Tesla Cybertruck: „Nur“ über 200.000 statt 750.000 Vorbestellungen laut Musk

Tesla Cybertruck: "Nur" über 200.000 statt 750.000 Vorbestellungen laut Musk

Copyright Abbildung(en): Tesla

Die Enthüllung des Tesla Cybertruck hat für Aufsehen gesorgt. Sprachlosigkeit machte sich teilweise aufgrund des sagen doch sehr ausgefallenen Designs breit. Kurz darauf sollen bereits über 200.000 Reservierungen eingegangen sein. Gut sieben Monate später sollte laut einem Bericht von Wedbush die unglaubliche Zahl von 700.000 Reservierungen für Teslas Cybertruck erreicht worden sein. Jedoch ist dem nicht so, wie Tesla-CEO Elon Musk nun zu verstehen ab.

Musk gab in einem Interview mit „Automotive News“ zum Besten, dass die Anzahl der Reservierungen für den E-Pickup aus dem Hause Tesla bei über 200.000 liege. Passt also nicht ganz zusammen, zu den Werten, welche vor dem Interview durchs Netz schwirrten. Vor allem, da der Tesla-CEO nach der Vorstellung des Cybertrucks selbst bereits von über 250.000 Vorbestellungen sprach. Seitdem hatte sich Tesla allerdings auch nicht mehr offiziell zu diesem Thema geäußert.

Den Cybertruck kann man sich bereits für 100 US-Dollar reservieren, wobei diese 100 US-Dollar vollständig rückerstattungsfähig sind. Sprich, der Cybertruck kann ohne viel Risiko reserviert werden, muss dann aber nicht endgültig auch zu einer gültigen Bestellung führen. Wie man nun auch gemerkt hat. Denn sollte es in der Tat so sein, dass über 700.000 „Vorbestellungen“ eingegangen waren, man aktuell aber „nur“ bei über 200.000 steht, wurde der Großteil durch die Cybertruck-Vorbesteller storniert. Dies stellte Musk jedoch nicht klar.

Dafür gab Musk zu verstehen, dass eine kleinere Version des Cybertrucks – etwa für Europa – „sehr wahrscheinlich“ sei. Bereits im November 2019, also kurz nach der Vorstellung des normalen Cybertrucks, hatte Musk angedeutet, dass es „langfristig wahrscheinlich sinnvoll“ sei, auch eine kleinere Version des Cybertrucks anzubieten. Wie viel kleiner beziehungsweise kompakter der Cybertruck in der europäischen Version ausfallen wird, wurde vonseiten Musk nicht weiter kommentiert.

Tesla gab zuletzt zu verstehen, dass er plant, die beiden höherwertigen Versionen des Cybertrucks Ende 2021 auf den Markt zu bringen. Die Einzelmotor-Variante des Cybertruck soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Wie viele Cybertrucks Tesla pro Jahr bauen möchte wurde bisher nicht offiziell bestätigt.

Quelle: Electrive.net – Weniger Vorbestellungen für den Cybertruck als vermutet

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Der Cybertruck ist ein Gag für Amis – falls ein Exoskellet in Europa zugelassen wird, könnten wir auf jegliche technische Überwachung verzichten – absolut lebensgefährlich für andere Verkehrsteilnehmer. Beim Semi siehts aber ganz anders aus: da passt plötzlich alles, bis hin zur mitbestellten 1MW-Ladesäule – diese steht am Beladeplatz des Zentrallager, unterliegt keiner Ladesäulenverordnung, keinem Eichrecht und der Strom dafür kann ebenfalls auf günstigstem Weg selbst besorgt / hergestellt werden. Wärend BEVs übersichtlich zunehmen, werden 50℅ der Dieselbrummis gefühlt über Nacht verschwinden. Tesla wird die Nachfrage des Semi über Jahre bei weiten nicht decken können.

Einen schnellen Rückgang der Brummis sehe ich so noch nicht. Die Autobahnen sind ein rollendes Frachtlager auf denen viele osteuropäische Billiglöhner Ware quer durch Europa verschieben. Die hohen Investitionskosten, (Man denke nur an die unselige Totwinkelgeschichte, hier werden wegen durchaus überschaubaren Summen jährlich dutzende Tote hingenommen) die geringe Verfügbarkeit, und natürlich die Reichweitenangst (Nicht die Distanz zwischen zwei Ruhezeiten, sondern die zwischen zwei spritgünstigen Ländern soll überbrückt werden) werden da noch ein wenig bremsen.

Die feuchten Träume der Spediteure liegen in etwas weiterer Zukunft, wenn der autonome Elektrotruck ohne Kostenfaktor Fahrer möglichst 24/7 auf der Strasse ist. Ich sehe eher den Zulieferverkehr im schnellen Umbruch. Im städtischen Umfeld sind leise, lokal emissionsfreie Fahrzeuge schon cool, die Verbrenner kämpfen hier auch mit hohem Verschleiß und Verbrauch. Hier hängen die Trauben deutlich tiefer, hier wird zuerst geerntet.

Exzellenter Kommentar. Und so wird es auch kommen.

200’000 oder 700’000, was solls, kein Problem! Niemand erwartet, dass das was Tesla bzw. E.M. sagt, etwas mit der Realität zu tun hat. Er ist ein begeisternder Visionär, aber das mit dem Unterschied zwischen Realität und Wunschdenken war nie seine Stärke.

Nur noch zwei kleine Hinweise: Antrag von Sonntagfahrerlaubnis für E-LkW ist in Prüfung und Maut wird nach Schadstoffausstoß bemessen. Nachtrag: ich sprach von 50%, also Liefer- nicht Transitverkehr. Wie lange sich Deutschland noch gegen Transit per Bahn wehren kann, wird sich zeigen. Deutsche Autobahblödelei trifft mich persönlich glücklicherweise kaum.

Diese Diskussion geht sowieso an der Realität vorbei. Deutsche Autobahnen werden doch mit Oberleitungen ausgestattet!1!11

Über 200.000 Reservierungen sind für Tesla eine ganze Menge (und würde übrigens auch 700.000 als Möglichkeit einschliessen), gerade für dieses aussergewöhnliche Styling. Zur Erinnerung, 2019 wurden insgesamt 365.000 Fahrzeuge verkauft. Auf dem amerikanischen Markt ist das auch eine durchaus erreichbare Zahl. Schliesslich werden dort jedes Jahr fast 3 Mio. Pickups verkauft.
Mit Absicht wurde ab 250.000 die Möglichkeit zur Reservierung begrenzt (die Möglichkeit war auf der Homepage nicht mehr erreichbar).
Erwartungen zu übertreffen ist immer besser als sie nicht zu erreichen. Tatsächlich werden wohl viele Interessierte die Reservierung zurückziehen, wenn ihnen die Markteinführung zu lange dauert. Das war beim Model 3 ähnlich. Die wenigsten Käufer haben die finanziellen Möglichkeiten die ungewisse Länge der Wartezeit zu überbrücken.

Es ist schon erstaunlich dass man so viele Kisten mit Lego Design verkaufen kann.
Es ist inzwischen wie bei Mercedes.Wenn das Logo des herstellers drauf ist kann man auch motorisierte
Bierfässer verkaufen.

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