Elektro und Wasserstoff: Diese Strategie fährt Toyota

Elektro und Wasserstoff: Diese Strategie fährt Toyota
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Daniel Krenzer
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„Let‘s Change the Future of Cars“: Unter diesem Motto hat die Toyota Motor Corporation ihre neueste Entwicklungsstrategie vorgestellt und eine Reihe neuer Technologien angekündigt, die den Wandel von einem reinen Automobilhersteller zu einem Mobilitätsdienstleister weiter vorantreiben sollen.

Der Fahrzeugbau soll laut Pressemitteilung künftig auf Grundlage von drei Schwerpunkten erfolgen: Der erste sei die kompromisslose Umsetzung von Sicherheit und Schutz. Dafür entwickele das Unternehmen seine Toyota Safety Sense Assistenzsysteme weiter, um Kunden sichere und zuverlässige Technologien anzubieten. Der zweite Schwerpunkt sei die gemeinsame Entwicklung mit Experten auf der ganzen Welt. Erfolgreiche Beispiele seien etwa die Projekte von CJPT für einen CO2-neutralen Betrieb im gewerblichen Sektor, die Partnerschaft mit der CP Group in Thailand sowie die globale Zusammenarbeit in verschiedenen Motorsport-Rennserien.

Lokalisierung als dritter Baustein

Als dritter und letzter Schwerpunkt werde das Thema Lokalisierung künftig weiter vorangetrieben. „Kunden in unterschiedlichen Regionen haben verschiedene Anforderungen an ihre Fahrzeuge“, sagt Hiroki Nakajima, Executive Vice President and Chief Technology Officer bei der Toyota Motor Corporation. „Hier werden wir unser Know-how in den Forschungs- und Entwicklungszentren auf der ganzen Welt nutzen, um maßgeschneiderte Lösungen für jeden Markt anzubieten.“

Im Mai 2023 habe Toyota mit der BEV Factory eine neue Organisation gegründet, die die Entwicklung und den Bau batterieelektrischer Fahrzeuge erheblich beschleunigen werde. Unter anderem sollen durch den Einsatz von Batterien der nächsten Generation Reichweiten von bis zu 1.000 Kilometern ermöglicht werden. Darüber hinaus werde künstliche Intelligenz die Ingenieure beim Thema Design und Aerodynamik unterstützen.

Beim Karosseriebau seiner vollelektrischen Modelle setze Toyota in Zukunft auf das sogenannte Gigacasting, bei dem die Karosserie aus drei Hauptkomponenten in einer neuen modularen Struktur aufgebaut werde. Damit ließen sich Bauteile und somit Fertigungskosten einsparen. Zusätzlich reduziere die selbststeuernde Produktionstechnologie Prozesse und Anlageninvestitionen um die Hälfte.

1,7 Millionen BEV pro Jahr

Mit der BEV Factory treibe Toyota die Entwicklung der nächsten Generation batterieelektrischer Fahrzeuge voran. Bis 2026 werde das Unternehmen eine komplett neue Produktreihe einführen und bis 2030 jährlich rund 1,7 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge produzieren.

Im Jahr 2030 werde Wasserstoff als Energieträger vor allem in Europa, China und Nordamerika von großer Bedeutung sein und der Brennstoffzellenmarkt ein Gesamtvolumen von rund 32 Milliarden Euro (5 Billionen Yen) umfassen. Neben dem Einsatz seiner Brennstoffzellentechnologie im Toyota Mirai hätten Kunden ihr Interesse für den Kauf von insgesamt 100.000 Brennstoffzellen-Einheiten bis 2030 bekundet, bei den meisten handele es sich allerdings um den Einsatz der Antriebstechnik in Nutzfahrzeugen.

Brennstoffzelle soll kosteneffizienter werden

Um auf die rasanten Veränderungen im Markt zu reagieren, habe Toyota im Juli 2023 eine neue Organisation namens Hydrogen Factory gegründet. Hier werde das gesamte Know-how zum Thema Wasserstoff gebündelt, um von der Entwicklung über die Produktion bis zum Vertrieb schnelle Entscheidungen treffen zu können.

Durch die Lokalisierung wichtiger Teilbereiche wie Forschung und Entwicklung sowie Produktion stärke Toyota vor allem in China und Europa seine Führungsposition. Durch Allianzen mit starken Partnern soll die Brennstoffzellentechnologie zunehmend kosteneffizienter werden. Um den breiten Einsatz von Wasserstoff zu fördern und den Energieträger wirtschaftlicher anzubieten, arbeite Toyota mit seinen Partnern daran, die Kosten in Produktion und Logistik weiter zu optimieren.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 23.06.2023

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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