smart stellt Verkauf in USA und Kanada ein; Konzentration auf Wachstumsmärkte

smart stellt Verkauf in USA und Kanada ein; Konzentration auf Wachstumsmärkte
Copyright:

smart / Daimler AG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

smart wird nach dem Modelljahr 2019 sein Vertrieb der eigenen Fahrzeuge in den USA und Kanada einstellen. Diese Entscheidung wurde dem Magazin TechCrunch per Mail bestätigt. Begründet wird die Entscheidung mit dem rückläufigen Kleinwagenmarkt in den USA und Kanada, unabhängig vom Antriebskonzept der Marke, welches seit 2017 in den dortigen Märkten rein elektrisch ist. Bedenkt man nun, dass smart in den USA im März nach eigenen Angaben lediglich 90 Fahrzeuge verkauft hat, 18 Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum, kann man die Entscheidung nachvollziehen.

„Nach reiflicher Überlegung wird smart sein batterieelektrisches smart EQ fortwo Modell auf dem US-amerikanischen und kanadischen Markt zum Abschluss von MY2019 einstellen. Eine Reihe von Faktoren, darunter ein rückläufiger Kleinwagenmarkt in den USA und Kanada, verbunden mit hohen Zulassungskosten für ein Modell mit niedrigem Volumen, sind ausschlaggebend für diese Entscheidung.“

Autorisierte Mercedes-Benz Händler werden Berichten zufolge weiterhin Besitzer aller smart Modelle mit Service- und Ersatzteilen versorgen. Aktuell ist der smart Fortwo noch auf der US-Website sowohl in der Coupe- als auch in der Cabrio-Version gelistet, beginnend bei 23.900 Dollar für das Basismodell Coupe. Wird aber nur eine Frage der Zeit sein, bis er von dort verschwindet.

Konzentration auf Wachstumsmarkt China

Ganz Schluss mit smart ist allerdings nicht. Denn schneller als gedacht ist die Entscheidung über die Zukunft von smart gefallen. Und diese Zukunft scheint in China zu liegen. Daimler gibt 50% seines Anteils an die Zhejiang Geely Holding Group (Geely Holding), um gemeinsam ein global ausgerichtetes 50:50 Joint Venture ins Leben zu rufen. Ziel ist es, smart, den Pionier urbaner Mobilität, als führende Marke für Elektromobilität weiter zu entwickeln.

Mittlerweile wurde bekannt, dass die Fertigung von smart Stück für Stück aus Hambach verschwinden soll, um dort Platz für ein Elektrofahrzeug der Kompaktklasse von Mercedes-Benz unter der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ zu machen. Bis zur Markteinführung der neuen Modelle ab 2022 wird Daimler die aktuelle Generation von smart Fahrzeugen weiterhin am Standort Hambach in Frankreich (smart EQ fortwo) und am Standort Novo Mesto in Slowenien (smart EQ forfour) produzieren.

Ab dem Jahr 2022 ist dann geplant, dass die e-smarts in einer neuen, speziell dafür erbauten Elektroautofabrik in China vom Band laufen werden. Im gleichen Jahr soll dann der globale Vertrieb von China aus starten. Als Teil des Fahrzeugentwicklungsprogramms soll das smart Produktportfolio auch in das wachstumsstarke B-Segment ausgeweitet werden.

Quelle: electrek.co – Daimler to stop selling Smart cars in US and Canada, report says // n-tv – Daimler beendet Smart-Verkauf in USA

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.