Durchbruch: China vermag die Lithium-Produktionskosten auf ein Rekordtief zu senken

China kündigt an Lithium-Produktionskosten massiv zu senken
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Die chinesische Regierung behauptet, dass ein neuer technologischer Durchbruch die Lithium-Produktionspreise auf ein Rekordtief senkt. Dies kann durchaus einen großen Einfluss auf die Kosten für Elektroautobatterien haben und somit die Verkaufspreise von E-Autos am Markt.

Um das ganze ein wenig einzuordnen ein paar Zahlen. Ein Bericht der chinesischen Regierung behauptet, dass das neue Verfahren die Kosten für die Extraktion von einer Tonne Lithium auf 2.180 US-Dollar gesenkt hat. Dies entspricht einer ganz neuen Größenordnung. Aktuell rangieren die internationalen Preise für Lithium oft zwischen 12.000 und 20.000 US-Dollar pro Tonne; meist im Bereich von 14.000 US-Dollar platziert.

China produziert etwa zwei Drittel aller Lithium-Ionen-Batterien und beherbergt die meisten der weltweiten Lithium-Verarbeitungsanlagen. Für Amerika ein Dorn im Auge, welcher zum Nachenken anregt. Aus diesem Grund diskutieren man über eine Gesetzgebung, die beim inländischen Abbau von Lithium und anderen Materialien, die in Elektroautos verwendet werden könnten, helfen würde. Es soll eine Art nationale Lieferkettenpolitik für Elektrofahrzeuge geschaffen werden.

Das Gesetz würde “eine Zusammenführung der Metallreserven in den Vereinigten Staaten erfordern und versuchen, die Zulassung für den EV-Sektor zu rationalisieren”. US-Senatorin Lisa Murkowski, welche sich für das Gesetzt ausspricht, gibt zu verstehen, dass man sich selbst kein Gefallen tue, wenn man nicht weiß, welche und wie viel Batterie-Materialien in den USA vorhanden sind. Aktuelle Schätzungen basieren auf Unternehmensberichten und historischen Daten. Laut US Geological Survey hat das Land 35.000 Tonnen Lithium in Reserve, die viele als konservative Zahl ansehen.

Albemarle Corp betreibt die einzige Lithium-Mine in den USA – sie soll 6.000 Tonnen jährlich produzieren können -, obwohl weitere Projekte in der Entwicklung sind. Abgesehen von dem Durchbruch der Chinesen bezüglich der Lithium-Produktionskosten, von dem nicht wirklich viel bekannt wurde, ist es in der Tat so, dass sinkende Produktionskosten durchaus Auswirkung auf den Fahrzeugpreis haben könnten.

Man sollte jedoch bedenken, dass Lithium nur einen kleinen Prozentsatz der Kosten und des Volumens von Li-Ionen-Batteriezellen ausmacht, so dass die Auswirkungen begrenzt sein könnten.

Quelle: Electrek.co – China claims new breakthrough cuts lithium production costs to record low, EVs look to benefit

4 Kommentare

  1. Natürlich hat das auf die Presie einen massiven Einfluss und außerdem kennen die Preise für die Batterien nur einen Weg und zwar den nach unten es wird in den nächsten jahren immer mehr produziert Angebot und Nachfrage
    Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die E-Autos billiger werden als die Verbrenner.

  2. Selbst die Kommunisten in China wissen, wie unser System funktioniert!
    Senken die den Lithium-Preis, wird bei uns die Entwicklung neuer, evtl. sogar besserer Batterien auf Eis gelegt und erst mal abgesahnt – d.h. – wie bei der Energiewende die Kohle- und Atomstrom- Produktion – wird alles um 10 Jahre verschoben, weil sich die bessere Technologie angeblich nicht rechnet.
    Und, wenn wir die Batterie-Zusammenbastel-Firmen mit den aus China zugekauften Lithiumzellen hochgezogen haben – steigt der Preis der Zellen über den heutigen an – und wir hängen minstens 10 Jahre länger am Tropf Chinas.
    Wenn wir schon die langsamen Entscheidungsprozesse unserer Demokratie als Nachteil gegenüber den Diktaturen haben, sollten wir wenigstens unser Gehirn nicht abschalten!

  3. Von elon musk hieß es auch mal: lithium ist nur das salz in der suppe!
    Also ich würd die bottom line hier schon eher als Überschrift sehen.

    Zumal der artikel sehr viel Unverständnis vermuten lässt: wie beim strom, wo ständig kw=leistung und kwh=Kapazität verwechselt wird, sind hier 12000 und 20000 usd/t genannt, was grundsätzlich schonmal falsch ist. Da:
    Die preise für lithium-hydroxid gehen gerade eher richtung 14000, und es werden viele neue Kapazitäten, auch in Südkorea und australien geschaffen.
    Außerdem gibt es da noch lithiumcarbonat, welches grundsätzlich ein wenig günstiger ist…

    Aber im endefekt isses dann eh wurscht, das ja noch kobalt und nickel gibt, und carbon, der bissher immer drinn ist

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