Ab 2022 werden vollelektrische smart Modelle­ in China vom Band fahren

Ab 2022 werden vollelektrische smart Modelle­ in China vom Band fahren
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smart / Mercedes-Benz

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Bereits im März 2018 ist die Entscheidung über die Zukunft von smart gefallen. Und diese Zukunft liegt fortan in China. Daimler gibt hierzu 50% seines Anteils an die Zhejiang Geely Holding Group (Geely Holding) ab, um gemeinsam ein global ausgerichtetes 50:50 Joint Venture ins Leben zu rufen. Ziel ist es, smart, den Pionier urbaner Mobilität, als führende Marke für Elektromobilität weiterzuentwickeln. Das gemeinsame Joint Venture hat man nun auf den Weg gebracht.

smart läuft ab 2022 vollelektrisch vom Band

Anfang Januar 2020 gab Mercedes-Benz und Geely Holding die formelle Gründung des global ausgerichteten Joint Venture smart Automobile Co., Ltd. für die Marke smart nach Erhalt der behördlichen Genehmigungen bekannt. Das gesamte eingetragene Kapital des Joint Ventures wird 5,4 Milliarden RMB betragen, um smart zu einem führenden Anbieter von intelligenten Premium-Elektrofahrzeugen weiter zu entwickeln. Wie eingangs erwähnt werden beide Parteien 50% der Anteile am gemeinsamen Unternehmen erhalten. Als globaler Hauptsitz des neuen Joint Ventures wurde Hangzhou Bay, Ningbo, mit operativen Vertriebsfunktionen in China und Deutschland festgelegt.

smart hat nach dem Modelljahr 2019 sein Vertrieb der eigenen Fahrzeuge in den USA und Kanada eingestellt. Begründet wurde diese Entscheidung mit dem rückläufigen Kleinwagenmarkt in den USA und Kanada, unabhängig vom Antriebskonzept der Marke, welches seit 2017 in den dortigen Märkten rein elektrisch ist. Stattdessen wird man sich auf seine Wachstumsmärkte konzentrieren, welche man vor allem in China sieht. Die neuste Generation der E-Fahrzeuge wird vom weltweiten Mercedes-Benz Design-Netzwerk entworfen und durch das globale Engineering-Netzwerk von Geely entwickelt. Die Fertigung findet in China statt.

Wachstumsstarkes B-Segment soll ausgebaut werden

Mit der kommenden Generation wolle das Unternehmen sich vor allem im wachstumsstarken B-Segment erweitern. Das entspricht der Markenpositionierung von smart mit Fokus auf rein elektrischen und vernetzten Fahrzeugen der Premiumklasse. Man könnte zudem vermuten, dass der neue smart Ähnlichkeit mit Konzeptmodellen wie dem Forease oder smart vision EQ fortwo haben wird. Wenn man schon China denkt, dann auch in Richtung autonom fahrender smarts. Stichwort: smart vision EQ fortwo. Sicherlich nicht nur für Privatkunden, sondern in China vor allem für Fahrdienste wie Didi Chuxing, Uber, Lyft oder Grab interessant.

„Das Joint Venture wird die nächste Generation von emissionsfreien smart Elektrofahrzeugen auf den chinesischen und globalen Markt bringen. Wir freuen uns auf die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit, um unseren Kunden weltweit begehrenswerte Produkte und Dienstleistungen anzubieten.“ – Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG

Künftig wird sich der paritätisch besetzte Aufsichtsrat des neuen smart Joint Ventures aus sechs Führungskräften beider Vertragspartner zusammensetzen. Tong Xiangbei wurde zum neuen globalen CEO des smart Joint Ventures ernannt und wird alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Marke, einschließlich Vertrieb, Marketing, Forschung & Entwicklung, Produktion und After-Sales verantworten. Tong verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Automobilindustrie.

„Wir werden gemeinsam mit Mercedes-Benz den Wandel von smart zu einem führenden und global ausgerichteten Anbieter von urbanen und vernetzten Elektrofahrzeugen der Premiumklasse vorantreiben, um das Potenzial von smart global erfolgreich weiter auszubauen. “ – Li Shufu, Vorsitzender der Geely Holding

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 08. Januar 2020

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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