IONITY: Acht Euro pro Ladevorgang

IONITY: Acht Euro pro Ladevorgang
Copyright:

IONITY

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

BMW GroupDaimler AGFord Motor Company und Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche haben es getan. Gemeinsam hat man das Joint Venture IONITY ins Leben gerufen, welches die Weichen für den Aufbau des leistungsstärksten Schnellladenetzes für Elektrofahrzeuge in Europa stellen soll. Knapp ein Jahr später verabschiedet man sich vom Gratis-Laden und verlangt eine Pauschale von acht Euro pro Ladevorgang.

Noch im Juni sprach Marcus Groll, einer der beiden Geschäftsführer von Ionity, mit ADAC Motorwelt über die größten Herausforderungen des Projekts, über mögliche Preis- und Bezahlmodelle sowie über die Wichtigkeit einer flächendeckenden und barrierefrei nutzbaren Ladeinfrastruktur. Preis- und Bezahlmodelle waren zum damaligen Zeitpunkt noch ungewiss.

Nun steht die Pauschale von acht Euro pro Ladevorgang im Raum, ob es sich bei dieser Flatrate um den langfristigen Preis handelt,  steht noch nicht fest. Vielmehr ist die Rede von einer Einführungsphase. Die acht Euro werden in der Schweiz zu acht Schweizer Franken oder acht Pfund in Großbritannien. Gemäß electrive.net und deren Rückfrage bei IONITY gab es die Rückmeldung, dass die Flatrate-Lösung voraussichtlich bis Ende des Jahres läuft.

Sicherlich wird hier auch die eichrechtskonforme kWh-Abrechnung von DC-Ladevorgängen eine Rolle spielen. Mit dieser rechnet man allerdings nicht vor Ende des zweiten Quartals 2019. Die Bezahlung der IONITY Ladepauschale erfolgt per Smartphone.

Jede Ladestation verfügt über einen QR-Code, der abgescannt automatisch zur Bezahlwebseite des Joint Ventures führt. Aber auch mit dem Plugsurfing-Ladeschlüssel oder der -App kann der Ladevorgang gestartet werden. Hier werden jedoch 8,80 Euro pro Ladevorgang fällig. Wer über NewMotion den Ladevorgang startet, zahlt hingegen 0,10 Euro pro Minute.

„Der transparente, europaweit einheitliche Fixpreis pro Ladevorgang macht das Reisen mit einem Elektrofahrzeug deutlich einfacher und bequemer. Das bedeutet weniger Stress in finanzieller Hinsicht und reduziert die Reichweitenangst durch die Bereitstellung von durchschnittlich sechs Ladepunkten alle 120 Kilometer.“ – Michael Hajesch, CEO IONITY

Neben den Gründungsmitgliedern des IONITY Netzwerks hat man sich weitere Partner an Bord geholt. So kooperiert das Joint Venture mit dem Erdölkonzern Cepsa (Compañía Española de Petróleos), um bis 2020 bis zu 100 seiner HPC-Ladepunkte an dessen Tankstellen in Spanien und Portugal zu installieren. 20 IONITY-Standorte (mit je 6 Ladepunkten) sollen bis Ende 2019 in Italien entstehen, in Zusammenarbeit mit dem  italienischen Energiekonzern Enel.

Innerhalb Deutschlands werden darüber hinaus 80 Standorte von Tank & Rast in absehbarer Zeit mit IONITY-Ladestationen ausgestattet. Der Strom für die deutschen Ladestationen wird man von Polarstern als Ökostrom beziehen.

Quelle: Electrive.net – IONITY ruft ab heute acht Euro pro Ladevorgang auf

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Citroën ë-C3 Van im Test: Kleinwagen wird zum Lastenträger

Citroën ë-C3 Van im Test: Kleinwagen wird zum Lastenträger

Sebastian Henßler  —  

Im Fahrbericht zeigt der Citroën ë-C3 Van, wie sich kompakte Elektromobilität auch für Lieferdienste und Handwerksbetriebe eignen kann, mit klaren Grenzen.

Test: Mercedes VLE ab 82.000 Euro – lohnt sich der Preis?

Test: Mercedes VLE ab 82.000 Euro – lohnt sich der Preis?

Stefan Grundhoff  —  

Mercedes löst die V-Klasse durch den VLE ab – einen Elektro-Van mit 710 km Reichweite, 300-kW-Schnellladen und Luxus auf S-Klasse-Niveau ab 82.000 Euro.

Rekordrenditen der Netzbetreiber: Am Geld kann die Netzkrise nicht liegen

Rekordrenditen der Netzbetreiber: Am Geld kann die Netzkrise nicht liegen

Daniel Krenzer  —  

Deutsche Netzbetreiber erzielen teils Rekordrenditen von mehr als 30 Prozent. Warum fehlen trotzdem Netzkapazitäten?

Volvo bietet Werke für chinesische Geely-Schwestermarken an

Volvo bietet Werke für chinesische Geely-Schwestermarken an

Sebastian Henßler  —  

Volvo-Chef Samuelsson bietet den Schwestermarken Geely, Zeekr und Lynk & Co Produktionskapazitäten in Europa an, um EU-Zölle zu umgehen.

Tesla Cybercab: EPA-Zulassung enthüllt technische Daten

Tesla Cybercab: EPA-Zulassung enthüllt technische Daten

Sebastian Henßler  —  

Die EPA hat das Tesla Cybercab zertifiziert und veröffentlicht erstmals Daten zu Motor, Akku, Gewicht und Reichweite des autonomen Zweisitzers im Detail.

Rivian streicht Stellen kurz nach R2-Verkaufsstart

Rivian streicht Stellen kurz nach R2-Verkaufsstart

Sebastian Henßler  —  

Rivian hat wenige Tage nach dem Verkaufsstart des R2-SUV mehrere Hundert Stellen abgebaut, vor allem in Service, Vertrieb und Marketing.

Wie ein Reifen die Reichweite von Renault-E-Autos steigert

Wie ein Reifen die Reichweite von Renault-E-Autos steigert

Sebastian Henßler  —  

Continental hat für Renault einen Spezialreifen entwickelt, der den Rollwiderstand senkt und die Reichweite von Elektroautos um rund 30 Kilometer erhöht.