Kobalt bleibt zukünftig weiterhin notwendiger Rohstoff für E-Batterien

Kobalt bleibt zukünftig weiterhin notwendiger Rohstoff für E-Batterien
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
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In absehbarer Zeit werden die Hersteller von Elektrofahrzeugbatterien weiterhin knappen, teuren Kobalt verwenden müssen. Trotz eines Anstoßes auf eine höhere Nickelzusammensetzungen zu setzen, so die Aussage des Werkstofftechnologiekonzern Umicore. Man habe versucht den Nickelanteil in Elektrofahrzeugbatterien zu erhöhen, um die Energiedichte zu erhöhen und gleichzeitig den Kobaltverbrauch zu senken und damit auch die Kosten der Batterien. Während viele Elektroautobatterien zu gleichen Teilen Nickel, Kobalt und Mangan enthalten, haben Batteriehersteller wie die südkoreanische SK Innovation und LG Chem angekündigt, in diesem Jahr NCM 811-Batterien zu produzieren, die 80 Prozent Nickel, 10 Prozent Kobalt und 10 Prozent Mangan enthalten.

Marc Grynberg, CEO von Umicore gab zu verstehen, dass es nicht möglich sei Kobalt aus Batterien gänzlich zu entfernen, obwohl sich die Technologie in Richtung höherer Nickelgehalte entwickelt habe. Denn wenn man den Nickelanteil erhöht, verringert man die Stabilität der Batterie. Dies hat einen direkten Einfluss auf die Lebensdauer sowie deren Fähigkeit sie schnell aufzuladen. Kobalt ist das Element, das den Mangel an Stabilität von Nickel ausgleicht. Es gibt kein besseres Element als Nickel, um die Energiedichte zu erhöhen, und es gibt kein besseres Element als Kobalt, um das Material stabiler zu machen. Aus Sicht von Grynberg wird es nicht möglich sein, dass die Batterien der nächsten drei Jahrzehnte ohne Kobalt auskommen werden.

Die belgische Umicore, ein führender Lieferant von Materialien für Elektrofahrzeugbatterien, gab vergangene Woche bekannt, dass sie 892 Millionen Euro bereitstellen, um Investitionen in ihr schnell wachsendes Geschäft mit wiederaufladbaren Batteriematerialien zu finanzieren. Die Kobaltpreise COB-CATH-LON haben sich in den letzten zwei Jahren mehr als verdreifacht, nachdem Prognosen für ein Nachfragewachstum bei Elektroautos zu einem erhöhten Verbrauch von Metallen in ihren Batterien geführt haben.

Mehr als die Hälfte des jährlichen Kobaltvorkommens stammt aus der Demokratischen Republik Kongo, die durch zwei Jahrzehnte des Konflikts zerrissen wurde. Kurzfristig wird genügend Kobalt produziert, um die Nachfrage der Elektrofahrzeugindustrie zu decken, sagte Grynberg, wobei Umicore kongolesisches Metall über einen von PwC geprüften, verantwortungsvollen Liefervertrag bezieht. Längerfristig wird eine recycelte Versorgung notwendig sein, sagte er. Das Unternehmen rechnet damit, das Recycling von Batterien für Elektro-Altfahrzeuge in den nächsten sieben bis neun Jahren auf ein „signifikantes“ Niveau zu heben, wenn mehr Rohstoffe auf den Markt zurückkehren.

In zehn Jahren wird das Recycling noch keine allzu große Rolle spielen, in zwanzig Jahren wird es allerdings einen bedeutenden Anteil einnehmen. Dies sieht man auch im Vergleich mit einem reiferen Markt, wie den Markt für Katalysatoren, die Platingruppenmetalle enthalten, dort stammt etwa die Hälfte aus Recycling.

Quelle: Ecomento.de – Experte: Cobalt bis auf weiteres essentieller Bestandteil von Elektroauto-Batterien

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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