Toyota-Redwood-Batterie-Elektroauto-Recycling

Toyota und Redwood arbeiten an Wertstoffkreislauf für E-Auto-Akkus

Copyright Abbildung(en): Redwood Materials

Der japanische Autohersteller Toyota und das US-Recyclingunternehmen Redwood Materials arbeiten gemeinsam an einer Kreislauf-Lösung für E-Auto-Batterien. Zunächst wollen sich die beiden Unternehmen einer aktuellen Mitteilung von Redwood zufolge auf das Prüfen und Recyceln von ausgedienten Batterien konzentrieren und End-of-Life-Lösungen für die Akkus aus Hybridautos von Toyota schaffen. Später soll die Zusammenarbeit auf andere Bereiche ausgedehnt werden, darunter Batteriezustands-Screening und Datenmanagement, eine Wiederaufarbeitung sowie die Versorgung mit Batteriematerialien in Nordamerika.

Die Arbeiten werden sich auf Redwoods Battery Materials Campus in Nevada konzentrieren, dem US-Bundesstaat, der sich unmittelbar neben einem der ältesten und größten Märkte für Elektrofahrzeuge befindet: Kalifornien. Dort gelangt die erste Welle von Prius-Hybriden und bald auch reinen Elektroautos ans Ende ihrer Fahrzeug-Lebensdauer. Unweit des Redwood-Standorts wird Toyota in den kommenden Jahren ein eigenes Batteriewerk aufbauen, wie der Autohersteller vor Kurzem mitgeteilt hat. Durch die räumliche Konzentration und kurze Wege zwischen den Standorten könne die Nachhaltigkeit der Batterien weiter erhöht werden.

Redwood will den ökologischen Fußabdruck und die Kosten von Lithium-Ionen-Batterien senken, indem es durch das Recycling von ausgedienten Batterien eine stetig wachsende Quelle für Anoden- und Kathodenmaterialien anbietet. Aktuell erhält Redwood jährlich mehr als 6 GWh Altbatterien für das Recycling, die dann verarbeitet und zu wichtigen Batteriematerialien wiederaufbereitet werden. Neben Toyota ist Redwood bereits Partnerschaften mit den US-Autoherstellern Ford und dem E-Auto-Branchenprimus Tesla eingegangen. Bis 2025 will Redwood seine Produktionskapazität auf 100 GWh pro Jahr erhöhen, was genug wäre, um Batterien für mehr als eine Million Elektroautos pro Jahr herzustellen. Bis 2030 will Redwood auf 500 GWh skaliert haben, genug für mehr als fünf Millionen Elektroautos pro Jahr.

Gemeinsam wollen Toyota und Redwood daran arbeiten, das Recycling alter Akkus und die inländische Gewinnung von Batteriematerialien nahtlos in die Batterieproduktionsstrategie von Toyota zu integrieren. Die gemeinsame Vision, den ökologischen Fußabdruck und die Transportkosten zu senken, könne die Einführung und den Zugang zu Elektroautos weiter beschleunigen, so Redwood in seiner Mitteilung.

Das langfristige Ziel von Redwood Materials ist, einen vollständig geschlossenen Kreislauf zu schaffen, um die ökologischen und wirtschaftlichen Kosten von Elektroautos zu senken. Die Zusammenarbeit mit Toyota soll künftig alle Schritte dafür umfassen. Der japanische Autohersteller hat sein Hybrid-Elektroauto Prius bereits vor mehr als 20 Jahren eingeführt, Kalifornien, sozusagen ein Sammelbecken für Early-Adopters, war schon damals einer der größten Märkte für das zur Zeit seiner Einführung innovative E-Fahrzeug. An Nachschub ausgedienter Akkus wird es daher sicherlich nicht fehlen.

Quelle: Redwood Materials – Pressemitteilung vom 21.06.2022

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Keine E-autos aber über Wertstoffkreislauf fabulieren.
Wie war das mit dem H2-Auto für den Mond?

Die Pressearbeit von Toyota in Sachen BEV erinnert mich an Aiways. Die allerdings haben wenigstens ein Fahrzeug – der Lexus ist dagegen eher ein Scherzartikel

Gerade Toyota, die bei den BEV kaum voran kommt und in ihren verlustbringenden Wasserstoff-Mirai
einen Mini-Akku verbaut hat, will sich mit Akku-Recycling profilieren – ein japanischer Schaumschläger.

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