Mercedes arbeitet mit ProLogium an Festkörper-Batterie

Mercedes arbeitet mit ProLogium an Festkörper-Batterie

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz

Mit großen Schritten soll es für Mercedes-Benz in die vollelektrische Zukunft gehen. Hierfür geht man auch Partnerschaften ein. Gemeinsam mit ProLogium widme man sich der Entwicklung von Batteriezellen der nächsten Generation vereinbart. Geplant sei, dass man bereits in den kommenden Jahren eine Feststoffbatterie zum Einsatz bringen kann. Zeitlich gesehen sieht man den Einsatz wohl in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts als realistisch an.

Bis 2030 plane Mercedes-Benz vollelektrisch zu werden. Zumindest überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen. Über Partnerschaften mit führenden Unternehmen treibt Mercedes-Benz seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im sich rasant entwickelnden Bereich der Feststofftechnologie aktiv voran, um schnelle Fortschritte in der Batterietechnologie zu erzielen und den Zugang zu den neuesten Technologien abzusichern. Dies soll im Fall der Festkörperbatterie gemeinsam mit ProLogium geschehen.

Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG, Chief Technology Officer verantwortlich für Entwicklung und Einkauf, ordnet die Zusammenarbeit wie folgt ein: „Effizienz und Reichweite sind die neuen Branchenmaßstäbe für Elektroautos. Die Feststofftechnologie hat das Potenzial, Größe und Gewicht der Batterie deutlich zu reduzieren. Über die Zusammenarbeit mit Partnern wie ProLogium beschleunigt Mercedes-Benz die Entwicklung innovativer Batterietechnologien für den Automobilbereich – zum Nutzen unserer Kunden.“ 

Von Seiten ProLogium äußert sich deren CEO und Gründer Vincent Yang zur Kooperation: „Wir arbeiten seit 2016 mit Mercedes-Benz an der Erprobung unserer Batteriezellen für Elektrofahrzeuge und freuen uns, die Partnerschaft zu stärken und weiter zu vertiefen. Gemeinsam mit Mercedes-Benz wollen wir am effektiven Einsatz unserer sicheren und leistungsstarken Festkörperbatteriezellen und an der Erfüllung der Standards für die Mercedes-Benz Spitzenqualität arbeiten.“ Darüber hinaus führt er aus, dass man in seinem Unternehmen daran glaube, dass innovative Technologie durch die Skalierbarkeit der Produktion unterstützt werden muss. Dies wolle man nun gemeinsam angehen.

Im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft wird Mercedes-Benz einen Sitz im ProLogium Board of Directors einnehmen. Über die Kapitalbeteiligung stärkt Mercedes-Benz die Weiterentwicklung der Batterietechnologie sowie den geplanten Aufbau von Produktionskapazitäten des Partners in Europa. Kurze Randnotiz, Chinas E-Auto Start-Up NIO macht bereits seit 2019 gemeinsame Sache mit dem Festkörper-Spezialisten.

Stand heute hält ProLogium nach eigenen Angaben insgesamt 129 Patente in China, den USA, Korea, Japan, Großbritannien und der Europäischen Union. NIO selbst hatte in der Vergangenheit bewiesen, dass man Batterien anders und weiterdenkt. Vor der Zusammenarbeit mit NIO hat ProLogium Technology während der Shanghai Auto Show im April 2019 auch eine Kooperation mit Enovate Motors vereinbart. Des Weiteren hat man mittlerweile mit AIWAYS eine strategische Kooperationsvereinbarung geschlossen, um gemeinsam Tests und Studien zur exklusiven MAB-Festkörperbatterielösung von ProLogium Technology durchzuführen.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung

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