NIO trennt den Akku vom Elektroauto - CATL könnte dabei unterstützen

NIO trennt den Akku vom Elektroauto – CATL könnte dabei unterstützen

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Das chinesische Elektroauto-Start-Up NIO strebt die Trennung vom E-Auto und dem darin verbauten Akku an. So soll die Batterie künftig im Rahmen eines „BaaS-Angebot (Battery as a Service)“ auf die Straße gebracht werden, hierzu will NIO ein Unternehmen zur Verwaltung der Batterieressourcen gründen. Ein mögliches Investment von Batteriehersteller CATL stehe ebenfalls im Raum. Derzeit bemühe sich das Start-Up um die Sicherung der Finanzierung.

NIOs Batterie-Aktiengesellschaft, die seit fast sechs Monaten in Arbeit ist, wird von NIO Energy geleitet werden, einem Unternehmen, das zur Verwaltung der Batterie-Aktivitäten von NIO gegründet wurde. Gegründet wird dieses Firmen-Konstrukt, um die Batterie vom Fahrzeug zu trennen. „Mit anderen Worten: Das Fahrzeug und die Batterie können getrennt verkauft werden. Das Eigentum an der Batterie und dem Fahrzeug kann voneinander getrennt werden, und der Nutzer muss die Batterie nicht mehr kaufen“, zitiert der Bericht von cntech Quellen, die über diese Angelegenheit Bescheid wissen.

Somit wird es dem Fahrer der NIO E-Autos möglich sein, dass die Batterie nur noch gemietet und nicht mehr gekauft wird. Als Leiher eines solchen Akkus soll man aus einer Vielzahl von Paketen wählen können, welche sich nach den eigenen Bedürfnissen richten. Durch die Tatsache, dass bei E-Autos von NIO der Akku einfach getauscht werden kann, könne man so auf unterschiedliche Ansprüche im Alltag reagieren. Beispielsweise ein kleines Akku-Paket für Fahrten im Alltag. Sollte man eine Urlaubsreise antreten wird eben ein größeres Akku-Paket gemietet.

Vonseiten des NIO-CEO Li Bin wird schon seit längerem die Trennung von Batterie und E-Auto angestrebt. „Das wiederaufladbare, austauschbare, aufrüstbare BaaS-Batterieservice-Geschäftsmodell (Body-As-battery Separation) von NIO hat bedeutende Fortschritte gemacht. Als nächstes wird NIO im dritten Quartal schrittweise die vollständige Trennung von Fahrzeug und Batterie erreichen, wie von der neuen nationalen Politik gefordert“, so der NIO-CEO weiter.

Zur Einordnung: Wie der chinesische Automobilhersteller bereits im Juni berichten konnte, wurden die Batterie-Wechselstationen innerhalb von zwei Jahren eine halbe Million Mal benutzt. So erreichte das Unternehmen am 25. Mai in China mit seinen NIO ES6– und ES8-Fahrzeugen den Meilenstein von 500.000 Elektroauto-Batterie-Tauschvorgängen.

Quelle: cntechpost.com – Nio reportedly to set up battery asset management company in August, expected to get investment from CATL

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Nur mal zur Einordnung:
Fläche der Staaten
9.326.410 km² China
357 582 km² Deutschland
10.523.000 Europa gesamt

Wenn diese Strecken in China nicht plausibel mit 1 Akku geschafft werden…. ist es vorstellbar das es funktioniert.

Aber nicht ausschließlich für Deutschland.. da müsste ein Europaweites Netz her… VIEL SPASS

Kein chinesischer elektrischer Autobauer wird je auf die Füsse kommen. Weder mit oder auch ohne Wechselakku. Die sind noch zu doof um uns richtig zu kopieren. Alles nur kommunistische Sprüche wie in der Politik. Trump hat dies schon lange bemerkt. Hoffentlich kopiert der das Lügen und Uebertreiben, Sprüche machen und Abstreiten nicht von denen.

Was genau sollten die Chinesen denn von uns kopieren? Wie man Akkus baut? Ach halt so etwas gibt es ja bei uns nicht. Deutschland hat den Anschluss verpasst und die Industrie kämpft ums überleben. Aktuell sind es eher wir, die Fahrzeuge von Tesla und aus China kaufen um sie zu zerlegen und von ihnen zu lernen.

Strauss, Kopf in den Sand um die Realität auszublenden?
Soviel Unkenntnis kann nur ein Populist, oder ein Rückwartsgewanter in aller Peinlichkeit veröffentlichen.
Ob uns hier der Bevölkerungsaustausch nicht hilfreich wäre?

Dass Nio Autos mit Wechselakku baut ist übrigens schon länger so. Das ist keine Neuigkeit. Die Entwicklung läuft seit 2017, die Auslieferung hat 2019 begonnen. Die Lieferzahlen wachsen. Meiner Meinung nach ist der Wechselakku mit den zurzeit hinsichtlich Gewicht und Preis verfügbaren Akkus, die einzige vernünftige Art und Weise E-Autos zu betreiben. Wenn der Akku kleiner ist, ist er leichter und billiger, Ladezeiten spielen keine Rolle, nur die Wechselzeit. Wenn ein Akku den Geist aufgibt, kann man ihn leicht wechseln. Wer eine Photovoltaikanlage hat, kann einen zuhause laden und ihn abends mit vielleicht einer Art Hubwagen wechseln. Elektrisch Umladen aus dem Heimnetz erhöht die Zykluszahl des Heimakkus für nichts. Eine vernünftige anfängliche Größe läge aus meiner Sicht bei 35kWh. Das Auto selbst sollte einen permanenten Akku von 5-10kWh haben. Es wird wohl in Westeuropa nicht dazu kommen, da die Autofirmen sich nicht einigen werden. Meine Prognose ist, dass die Chinesen den Standard setzen und wir dem folgen müssen. Theoretisch wäre es ja möglich, siehe MC, CD, USB, normale Batterien. Es sind zwar mehr Parameter zu berücksichtigen vor allem wegen der Kühlung. Langsam mit 2-3 kW zuhause sollte möglich sein. Schnelleres Laden nur beim Profi, um den vor Fehlbehandlung zu schützen.
Der große Vorteil wäre, dass die Tankstellen die Akkulager immer größer ausbauen könnten und damit zum Energiespeicher werden können. Die Speicher könnten dann zu guten Preisen als Last bei Stromüberschuss zugeschaltet werden. Wird wohl erst werden, wenn sich die Chinesen durchsetzen. Die Partei wird es richten, in dem Fall ein Vorteil.
Letztendlich bleibt es aber dabei, dass E-Auto fahren nur sinnvoll mit Strom aus erneuerbaren Energien ist. Und der ist noch lange nicht da. Nächstes Jahr ist Atomausstieg in Deutschland. Dann wird der fossile Strom aus Kohle und Gas erstmal steigen.

Doessegger
Die Idee den eigenen 75kWh Akku kurzzeitig gegen einen 100 kWh-Akku zu tauschen wäre nur möglich, wenn das Wechselsystem den Platz dafür bereithält oder der technische Fortschritt eine höhere Energiedichte zulässt und das Auto für das zusätzliche Gewicht ausgelegt ist. Und wenn der eigene 75kWh-Akku danach wieder ins Auto soll, dann hat das nichts mit dem zu tun, was ich mir unter dem vorstelle, was NIO macht. Das ist meiner Meinung nach so, wie wenn eine leere Mehrwegflasche gegen eine andere frisch befüllte getauscht wird.
Der Ansatz mit 35kWh-Größe hat mehrere Gründe. Einer ist, das man mit ca. 8kg/kWh für den Akku rechnen muss und vielleicht noch 2kg/kWh für die tragende Konstruktion des Autos. Das heißt der 35kWh-Akku wiegt ungefähr 280kg, ein 75kWh-Akku würde 600kg wiegen, 100kWh eben 800kg. Die andere Überlegung ist die, wenn 5 Autos je einen 35kWh + 5kWh im Auto hätten und einer in der Tankstelle liegt, sind das 6x35kWh+5x5kWh=235kWh. Mit dieser Akkukapazität ließen sich nur 3 75kWh-Akkus oder 2,5 100kWh-Akkus bauen. Das heißt man spart sich jede Menge Ressourcen. Für das Wechseln sollten 5min reichen. Wenn man also 35kWh in 5min bekommt, wäre das eine Ladeleistung von 12Akku/h x 35kWh=420kW. Das gibt es an keinem Supercharger. Und das mit optimalem Ladestrom für den Akku, dass dieser lange hält und geringe Wärmeverluste auftreten. Wenn man ihn mit 10kW lädt braucht er zwar 3,5h, aber wenn 42 Akkus im Magazin liegen, ist alle 5min einer voll. Durch die kurze Wechselzeit käme ein E-Auto für Straßenparker in Frage.
Der innere Akku mit 5kWh wäre nur zur ständigen Stromversorgung auch beim Wechselvorgang und als letzte Reserve.
Die Beschränkung der Ladeleistung zuhause auf 2-3kW hat neben der Akkuschonung auch etwas mit dem Energienetz zu tun. Wenn jeder eine 22kW Wallbox zuhause hätte und wir alle in ferner Zukunft Elektroauto fahren, dann können schon mal 1 Million von 45Millionen PKW in Deutschland am Netz hängen. Das sind dann plötzlich 22GW mehr zu den anderen, die mit 150kW, 100kW, 50kW, 10kW und 2-3kW laden, die heute noch Verbrenner fahren. Unser Netz bewegt sich jetzt zwischen 50GW und 70GW. Solche zusätzlichen Schwankungen würden große Probleme verursachen. Wenn die Akkus im Tankstellendepot lägen, dann kann man die Ladung an das Netz anpassen, z.B. bei starker Sonneneinstrahlung um die Mittagszeit und bei starkem Wind, auch regional angepasst.
Noch ein Argument für den 35kWh-Akku ist die durchschnittliche Fahrleistung. Die Jahresfahrleistung eines PKW liegt bei ungefähr 15.000km/a. Das ergibt 41km/d. Wenn man mit leichterem Akku unterwegs ist, dann reichen vielleicht 11kWh/100km. Dann kommt man über 300km. Das wäre Wechseln einmal pro Woche oder 2h laden pro Tag mit 2-3kW. Das ist denke ich zumutbar.
Der Trend mit den jetzigen Akkus muss zum kleineren Akku gehen, da die Verfügbarkeit der Ladesäulen zugenommen hat und weiter zunimmt und beim Akkuwechsel überhaupt kein Thema ist. Wenn ich morgens aus dem Haus gehe, nehme ich mir doch auch nur ein oder zwei Flaschen Wasser mit und schnalle mir nicht den ganzen Kasten auf den Rücken, als wollte ich die Wüste durchqueren. Und beim Akku wird dieser auch nicht leichter, wenn er leer ist.
Es ergeben sich noch andere Effekte. Der viel beschworene Nachnutzungseffekt für Altakkus wäre viel einfacher mit einem Standard-Akku. Die Alterung und der Wertverlust des Fahrzeugs wären vom Akku abgekoppelt. Das Recycling der Akkus, was heute noch in den Kinderschuhen steckt, wäre einfacher.

Doessegger
Letztlich werden mehrere Systeme nebeneinander existieren. Für Vielfahrer ist Diesel oder Erdgas die bessere Wahl. Wenn andere Akkus aus billigeren oder leichteren Materialien oder mit besserer Lademöglichkeit kommen, ändert sich alles. Auch falls synthetische Kraftstoffe auf Basis von grünem Wasserstoff günstig verfügbar sind. Halb Brasilien fährt mit Alkohol aus Zuckerrohr. Es ist alles offen.

Ähnliche Sprüche gab es in den Siebzigern über japanische Autos und vor gar nicht allzu langer Zeit über koreanische.
Wie es wirklich gelaufen ist, sehen wir heute auf den Straßen.

Wenn Trump dein Idol ist, na servus

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