BMW setzt künftig auf Kobalt aus Australien und Marokko

BMW setzt künftig auf Kobalt aus Australien und Marokko
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Bekanntermaßen wird man bei BMW künftig kein Kobalt mehr aus dem Kongo in den Elektrofahrzeugen von BMW verwenden. Zumindest wird dies ab dem Start der fünften Generation der Elektrofahrzeuge, ab dem Jahr 2020/21, der Fall sein. Die Kobalt-Jagd wird man dennoch nicht einstellen, benötigt man den Rohstoff doch für die Herstellung der eigenen Elektroauto-Batterien.

Künftig werde man den seltenen Rohstoff aus Australien und Marokko beziehen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Führungskraft von BMW. Der Automobilhersteller mit Stammsitz in Bayern wird den Rohstoff direkt von Minen beider Länder erhalten, um sicherstellen zu können, dass dessen Abbau nicht mit Kinderarbeit in Verbindung steht.

Ein Sprecher des Bergbau- und Handelsunternehmens Glencore sagte Reuters, sein Unternehmen werde BMW mit Kobalt aus seiner australischen Murrin-Murrin-Mine beliefern, die im vergangenen Jahr 2.900 Tonnen Kobalt produzierte.

Des Weiteren macht sich die BMW Group weiterhin mit BASF SE, Samsung SDI und Samsung Electronics  für nachhaltigen Kobalt-Abbau stark. Die vier Unternehmen haben die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH beauftragt, über einen Zeitraum von drei Jahren zu erproben, wie sich Arbeits- und Lebensbedingungen im Kleinstbergbau in der Demokratischen Republik Kongo verbessern lassen.

Zudem hat sich BMW bereits im März 2018 mit einem Londoner Startup zusammengeschlossen, um Blockchain Technologie zu Nutzen, die es ermöglicht den Weg von Kobalt zurückzuverfolgen. All dies mit dem Ziel, dass die Transparenz beim Abbau von Kobalt steigt.

Eins ist dennoch klar, so werden zwar E-Auto-Batterie mit 80% weniger Kobalt oder noch mehr entwickelt, serienreif sind diese allerdings noch lange nicht. Von der Entwicklung kobaltfreier E-Autobatterien ganz zu schweigen. In absehbarer Zeit werden die Hersteller von Elektrofahrzeugbatterien weiterhin knappen, teuren Kobalt verwenden müssen. Ohne Kobalt geht die Stabilität in den Batterien verloren.

Quelle: Reuters – BMW to buy cobalt direct from Australia, Morocco for EV batteries

Ein Kommentar

  1. Die deutsche Automobil Industrie baut deshalb keine eigene Akku-Fertigung auf, weil die Rohstoffbeschaffung so schwierig ist und für einen längeren Zeitraum nicht 100 %ig sichergestellt werden kann.

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