China: Trotz Brennstoffzellen-Offensive werden Subventionen ab 2021 gestrichen

China: Trotz Brennstoffzellen-Offensive werden Subventionen ab 2021 gestrichen
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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Der chinesische Elektroauto-Markt leidet spürbar unter dem Abbau der staatlichen Subventionen für Elektroautos. Bis Ende August hat der E-Auto-Markt erneut ein negatives Wachstum verzeichnet. Ab 2021 sollen nun auch Subventionen für Brennstoffzellen-Fahrzeuge gestrichen werden, trotz dessen, dass man auf diese die Hoffnungen auf diesen Antrieb setzt.

Bekanntermaßen steht derzeit vor allem die Brennstoffzelle im Fokus der chinesischen Regierung. Bis 2030 will China eine Millionen Brennstoffzellenfahrzeuge auf der Straße sehen. Hierfür investiert man kräftig in Infrastruktur und Fahrzeugkauf. Kein Wunder, erscheinen die Ziele doch äußerst ambitioniert.

Der Entwicklungsplan der Zentralregierung sieht derzeit für die Wasserstoff-Kraftstofftechnologie folgende Ziele vor: Bis 2020 5.000 Wasserstoff-Energiefahrzeuge auf Chinas Straßen, bis 2025 50.000 und bis 2030 eine Millionen. Im Vergleich dazu sei gesagt, dass China Ende 2017 rund 1.200 Brennstoffzellenfahrzeuge auf seinen Straßen und weniger als 20 Wasserstofftankstellen hatte.

Ob sich China ein Gefallen damit tut, dass die staatlichen Subventionen für Brennstoffzellen-Fahrzeuge zum Ende des kommenden Jahres, gestrichen werden, bleibt fraglich. Zur Begründung führt das Ministerium an, dass Chinas Brennstoffzellen-Industrie „trotz der finanziellen Unterstützung keine Durchbrüche und keine rasche Entwicklung erzielt“ habe.

„Wir sind daher der Meinung, dass die Subventionen wie geplant zurückgenommen werden sollten. Zur Erleichterung des Kaufs können andere Maßnahmen ergriffen werden. Wir glauben, dass die lokalen Behörden Maßnahmen zur Förderung des Baus und Betriebs von Wasserstofftankstellen und anderer Infrastrukturen erlassen können.“ – Finanzministerium Chinas

Einerseits steht die Rücknahme der Subventionen im Widerspruch zum erklärten Ziel eine Millionen Brennstoffzellenfahrzeuge bis 2030 auf die Straße zu bringen. Auf der anderen Seite erscheint der Schritt logisch. Gerade nach den Erfahrungen, welche man im Sektor der Batteriebetriebenen E-Fahrzeuge gesammelt hat.

Hierzu schreibt das Finanzministerium „Einige Autohersteller sind zu sehr auf Subventionen angewiesen und finden es daher schwierig, auf den Weltmärkten zu bestehen“  und hat entsprechend reagiert, mittlerweile hat man die Subventionen zurückgefahren.

E-Autohersteller und Start-Ups aus diesem Bereich sollen nicht nur überleben, weil ständig und stetig Subventionen fließen. Man müsse sich aus eigener Kraft am Markt halten. Diese tiefen Einschnitte lassen den Autoherstellern keine andere Wahl, als die Last an die Kunden weiterzugeben. Was sich seinerseits im schlechteren Absatz der Elektroautos am Markt äußert.

Regionale Maßnahmen für Brennstoffzellenautos wird es weiterhin geben, Batterieelektrische Autos sind seit diesem Sommer davon ausgenommen. Hersteller dieser Autos können demnach keine Subventionen mehr von der jeweiligen Stadtregierung erhalten – das geht nur noch von der Zentralregierung und auch nur bis Ende 2020. Begründet wird dies ebenfalls mit der langsamen Entwöhnung von Subventionen.

Quelle: Electrive.net – China: Auch Brennstoffzellenautos erhalten ab 2021 keine Förderung mehr

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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