Toyota zeigt wasserstoffbetriebenen Pick-up

Cover Image for Toyota zeigt wasserstoffbetriebenen Pick-up
Copyright ©

Toyota

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Toyota hat einen weiteren Schritt in Richtung CO₂-Neutralität gesetzt. Mit der Präsentation des Prototyps des Toyota Hilux mit Brennstoffzellenantrieb zeigt das Unternehmen erneut sein Engagement für umweltfreundliche Technologien. Dabei sei der in Burnaston im Werk von Toyota Manufacturing UK (TMUK) vorgestellte wasserstoffbetriebene Pick-up ein Zeugnis für Toyotas Multi-Technologie-Ansatz.

Wie der Hersteller ausführt, zielt der Ansatz darauf ab, unterschiedlichsten Nutzerbedürfnissen und regionalen Anforderungen gerecht zu werden. Die Entwicklung dieses Fahrzeugs wurde durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern und der finanziellen Unterstützung der britischen Regierung ermöglicht.

Der Toyota Hilux ist weltweit für seine Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bekannt. Das Hauptziel des Projekts war es, diese bewährten Qualitäten beizubehalten und gleichzeitig einen modernen Brennstoffzellenantrieb mit Elektromotor zu integrieren. Der neue Antriebsstrang des Hilux Prototyps profitiert von der bewährten Technologie der Brennstoffzellen-Limousine Toyota Mirai. Diese Technologie hat sich seit fast einem Jahrzehnt in der Praxis bewährt.

Mit drei Hochdrucktanks kann der Hilux eine Reichweite von über 600 Kilometern erreichen – ein Wert, der mit batterieelektrischen Systemen in einem Fahrzeug dieser Gewichtsklasse schwer zu schaffen ist. Zudem wurde darauf geachtet, dass durch die Integration der neuen Technologie kein Platz im Innenraum verloren geht.

Die Anfänge des Projekts reichen bis Anfang 2022 zurück, als TMUK und Toyota Motor Europe (TME) eine Machbarkeitsstudie durchführten. Dank der finanziellen Unterstützung durch das Advanced Propulsion Centre, einer gemeinnützigen Organisation, die sich für saubere Technologien einsetzt, konnte das Projekt im Juli 2022 mit voller Kraft vorangetrieben werden. Die Beteiligung von Partnern wie Ricardo, ETL und D2H Advanced Technologies war entscheidend für den Erfolg des Projekts.

Bereits im Juni 2023 begann TMUK mit dem Bau des Prototypen, wobei die strengen Toyota Produktionsprinzipien befolgt wurden. Das Ergebnis: Das erste Fahrzeug wurde in nur drei Wochen fertiggestellt. Bis zum Ende des Jahres sollen insgesamt zehn dieser Prototypen produziert und intensiven Tests unterzogen werden.

Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um die Leistung und Zuverlässigkeit des neuen Hilux zu bewerten. Mit Unterstützung des Unternehmens Ricardo wird eine umfassende Bewertung des Fahrzeugs durchgeführt, bevor eine endgültige Entscheidung über die Produktion eines Serienmodells getroffen wird.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 06.09.2023

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


Djebasch:

Auch hier wieder der Irrtum das E Auto Technik schwierig ist, das ist UNFUG!
Es gibt nichts einfacheres als Batterien und E Motoren.
Sonst könnte man nicht als Kind seinen eigenen E Flitzer bauen…
In Indien und Afrika gibt es bereits Kleine Hersteller die Minitransporter Bauen und das für wenig Geld…
Elektrische Tuktuks sind mittlerweile überall zu finden…
Einfach mal objektiv in die Welt schauen, gerade weil die Technik so einfach ist will man den Großen Ländern die teuren H2 Fahrzeuge andrehen denn woher sollen sonst Großkonzerne Geld verdienen…

Djebasch:

Also Deutschland hat in den letzten 50 Jahren ca 30Mrd für Forschung ausgegeben.
Vor 20 Jahren kam man aber in der Entwicklung nicht mehr weiter weil Physikalische Grenzen erreicht wurden.
Die Deutschen Unternehmen haben bereits 70% der Lizenzen unter anderem an Japan und die Arabischen Emirate verkauft (nur mal so).
Man rechnet in der allgemeinen Wasserstoff Wissenschaft das man im Mobilen Sektor bei 90% der Erforschbaren Möglichkeiten ist.
Beim Batteriesektor geht man von ungefähr 30% aus.
Frage: Welche Technologie hat mehr Entwicklungsmöglichkeiten?

Rogu:

Es braucht alternativen für Fossilien, sowie auch für E-Antrieben. Es gibt Kontinente, die werden in 100 Jahren noch mit Fossilien Antrieben herumgurken. Toyota forscht und das ist auch gut so. H2 kann als Alternativer Abtrieb für die Schifffahrt, Agrar, Baumaschinen, Notstromaggregat oder kleinst Generatoren dienen. Wo was benutzt wird sich noch zeigen. Auf unseren Strassen sehe ich auch wenig nutzen. Toyota bediend die ganze Welt, nicht nur Deutschland!

Norbert Seebach:

Es ist nicht zu fassen! Für mich steht Toyota mittlerweile synonym für: „SIE LERNEN ES NICHT MEHR!“ Schade sage ich als ehemaliger Toyotafajrer, aber es wäre nun auch nicht der erste Weltkonzern, der durch fortgesetzte Fehlentscheidungen konsequent den Weg in den Untergang resp. in die Marginalisierung beschreitet.

Gregor:

BMW und Totyota sind doch ganz offen. Problem für Totyota ist nur, das die sehr verbissen auf H2 setzen. Und sich H2 nicht wirklich als VHS zeigt, sondern eher als Betamax. Was soll man machen, Physik ist und bleibt Physik. Und wenn du H2 tankst, wird der Nozzel ziemlich kalt und das bedeutet, das da ziemlich viel Energie verloren geht.

Gregor:

Mit 120 auf der Autobahn wird auch ein 70kWh Tesla derzeit 600km kommen. Mal sehen was der Zeekr 001 bieten wird. Das Quilin Pack klingt spannend. Und dann noch die Shenxing Ladung von Catl von 10min/400km im kommenden Jahr in Serie. Der kalte H2 Drops ist geschmolzen/gelutscht. Mal abgesehen das 600km bei 200Wh/km sicher real bei dem Zeekr sein wird. Und das schon mehr als Genug ist für 99% aller Fahrenden

Birger:

Naja, da reden wir aneinander vorbei! Früher gab es auch Blei Säure Batterien, heute Lithium Ionen, die deutlich besser sind. Tja, dies ist nur mit Forschung möglich geworden und gleiches gilt eben auch für Wasserstoff, man muss eben offen sein dafür. Das ist hier auf den Seiten aber sehr schwer, da ist man hier sehr verbohrt. Das ist sehr traurig. Warum ist das so? Es gibt für mich persönlich noch sehr viele Schwächen bei der E Mobilität und die wird hier leider immer einfach klein oder schön geredet. Das macht diese Seiten sehr Unglaubwürdigkeit. Wie so eine Versicherung, wo man beschwatzt wird und wie toll die ist und das jeder die braucht. Wenn man sie hat und braucht, merkt man, wie man über den Tisch gezogen wurde und die nicht zu einem passt.

Wolfbrecht Gösebert:

Forschung ist alles und nichts muss so bleiben wie es ist.“

Nein, doch. [Unterstreichungen im Zitat von mir]

… wer weiß, was die Forschung noch so hinbekommt.

Merke1: Die Physik selbst wird so bleiben wie sie ist – oder wann erwartest Du eine »Physik 2.0«?

Merke2: Sowohl die Gewinnung von Wasserstoff als auch die „Verstromung“ von Wasserstoff sind beides gnadenlos exotherme (Wärme abgebende) Vorgänge, da wird Wasserstoff für die Energiespeicherung in üblichen Landfahrzeugen eben keine wesentliche Rolle spielen!

Merke3: Die Wirkungsgrade von chemischen Stromspeichern liegen heute schon weit über 90% und daran wird die Strombilanz der Wasserstoff-Wandlung absolut nicht „klingeln“ können. Die Akku-Gewichte hingegen werden sich weiter reduzieren!

Merke4: So etwas wie »komplett kostenlosen Grünstrom« wird es auch künftig eben nicht geben – auch Grünstrom benötigt Resourcen!

Birger:

Ich habe ehrlich noch nicht mal das Füllhorn gefunden um die ganze E Mobilität, Wärmepumpen und sonstige elektrische Spielerei mit grünem Strom zu versorgen. Das ist ja das Problem.

Philipp:

An Forschung selbst, wenn sie z.B. Grundlagen betrifft, gibt es nichts auszusetzen. So mit Kernfusion. interstellares Reisen oder Genveränderungen am Menschen, alles Grundlagenforschung ohne Aussicht auf kurzfristige Realisierung.

So mit H2 Antrieb im KFZ: Nicht die Technik ist das Problem, sondern die Energiequelle. Und da ist bekannt, dass wir die nächsten 20 Jahre nichts zu verschwenden haben werden.

Oder hast Du ein Füllhorn erkannt, dass uns in den nächsten 20 Jahren genug Energie für alle zur Verfügung stellt?

Ähnliche Artikel

Cover Image for China-Experte: „Fehler sind Teil des Fortschritts“

China-Experte: „Fehler sind Teil des Fortschritts“

Sebastian Henßler  —  

In der aktuellen Podcast-Folge hatte ich die Gelegenheit, mit Dr. Thomas Kiefer zu sprechen – Journalist, Asien-Experte und profunder Kenner der chinesischen Industriepolitik. Seit Ende der 1980er Jahre beobachtet er vor Ort in Shanghai die Entwicklungen, war unter anderem in Joint Ventures wie Shanghai Volkswagen unterwegs und hat über Jahrzehnte hinweg verschiedene Länder Asiens bereist […]

Cover Image for Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Sebastian Henßler  —  

Im exklusiven Interview verrät Philipp Senoner, warum 400 kW für den Massenmarkt reichen, 850 kW und darüber hinaus aber als Sonderlösung kommen werden.

Cover Image for Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Daniel Krenzer  —  

Stecker rein und einfach losladen: Diese unkomplizierte Art des E-Auto-Ladens gibt es für immer mehr Modelle. Doch welche sind die günstigsten?

Cover Image for Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Michael Neißendorfer  —  

Effizienter, intelligenter und resilienter will Deutschlands größter Autohersteller werden: Dafür setzt der VW-Konzern in der Produktion verstärkt KI ein.

Cover Image for Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Michael Neißendorfer  —  

Im stadtnahen CLTC-Zyklus fährt der neueste Plug-in-Hybrid von Volvo 200 Kilometer weit. Ob er nach Europa kommt, ist noch offen.

Cover Image for Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Daniel Krenzer  —  

Mit der Anzahl der getauschten Akkus geht es für Nio in Europa voran, doch von den 170 geplanten Standorten gibt es bislang nur 60.