Akasol eröffnet in Darmstadt Europas größte Fabrik für Nutzfahrzeug-Batteriesysteme

Akasol eröffnet in Darmstadt Europas größte Fabrik für Nutzfahrzeug-Batteriesysteme
Copyright:

Akasol

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Die Akasol AG hat ihre Gigafactory 1, Europas aktuell größte Fabrik für Nutzfahrzeug-Batteriesysteme, mit mehr als 160 Gästen feierlich eröffnet. Die laut dem Unternehmen „hochmoderne Fabrik“ verfüge in der ersten Ausbaustufe über eine Produktionskapazität von bis zu 1 GWh, die sukzessive auf 2,5 GWh bis Ende 2022 ausgebaut werden soll. Neben Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, nahmen zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft an der Eröffnungsfeier teil. Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, gratulierte Akasol in einer persönlichen Videobotschaft.

„Die Eröffnung der Gigafactory 1 ist ein bedeutender Meilenstein in unserer Unternehmenshistorie. Hier in Darmstadt produzieren wir in einer hochautomatisierten und äußerst fortschrittlichen Produktionsstätte leistungsstarke Lithium-Ionen-Batteriemodule und -systeme, die ein wichtiger Schlüssel in der Verkehrs- und Energiewende sind. Die Weichen sind nun gestellt, um unser Wachstum als Innovationstreiber in der Elektromobilität noch dynamischer fortzusetzen.“ – Sven Schulz, CEO Akasol

Die Produktion in der neuen Akasol Gigafactory 1 umfasse weltweit führende Lithium-Ionen-Batteriesysteme für Nutzfahrzeuge auf hochautomatisierten und vollvernetzten Fertigungslinien mit einer jährlichen Produktionskapazität von 1 GWh in der ersten Ausbaustufe. Mit der Inbetriebnahme weiterer Produktionslinien soll die Produktionskapazität im kommenden Jahr auf bis zu 2,5 GWh erhöht und könne je nach Kundenbedarf auf bis zu 5 GWh erweitert werden. Damit ist die neue Akasol Gigafactory 1 laut dem Unternehmen mit Abstand der größte Produktionsstandort für Lithium-Ionen-Batteriesysteme in Nutzfahrzeuganwendungen in Europa und kann in der vollen Ausbaustufe pro Jahr mehr als 10.000 Nutzfahrzeuge mit Batteriesystemen ausstatten. Das Unternehmen investiert an diesem Standort mehr als 100 Millionen Euro.

„Ich freue mich, dass wir mit der Akasol AG einen deutschen Markt- und Technologieführer für Traktions-Batteriesysteme im Nutzfahrzeugbereich haben. Mit der neuen Gigafactory in Darmstadt leistet die Akasol AG einen entscheidenden Beitrag zur CO2-Reduzierung im ÖPNV und in der Logistik. Solch innovative Unternehmen helfen dabei, dass wir unsere ambitionierten Klimaziele erreichen – und schaffen Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland.“ – Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Der Akasol-Campus umfasst ein mehr als 20.000 Quadratmeter großes Areal im Südwesten Darmstadts in verkehrsgünstiger Lage zur Bundesautobahn A5 und dem Drehkreuz Frankfurt am Main. In der 15.000 Quadratmeter großen zweigeschossigen Produktions-, Montage- und Logistikhalle befindet sich auch ein Test- und Validierungszentrum zur Prüfung von Zellen, Modulen und Systemen und Gewährleistung höchster Qualitätsstandards, so Akasol in einer aktuellen Mitteilung. Eine 600 kWp-Solaranlage speist die Produktionsstätte und Büroräume als auch einen der größten Ladesäulenparks für Elektroautos in Hessen mit mehr als 60 Ladesäulen.

Gegründet von einem jungen Unternehmer aus Süddeutschland zusammen mit Forschern und Entwicklern der TU Darmstadt, hat die Akasol AG es immer geschafft, sich an der Spitze der technologischen Entwicklung zu behaupten. Akasol zählt heute zu den entscheidenden Akteuren auf dem Markt“, sagte der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir bei der feierlichen Eröffnung. Das Beispiel Akasol zeige, welche Qualität der Standort Hessen habe, und „welches Potenzial nachhaltige Technologien haben, um zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen und wirtschaftliche Dynamik zu generieren“.

In den neuen Büroräumen des 7500 Quadratmeter großen Hauptsitzes, gleich neben der Produktionshalle, finden bis zu 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Forschung und Entwicklung, Vertrieb, Produkt- und Projektmanagement sowie Einkauf und Verwaltung eine moderne Arbeitsumgebung. Das Open-Space-Konzept fördere kollaboratives Arbeiten und den Austausch zwischen den Mitarbeitenden.

Uns liegt es am Herzen, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im neuen Headquarter eine moderne und attraktive Arbeitsumgebung zu bieten, die sowohl das persönliche Wohlbefinden als auch den Wissensaustausch fördert“, so Carsten Bovenschen, CFO und Personalvorstand der Akasol AG. Der neue Campus verfüge „über eine nachhaltige Energieversorgung und eine Produktions- und Testumgebung nach höchsten Qualitätsstandards“. Mit dieser Investition habe Akasol „den Grundstein für weiteres Wachstum und den langfristigen Geschäftserfolg im rasanten Wachstumsmarkt Elektromobilität“ gelegt.

Quelle: Akasol – Pressemitteilung vom 16.08.2021

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Schwellenländer ziehen an, USA fallen zurück: 2026 fährt jeder vierte Neuwagen elektrisch

Schwellenländer ziehen an, USA fallen zurück: 2026 fährt jeder vierte Neuwagen elektrisch

Tobias Stahl  —  

Laut BloombergNEF fährt 2026 bereits jeder vierte Neuwagen elektrisch. Bis 2035 soll der Anteil auf über 50 Prozent steigen – doch einzelne Länder könnten zurückfallen.

Automechanika Frankfurt: Aftermarket im Aufbruch

Automechanika Frankfurt: Aftermarket im Aufbruch

Sebastian Henßler  —  

Die Automechanika Frankfurt öffnet im September ihre Tore. 4500 Aussteller, neue KI-Formate und ein Rekord bei den Innovation Awards erwarten die Branche.

Automobiler Mittelstand meldet Standortkrise in Deutschland

Automobiler Mittelstand meldet Standortkrise in Deutschland

Sebastian Henßler  —  

Eine VDA-Umfrage unter 116 Unternehmen zeigt, dass sich die Geschäftslage im automobilen Mittelstand deutlich verschlechtert hat.

EU-Regulierung beschleunigt Chinas Fabrikoffensive in Europa

EU-Regulierung beschleunigt Chinas Fabrikoffensive in Europa

Sebastian Henßler  —  

Chinesische Autobauer sichern sich Produktionsstandorte in Europa, bevor ein neues EU-Gesetz Direktinvestitionen aus China erschwert.

„Made in Europe“: VW, Stellantis und Renault fordern simple EU-Regeln

„Made in Europe“: VW, Stellantis und Renault fordern simple EU-Regeln

Tobias Stahl  —  

Volkswagen, Stellantis und Renault wenden sich in einem gemeinsamen Schreiben an die EU – und fordern möglichst simple Regeln zum Schutz der hiesigen Automobilindustrie.

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

Sebastian Henßler  —  

Nicht Zeitpläne, sondern technische Durchbrüche entscheiden über die Zukunft der Festkörperbatterie. CATL-Chef Zeng erklärt, wo die Technologie heute steht.

Mercedes-Veteran: Warum deutsche Firmen den Mut verloren haben

Mercedes-Veteran: Warum deutsche Firmen den Mut verloren haben

Sebastian Henßler  —  

Harald Schlarb war 36 Jahre bei Mercedes, baute die Tesla-Gigafactory mit auf – und erklärt, warum deutsche Firmen das Risiko wieder lernen müssen.