Bollinger testet B1 und B2 bevor 2021 erste Auslieferungen bevorstehen

Mullen erwirbt Mehrheit an Bollinger Motors

Copyright Abbildung(en): Bollinger Motors

Angriff ist die beste Verteidigung. Das hat sich wohl der US-Autobauer Mullen gedacht, der zuletzt von Hindenburg Research bereits mehrfach des Betrugs bezichtigt wurde. Obwohl man selbst noch weit von einer Serienfertigung des Mullen FIVE entfernt zu sein scheint, hat Mullen nun für 148,2 Millionen US-Dollar 60 Prozent des E-LKW-Bauers Bollinger Motors erworben. Mullen will den E-Geländewagen B1 und dessen Pick-up-Variante B2 wiederbeleben, denn dafür orte man „starkes Interesse von Großkunden wie Versorgungsunternehmen und kommunalen Diensten“, wie Mullen-CEO David Michery erklärt.

Bollinger Motors hatte die Entwicklung der vollelektrischen B1 und B2 auf Eis gelegt, um seinen Fokus auf E-Nutzfahrzeuge zu legen. Der B1 und B2 von Bollinger wurden 2017 vorgestellt und sogar eine zweite Generation entwickelt. Es liegen nach Angaben des Unternehmens bereits 50.000 Reservierungen vor, die Mullen nun übernimmt. Auf der Webseite von Bollinger wird bereits angekündigt, den B1 und B2 wieder aufzulegen.

Mullen will so in die Klasse der mittelschweren LKW 3-6 einsteigen, Bollinger erhält im Gegenzug Zugriff auf die Feststoff-Batterietechnologie von Mullen. Die Übernahme sei „eine der größten in der Elektrofahrzeugbranche und bietet Mullen die einmalige Gelegenheit, aggressiv in den stark nachgefragten kommerziellen Elektrofahrzeugbereich zu expandieren„, erläutert Michery Mullens Motiviation für die Akquisition.

Gerade eben hat Bollinger den B4 vorgestellt, ein elektrisches Nutzfahrzeug der Klasse 4. In die Entwicklung sind nach Angaben des Unternehmens jahrelange Rückmeldungen von Dutzenden Fuhrparks geflossen, die ihre Fahrzeuge elektrifizieren wollen. Im Herbst werden die ersten B4-LKWs bei Kunden getestet. Mullen hingegen hat die Umrüstung seines Werks im kalifornischen Monrovia angekündigt, um dort die Produktion von Batteriepacks für Elektrofahrzeuge aufzunehmen.

Vom Produktionswerk in Tunica, Mississippi, hatte Hindenburg Research ja behauptet, dass dort niemals eine Produktion für E-Autos stattfinden könnte. Auch die Kooperation mit einem Batteriehersteller zur Produktion von Feststoffbatterien hatte ein Insider als „Luftschloss“ bezeichnet. Für die Entwicklung des eigenen E-Fahrzeugs Mullen FIVE hatte man zuletzt das von F1-Weltmeister Keke Rosberg gegründete Team Rosberg Engineering an Bord geholt, das seine Expertise im Bereich der Fahrwerks- und Sicherheitsentwicklung für den Mullen FIVE einbringen soll.

Quelle: electrive.net – US-Deal: Mullen übernimmt Mehrheit an Bollinger

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Das ist ja so als wenn Sono Motors XBus kauft.

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