Mercedes-Benz: 60 Mrd. € Zukunftsplan stellt E-Mobilität in Fokus

Mercedes-Benz: 60 Mrd. € Zukunftsplan stellt E-Mobilität in Fokus
Copyright:

Mercedes-Benz

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

60 Milliarden Euro lässt sich Mercedes-Benz die nächsten vier Jahre kosten. Mit diesem Investment will man von 2022 bis 2026 auf eine vollelektrische Zukunft zusteuern. Die wertvollste Luxus-Automobilmarke der Welt strebt dabei nicht weniger, als die Führung bei elektrischen Antrieben und Fahrzeugsoftware an. Während Mercedes-Benz die Sachinvestitionen in diesem Zeitraum weiter planmäßig reduzieren will, bleiben die Forschungs- und Entwicklungsausgaben für die Elektrifizierung des Produktportfolios sowie die weitere Digitalisierung und die nächsten Schritte hin zum automatisierten Fahren auf hohem Niveau.

Mit dem vom Aufsichtsrat verabschiedeten Plan bekräftigt das Unternehmen den beschleunigten Übergang in eine vollelektrische Welt. Schließlich ist man sich auch sicher, dass man den Klimawandel angehen muss. Und E-Antriebe seien Kern der Mercedes-Strategie. Ggf. müsse man diese eben auch im Luxus-Segment konsequent verfolgen. Gleichzeitig wolle man das Unternehmen schmäler und agiler aufstellen.

Passend hierzu wurde Mitte Dezember 2020 die Fahrpläne des Unternehmens in Bezug auf E-Mobilität konkretisiert. Im Januar 2021 dann nochmals bestätigt, dass Nachhaltigkeit der große Hebel für Mercedes-Benz sei, auf dem Weg in eine grünere Zukunft. Gleichzeitig wolle man aber die Margen entsprechend hoch halten. Ein wichtiger Stellhebel hierfür ist die Erhöhung des Nettoumsatzes pro Fahrzeug. Zudem wird schrittweise ein direktes Vertriebsmodell, einschließlich Preisgestaltung angestrebt. Höhere Umsätze durch digitale Dienstleistungen sollen einen weiteren positiven Beitrag leisten.

„Unser Ziel ist die Technologieführerschaft im automobilen Luxussegment sowie bei Premium Vans. Dabei bleiben wir unseren anspruchsvollen Margenzielen verpflichtet. Mercedes-Benz hat alles, was dafür erforderlich ist: einen klaren strategischen Kurs, ein hochqualifiziertes und motiviertes Team sowie die starke Unterstützung des gesamten Aufsichtsrates. So wollen wir mit den begehrenswertesten Autos profitabel wachsen und nachhaltig Werte schaffen – für unsere Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und Partner.“ – Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG

Noch vor Ende des Jahrzehnts wolle Mercedes-Benz vollelektrisch unterwegs sein. Wohlgemerkt wo immer die Marktbedingungen es zulassen. Vor diesem Hintergrund unterstützt der Aufsichtsrat den eingeschlagenen Weg zur konsequenten Steigerung der Effizienz und der damit verbundenen Senkung der Fixkosten. Schlussendlich liege der Fokus auf der „stringenten Priorisierung der Zukunftsinvestitionen“. Allen voran der Fokus auf Elektromobilität, wie Mercedes selbst zu verstehen gibt.

Zudem erwartet das Unternehmen, dass standardisierte Batterieplattformen und skalierbare Fahrzeugarchitekturen – zusammen mit Fortschritten in der Batterietechnologie – zu einer Reduzierung der variablen Kosten von batterieelektrischen Fahrzeugen beitragen werden. Der Anteil der Batteriekosten am Fahrzeug wird in dieser Dekade voraussichtlich deutlich sinken.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.