdachte Idee eines Free Floating Carsharing-Anbieters gestartet ist, stößt durchaus auf Herausforderungen im Alltag. Dies zeigt sich dadurch, dass die “Ladesäule-Blockierer” nicht ganz so positiv in Berlin angenommen werdenWeShare hat im September hierzu ein Statement abgegeben. Und dennoch schien die Situation im November/ Dezember unverändert. Daher haben wir erneut versucht ein Bild beider Seiten zu zeichnen. Mit Fabian Krohn, Business Development Manager bei WeShare, hatten wir uns dann noch im Dezember zur aktuellen Lage, Pläne und auch zur Expansion von WeShare in Europa unterhalten.

Quelle: Automobilwoche – Corona-Krise: WeShare verschiebt Expansion

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We share Expansion und die Angst vor einer 2. Corona Welle verursachen die selben Auswirkungen . Die Mobilität sinkt und dem Klima tuts gut.
Natürlich, katastrophale Zukunft der ges. Autoindustrie samt Zulieferer ausser Tesla. Weshalb hat man auf Umweltaktivisten nicht gehört? Jetzt kommt die Quittung für die Arbeitsplätze. Firmen die jetzt nicht untergehen wollen müssen handeln. Da braucht es unpopuläre Massnahmen. Da kann keine Gewerkschaft helfen.

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