Volkswagen Konzern Komponente richtet E-Mobilität zukunftsfähig aus

Volkswagen Konzern Komponente konzentriert sich auf E-Batterien
Volkswagen AG

Zum 01. Januar 2019 richtet der VW Konzern die Volkswagen Konzern Komponente neu aus und stärkt somit die eigenen, hausinternen Zulieferer von unter anderem Motoren, Getrieben, E-Antrieben, Lenkungen oder Sitzen. Gleichzeitig hebt VW konsequent das Potential Synergien innerhalb des Konzerns besser zu nutzen. Damit setzt man die Pläne vom Juli vergangenen Jahres zeitnah um.

Volkswagen Konzern Komponente auf einen Schlag weltweit einer der größten Automobil-Zulieferer

Mit 80.000 Konzernmitarbeiter in 61 weltweiten Komponentenwerken zählt die neu ausgerichtete Einheit auf einen Schlag direkt zu den weltweit größten Zulieferern in der Automobilbranche, welche sich auf die Entwicklung und Produktion von fertigen Fahrzeugkomponenten konzentrieren.

“Wir richten die Konzern Komponente konsequent markenübergreifend aus und stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit. Dank unserer Fertigungstiefe und Produktstärke messen wir uns mit den Besten im Wettbewerb. Jetzt schärfen wir das Profil in Sachen E-Mobilität: Die Konzern Komponente übernimmt die End-to-End-Verantwortung für die Batterie – vom Kompetenzaufbau für die Zellfertigung bis zum Recycling. Ein wichtiger Schritt für den ganzen Konzern.” – Dr. Stefan Sommer, Konzernvorstand Komponente und Beschaffung

Bereich E-Mobilität wird in Volkswagen Konzern Komponente zukunftsfähig ausgerichtet

Mit der Ausrichtung der Volkswagen Konzern Komponente wird die Effizienzen in aktuellen Geschäftsbereichen gehoben und die Aktivitäten in der E-Mobilität zukunftsfähig ausgerichtet, wie der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Konzern Komponente, Thomas Schmall zu verstehen gibt. “Durch die neue konzernweite Steuerung können Effizienzen und Synergien besser realisiert, die Vernetzung zwischen den Standorten gefördert und die Werke markenübergreifend optimal belegt werden”, so Schmall weiter.

Bis 2025 hat man sich zum Ziel gesetzt Kosteneinsparungen von insgesamt zwei Milliarden Euro zu erreichen. Im Zeitraum 2016 bis Ende 2018 konnte in den deutschen Werken bereits über 750 Millionen Euro Kosteneinsparungen nachhaltig erreicht werden. Diese Einsparungen sind auch notwendig, da man entsprechenden Investitionssummen für den Ausbau der E-Mobilität benötigt.

Laut Schmall fließen “allein in 2019 und 2020 konzernweit 870 Millionen Euro in die Fertigung von E-Komponenten. Der Anteil der Investitionen in E-Komponenten ist damit seit 2015 von fünf Prozent auf aktuell 40 Prozent gestiegen”. Insgesamt investiere man, im Rahmen der aktuellen Planungsrunde, 3,8 Milliarden Euro bis 2023 in die Fertigung von E-Komponenten.

Volkswagen Konzern Komponente: Eigenständige Marke mit fünf Geschäftsfeldern

Mit zukunftsorientierten Geschäftsfeldern, effizienter Gremiensteuerung und einer konzernweiten Wertschöpfungsstrategie stellt sich die Konzern Komponente unternehmerisch eigenständig und wettbewerbsfähig auf. Künftig vereint die Volkswagen Konzern Komponente die standortübergreifenden fünf Geschäftsfelder „Motor und Gießerei“, „Getriebe und E-Antrieb“, „Fahrwerk“, „Sitze“ und „E-Mobilität“.

Dr. Stefan Sommer (l.) und Thomas Schmall - Volkswagen Konzern Komponente

Die Leiter der neu zugeschnittenen Bereiche sind ebenfalls Teil der Geschäftsleitung der neuen Marke unter dem Dach der Volkswagen AG. Verantwortet wird diese durch einen dreiköpfigen Vorstand, der sich aus Thomas Schmall als Vorstandsvorsitzender, Thomas Eichenberg als Finanzvorstand sowie Wolfgang Fueter als Personalvorstand, zusammensetzt.

Als zuständiger Konzernvorstand für den Bereich Komponente und Beschaffung gehört Dr. Stefan Sommer dem Aufsichtsgremium der Konzern Komponente an, einem paritätisch zwischen Vorstand und Betriebsrat besetzten Beirat.

Entwicklung der Volkswagen Konzern Komponente langfristig vorbereitet

Die Entwicklung zur eigenständigen Marke wurde in den letzten drei Jahren konsequent vorbereitet. Die Basis bilden die Ausrichtung des Produktportfolios auf Volumen- und Skaleneffekte und eine Steigerung von Effizienz und Produktivität in den Standorten. Bereits 2015 erfolgte eine Analyse des Produktportfolios, um Entwicklung und Produktion auf langfristig wettbewerbsfähige Produkte auszurichten.

Man ist dazu übergegangen nicht zukunftsfähige oder unwirtschaftliche Produkte aus den Produktplanungen zu streichen. Auch wurden in den deutschen Komponentenwerken die Fixkosten nachhaltig gesenkt und die Produktivität deutlich angehoben. Wie zuvor bereits erwähnt wurde ebenfalls die Investitionseffizienz weiter gesteigert, um künftige Investitionen zum Beispiel in die E-Mobilität aus dem aktuellen Produktportfolio heraus erwirtschaften zu können. Angedacht sind zudem Partnerschaften oder Kooperationen mit anderen Unternehmen, um Produkten mit kleineren Stückzahlen Skaleneffekte zu ermöglichen.

Jedes der nun fünf Geschäftsfelder ist verantwortlich für seine Portfoliostrategie und den Gesamtprozess. Mit einer engen Verzahnung verschiedener Fachbereiche wie Entwicklung, Beschaffung oder Produktionsplanung, soll die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft gesteigert werden. Ebenfalls werden dort bereits heute E-Motoren und Batteriesysteme für verschiedene Konzernmarken entwickelt und gefertigt. Mit steigendem Absatz auf dem Markt ist mit einer massiven Aufstockung der dortigen Kapazitäten zu rechnen.

Darüber hinaus wurde eine markenübergreifende Hochlaufstrategie für die Produktion der E-Antriebe entwickelt, die die Konzern Komponente im Zusammenspiel mit Audi, Porsche, Volkswagen und weiteren Konzernmarken nun umsetzen wird. Dennoch ist man sich auch der eigenen Herkunft bewußt und weiß, dass die Bedeutung der konventionellen Antriebe auch in den nächsten Jahren noch bestehen bleibt.

“Die Bedeutung der konventionellen Antriebe bleibt auch in den nächsten Jahren noch bestehen. Fahrzeugkomponente wie Motoren und Getriebe, Lenkungen, Achsen oder Sitze sind wesentliche Säulen unseres Erfolgs. Mit weiteren Aktivitäten im wachsenden Feld der E-Mobilität und neuen strategischen Partnerschaften sichern wir unser Produktportfolio in eine erfolgreiche Zukunft ab.” – Thomas Schmall, Vorstandsvorsitzender Volkswagen Konzern Komponente

Volkswagen Konzern Komponente wird „End-to-End-Verantwortung“ für Batterien besetzen

In Zukunft wird die Konzern Komponente wesentliche Wertschöpfungsschritte der sogenannten „End-to-End-Verantwortung“ für Batterien besetzen. Diese bedeutet in der Praxis, dass am Komponentenstandort Salzgitter Entwickler und Fertigungsplaner im Center of Excellence (CoE) bereits heute nachhaltige Batteriezell­kompetenz für den Konzern aufbauen. Im Komponentenwerk Braunschweig werden Batteriesysteme entwickelt und produziert – künftig markenübergreifend für E-Fahrzeuge auf Basis des MEB.

Nach ihrem Einsatz im Fahrzeug werden die Batterien teils einer Zweitnutzung zugeführt – zum Beispiel in neuen Produkten wie der flexiblen Schnellladesäule, die die Konzern Komponente ab 2020 am Standort Hannover fertigen wird.

Zum Thema Recycling wird im ersten Halbjahr 2020 eine Pilotanlage in Salzgitter eröffnet, die Verantwortung hierfür trägt ebenfalls die Konzern Komponente. In dieser soll der Recycling-Prozess von Hochvolt-Batterien weiterentwickelt werden. Dabei werden bereits erforschte Prozesse übernommen, um Technik und Wirtschaftlichkeit für den Serienbetrieb zu validieren.

Nachhaltige und umfassende Umweltstrategie gewinnt an Bedeutung, auch in der Automobilbranche: Deshalb hat der Volkswagen Konzern neue, engagierte Umweltziele  bereits im Oktober 2017 formuliert.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 25. Januar 2019

5 Kommentare

  1. Jetzt beginnt die Ernsthaftigkeit!

    VW hat erkannt, dass die Zukunft des Automobilbaus elektrisch sein wird.

    Mit der noch vorhandenen Kapitalkraft ist es möglich, die schwierige Phase der Doppelstrategie bis etwa 2022 zu überwinden. VW wird spätestens dann feste Termine für den Verbrenner-Ausstieg verkünden.

    Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass über Jahrzehnte die Automobilwerke die Produktionsstraßen zu fast 100 % elektrisch antreiben – Montagebänder, Werkzeuge, Vorrichtungen, Maschinen, Montageroboter, Hub- und Gabelstapler und behaupten, das wäre nicht Fahrzeug-Serien-tauglich.

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