KIA: e-Soul, Lieferzeiten und eigene Fertigung in Europa

Elektroauto-News.net

Auf den Straßen Frankfurts durfte ich Anfang der Woche den KIA e-Soul kennenlernen. Auf einer gemeinsamen Tour rund um und durch Frankfurt haben wir uns ein wenig angefreundet. Mehr als eine kleine Testfahrt war leider nicht drin, aber die hat gereicht, um entsprechende Eindrücke zu sammeln.

Eindrücke, welche ich unter anderem in dieser Podcast-Folge unseres Elektroauto-News.net Podcasts mit dir teilen möchte. So setze ich mich in dieser Folge unter anderem mit den ersten Eindrücken des e-Soul von KIA, dessen Rekuperation, seine Drive-Modi und sein Erscheinungsbild auseinander.

Des Weiteren gehe ich auf die aktuellen Lieferzeiten von KIAs E-Fahrzeugen ein. Neun bis zwölf Monate sind keine Seltenheit. Aber es gibt Gründe und es liegt nicht daran, dass KIA nicht liefern mag. Überlegungen, was man künftig besser machen kann, gibt’s natürlich auch. Welcher Art dieser sind, erfährst du ebenfalls im Podcast. Als einschalten und zuhören.

Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

10 Kommentare

  1. Die Aussagen zur Begründung der Lieferzeiten durch Herrn Cost werden durch KME bzw. KMC vorgegeben. Was wirklich dahintersteckt ist noch nicht durchgedrungen. Zu behaupten wenn wäre überrascht gewesen ist bei der Erfahrung die KMD mit dem Soul EV hatte, null Komma null glaubhaft. Es kann nur Politik sein, und die wird sich rächen. Kia hat die Chance vertan die positive Einstellung zur eMobilität zu nutzen signifikant Marktanteile in Europa zu steigern. Die Weltweit mit Größten Zellproduzenten sitzen im gleichen Land und sind Quasi Befreundete Unternehmen. Wer soll da glauben die könnten nicht innerhalb von ein paar Monaten genügend Zellen liefen?

  2. Kia hat auf jeden Fall nun ein massives Problem.Glaubwürdigkeit ruiniert, schlechte Publicity, enttäuschte und extrem verärgerte noch Kunden, frustrierte Händler und einen sehr hohen Image Schaden.

    Bei so einer grandiosen Fehlleistung, bzw Fehleinschätzung auch kein Wunder.

    Wenn nicht Hyundai/Kia wüsste besser wie hoch die Nachfrage tatsächlich war, ist und wird.

    Man hätte in dem Preissegment mit mindestens 40.000 Einheiten planen müssen, hat aber wieder besseren Wissens nur 10.000.

    Das ist ein echter Supergau.

    JETZT erst mit der Planung für eine bessere Produktion zu beginnen ist viel zu spät.Das hätte vor einem Jahr passieren müssen.

    Mir tun die Kunden und die Händler fast schon leid, bei dem immensen Schaden, der durch den völlig inkompetenten Kia Konzern nun ausgebadet werden muss.

    Leider werden bald die Rechtsanwälte an die Arbeit gehen.

  3. Schade, dass es keine Aussagen seitens Herrn Cost zu den gelöschten Lieferterminen der Januarbesteller gegeben hat.
    Nach wie vor stehen Händler und Kunden , die im Januar Aufträge geschlossen haben mit Ihren im Vertrag vereinbarten Lieferterminen im Regen! (KIA sagt, dass sie in 12 Monaten + x liefern wollen und nicht zum vereinbarten Termin!)

    KIA begeht hier vorsätzlich Rechtsbruch, indem sie ankündigen trotz Vertrag nicht zum vereinbarten Termin zu liefern. Wieso gibt es bis heute keine Aussage seitens KIA wie man das in Ordnung bringen will? Jede Anfrage wird von KIA Deutschland ignoriert oder mit allgemeinen Marketingfloskeln abgetan.

    Am Ende bleibt den geprellten Kunden nur der Rechtsweg und Klage auf Schadenersatz. Das kann es doch nicht sein, was KIA will, oder? Wieso reden die nicht mit Ihren Händlern und Kunden um gemeinsam Lösungen zu finden? Ich bin sehr enttäuscht und verärgert über KIA Deutschland.

  4. Wenn ich mir aber die Zulassungszahlen des Kia e-Niro und Hyundai Kona Elektro von Dez. 2018 bis März 2019 in Europa anschaue, kann ich nur für Deutschland einen Lieferengpass erkennen. In Norwegen, Frankreich, Schweden und den Niederlanden wurde eine vielfache Menge (im Vergleich zu D) von e-Niro und Kona Elektro zugelassen.

    Zulassungszahlen in Europa Jan – März 2019 für den Kia e-Niro (siehe auch https://ev-sales.blogspot.com/):
    D: ca. 80 / Monat
    NL: ca. 270 / Monat
    F: ca. 240 / Monat
    NOR: ca. 160 / Monat
    S: ca. 210 / Monat
    DK: ca. 119 / Monat (nur März)

    Also, in Europa gibt es für den Kia e-Niro keine Lieferschwierigkeiten… nur in Deutschland!

    Kia will mit dem Verkauf in den anderen europäischen Ländern nur mehr Geld verdienen, da die Förderungen für Elektroautos dort deutlich höher sind als in Deutschland. Für den CO2-Flottenverbrauch sollten sie 2019 auch nicht zu viele Elektroautos verkaufen. Verkäufe nach 2020 zu verlegen passt diesbezüglich besser…
    Die leidtragenden sind jetzt die deutschen Frühbesteller, die nun 12 Monate und mehr warten dürfen (statt 3-6 Monate, die bei Bestellung versprochen wurden).

  5. Zulassungszahlen in Europa für den Kia e-Niro
    Summe für Jan-März 2019:
    D 242
    A 36
    NL 797
    F 701
    GB –
    NOR 320
    S 634
    E 32
    B 16
    CH –
    DK 119 (nur März)

    Wo hat Kia hier Lieferprobleme mit dem e-Niro?
    Anscheinend nur in Deutschland…

  6. Sebastian stellt die richtigen Fragen. Er trägt keine Verantwortung für die für mich unbefriedigenden Antworten von Herrn Cost.

    Dennoch lassen sich mehrere Rückschlüsse aus dem Gespräch mit dem Deutschland-Chef der KIA Motors Deutschland GmbH ziehen. Und dafür ein großes Dankeschön an Sebastian

    Ich stelle fest:

    1. Die KIA Motors Deutschland GmbH (KMD) hat keine proaktive Kommunikationsstrategie, um die bereits eingetretene und durch ihre unlautere bzw. möglicherweise rechtlich illegale Marketing- und Vertriebsstrategie für den KIA e-Niro in Deutschland selbst verursachte Kommunikationskrise nachvollziehbar zu beantworten.

    Denn wäre dies der Fall, würde KMD nicht reaktiv auf ein Interview von Sebastian oder anderen nachfragenden Journalisten warten, um a) Bedauern für die Situation mitzuteilen und b) Erklärungen und Lösungen für den Lieferverzug offiziell mitzuteilen.

    Eine proaktive Krisenkommunikation von KMD würde selbst und aktiv mehrere unterschiedliche Off- und Online-Kommunikationsmaßnahmen und -plattformen initiieren, umsetzen und suchen bzw. nutzen. Und genau das passiert zurzeit nicht.

    2. Die zentrale Frage des Grundes für die zeitgleich mit dem Abschluss von verbindlichen Kaufverträgen für den KIA e-Niro den frühen Kunden mitgeteilten Lieferwochen z.B. für März und April 2019 nachträglich wieder aus dem offiziellen KIA-Ordersystem gelöschten Terminen bleibt von Herrn Cost unbeantwortet.

    In einem weltweit IT-professionell vernetzten Ordersystem eines Automobilherstellers können ausschließlich für Händler auch real verfügbare Fahrzeuge angezeigt werden.

    Ohne ein solches Ordersystem würde kein Automobilhersteller auch nur einen Monat überleben können sondern im internen Chaos und tausenden von Lieferverzugsklagen von Käufern untergehen.

    Also bleibt die zentrale Frage an Herrn Cost: Weshalb wurden den frühen Kunden mit im KIA-Ordersystem zugesagten Lieferterminen ihre Fahrzeuge wieder aus dem System gelöscht wenn doch 1.500 KIA e-Niro für den deutschen Markt produziert und aus diesem Grund überhaupt im KIA-Ordersystem angezeigt wurden?

  7. Vielen Dank.Die Kommentare sind super und Danke @Sebastian, dass du das veröffentlicht hast! Top !

    Kia muss dringend schnell etwas ändern.

    Selbst der Händler meines Vertrauens um die Ecke, hat mich heute angeschrieben, daß er leider keine neue sinnvolle/weiterbringende Info-bekommt, trotz persönlichen Vorstellig werdens heute.

    Ein totales Desaster und ein großes Kommunikations Problem.

  8. Ich bin dank der vielen schlechten Erfahrungen anderer/früherer Besteller zwar nicht ernsthaft betroffen/habe daher keine bestellt, aber die unseriöse Politik Kias beim e-Niro kann ich bestätigen. Nach der Probefahrt dachten wir, ein tolles E-Auto für 2019 zu einem angemessenen Preis.
    Aber nicht nur, dass offensichtlich nie ernsthaft angedacht war, die bei der Vorstellung Ende 2018 für D verkündeten Stückzahlen in 2019 wirklich auszuliefern, das Auto wird weiterhin massiv beworben und aktiv verkauft/verbindliche Bestellungen angenommen mit angeblich immer noch 12 Monaten Lieferzeit (an denen sich seit Monaten nichts ändert, wir würden uns eher auf 20-24 Monate einstellen, wenn wir heute bestellen würden) anstatt einen Bestellstopp zu verhängen, bis die Liefersituation sicher ist.
    Parallel dazu bieten zahlreiche Kia Händler etwa zum Listenneupreis(!) seit kurzem ihre Vorführwagen (so ziemlich die einzigen verfügbaren e-Niro in D) zum Kauf an, die man dann nach der vertraglichen Frist als Vorführwagen gegen Ende des Jahres bekäme, anstatt die Fahrzeuge ihren Kunden bzw. ersten Bestellern anzubieten, denen im Dezember/Januar noch Lieferung für April/Mai zugesagt wurde. Parallel dazu erhält man weiterhin Angebote der Händler über Neufahrzeuge mit im Schnitt rund 15% Rabatt und den angeblichen immerwährenden 12 Monaten Lieferzeit.

    Das ist für mich unseriös von Hersteller wie Händlern und Kia hat mich damit langfristig als Kunden verloren.
    Nicht dass die anderen klassischen Autohersteller viel enagierter bzw. schneller sind bei der E-Mobilität, aber sie machen wenigstens nicht 1-2 Jahre zu früh leere Versprechungen und es ist klar, dass es bei Ihnen 2020-21 losgeht (wenn der Druck der EU groß genug ist…).

  9. “Aber es gibt Gründe und es liegt nicht daran, dass KIA nicht liefern mag….”
    Doch, leider ist es so. Kia mag nicht liefern!
    Jedenfalls nicht unter den momentanen Bedingungen (Batteriepreise, Flottenverbrauchsziele) und speziell nicht in Deutschland. Der e-Niro ist kein Auto, sondern in Deutschland mindestens bis Mitte 2020 ein reines Marketingobjekt mit 4 Rädern. Man kann es bei Händlern, Vermietungen und in den Medien bewundern.
    Dass ein Auto kein Auto sein soll, ist schon schwer genug zu glauben, aber es kommt noch schlimmer:
    Weil es dem Verbraucher komisch vor kommt, dass ein Marketingobjekt nur zum Gucken und nicht zum Fahren sein soll, liefert Kia nicht nur nicht, sondern betrügt! Damit es so wirkt, dass das “Auto” ausverkauft sei, hat man ca. ein Dutzend Vorkonfigurierte quasi auf dem Jahrmarkt verramscht und glaubt, die KundInnen seien tatsächlich so blöde, das alles zu glauben. Zu glauben, die Nachfrage sei überraschend hoch, das Auto sei ausverkauft und es läge an der Batterieproduktion. Aber es kommt noch am aller Schönsten: Man betrügt nicht nur mit Worten sondern auch mit Veträgen! Damit man das Marketingobjekt als Auto auch ja ernst nimmt, hat man dann gleich noch einen 4-5 wöchigen Fake-Verkauf mit konkreten Lieferzeiten durchgeführt und bricht nun die Verträge.
    Ja, Kia verkauft schon gerne Autos, im Moment aber Andere als den e-Niro. Und da man gerne dauerhaft auf 2,5 % Marktanteil kommen würde, wollte man von der in Korea beschlossenen Senkung der Produktion auf 10.000 Einheiten sich nicht die monatelang entwickelte Kommunikationsstrategie kaputt machen lassen.
    Die VW-Ingenieure und VW-Manager waren auch nicht per se schlechte Menschen. Sie wollten Erfolg haben, obwohl die Situation halt schwierig war. Nicht anders ist es mit Steffen Cost und Thiemo Jahnke. Als Getriebene wurden sie zu ….

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