KBA: Wieder deutlich mehr neue E-Autos als im Vorjahr

KBA: Wieder deutlich mehr neue E-Autos als im Vorjahr
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Daniel Krenzer
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Der Aufwärtstrend bei Elektroautos setzt sich fort: Laut den Zahlen des Kraftfahrtbundesamts (KBA) wurden im Januar bundesweit knapp 42.700 neue vollelektrische Autos zugelassen, was einem Anteil von 22 Prozent entsprach. Im Vorjahresvergleich wuchs die Zahl um 23,8 Prozent – und das bei einem Rückgang von 6,6 Prozent bei den Neuzulassungen insgesamt.

Knapp 80.000 Neuwagen verfügten laut KBA-Statistik über einen hybriden Antrieb und erzielten einen Anteil von 41,2 Prozent (+3,9 Prozent), darunter etwa 21.800 Plug-in-Hybride (11,2 Prozent/+23,0 Prozent). Der von einigen erwartete starke Einbruch von Plug-in-Hybriden im neuen Jahr angesichts strengerer Regelungen für die Dienstwagen-Versteuerung bleibt somit zumindest vorerst aus. Rund 43.700 neue Autos waren mit einem Benzinmotor (22,5 Prozent/-29,9 Prozent) und gut 27.300 Pkw mit einem Dieselantrieb (14,1 Prozent/-17,1 Prozent) ausgestattet. Und auch Wasserstoffautos schaffen es diesmal nach zuletzt häufigen Nullmonaten zu einer Erwähnung, da zwei neue Fahrzeuge zugelassen wurden.

Tesla leicht über Vorjahresniveau

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen im Januar 2026 betrug 102,4 g/km und lag somit knapp 10 Prozent unterhalb des Vorjahreswertes – zumindest auf dem Papier. Denn gerade die Plug-in-Hybride werden in der Realität oft deutlich CO2-intensiver gefahren, als es der WLTP-Zyklus vermuten lässt.

Unter den laut KBA-Definition deutschen Marken wies Opel mit einem Plus von 27,4 Prozent den stärksten Zuwachs auf und erreichte einen Neuzulassungsanteil von 4,6 Prozent. Porsche (+23,3 Prozent/1,5 Prozent) und Mini (+18,1 Prozent/1,4 Prozent) konnten ebenfalls Zugewinne im zweistelligen Bereich erzielen. BMW zeigte eine einstellige Zunahme von 5,4 Prozent, was einem Anteil von 8,8 Prozent entspricht.

Die Marken VW (-17,5 Prozent/19,7 Prozent), Ford (-11,1 Prozent/3,5 Prozent), Mercedes (-6,5 Prozent/9,5 Prozent), Smart (-4,9 Prozent/0,2 Prozent) und Audi (-4,0 Prozent/7,2 Prozent) verbuchten hingegen sinkende Zulassungszahlen. Bei den Importmarken verzeichnete Škoda mit 18.550 neu zugelassenen Pkw die höchste Zulassungszahl und den höchsten Wert insgesamt, was ein Plus von 12,2 Prozent ausmachte.

Seltene Nachrichten gibt es aus dem Datenblatt über den einstigen E-Auto-Pionier Tesla. Mit 1301 Neuzulassungen stieg der Wert im Vorjahresvergleich auf weiterhin niedrigem Niveau um 1,9 Prozent. Mächtig Aufwind erlebt jedoch der chinesische Widersacher BYD, der 2629 Neuzulassungen und somit etwa eine Verzehnfachung im Vergleich zu 2025 verbucht. Auch Polestar hat die Zulassungen mehr als verdoppelt auf 532 neue Fahrzeuge. Xpeng verzeichnet ein Plus von gut 250 Prozent auf 327 neue Fahrzeuge, der türkische Hersteller Togg brachte 48 seiner Elektroautos auf die Straße, Nio hingegen nur eines – das schlechteste Ergebnis der vergangenen drei Jahre.

Quelle: Kraftfahrtbundesamt – Pressemitteilung vom 4. Februar 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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