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Ford bereitet Werk Craiova in Rumänien für E-Autos vor

Copyright Abbildung(en): Ford

Ford Europa setzt seine Transformation mit Blick auf eine elektrifizierte Zukunft fort und überträgt dafür den rumänischen Werksstandort Craiova an das Joint Venture Ford Otosan. Nach der bereits erfolgten Ankündigung und dem behördlichen Genehmigungsverfahren schlossen Ford Europa und Ford Otosan nun die entsprechende Vereinbarung ab. Damit verbinde sich die Produktionsexpertise des Werks Craiova mit der Erfahrung von Ford Otosan in den Bereichen Konstruktion, Engineering und Fertigung von Nutzfahrzeugen, so Ford in einer aktuellen Mitteilung.

Ford Otosan kündigte überdies an, in den nächsten drei Jahren insgesamt 490 Millionen Euro in das Werk in Rumänien zu investieren. Angestrebt werden eine Schlüsselrolle bei der Elektrifizierung von Ford in Europa sowie eine Steigerung der Produktion im Segment der leichten Nutzfahrzeuge.

„Mit der Übernahme des Werks in Craiova erweitert Ford Otosan die Fertigungskompetenz und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens“, sagte Güven Ozyurt, General Manager von Ford Otosan. „Die hochqualifizierten Beschäftigten in Craiova und ihre gute Arbeit bei der Herstellung von Ford-Fahrzeugen werden verknüpft mit der Erfolgsgeschichte von Ford Otosan“. Craiova werde vom Wissenstransfer und der Erfahrung von Ford Otosan in puncto Entwicklung, Konstruktion und dem Bau von Nutzfahrzeugen sowie im Bereich der Elektrifizierung profitieren können, so Ozyurt weiter.

Der Ford Transit Courier der nächsten Generation, einschließlich der von Ford Otosan entworfenen und konstruierten Transporter- und Kombimodelle, soll in Craiova produziert und 2023 auf den Markt gebracht werden. Vollelektrische Varianten sollen kurz darauf im Jahre 2024 folgen. Ford Otosan werde auch weiterhin den Ford Puma in Craiova produzieren und im Verlauf des Jahres 2024 mit der Fertigung der neuen vollelektrischen Variante des sportlichen Crossover SUV beginnen.

Ford treibt außerdem die Transformation seiner Kölner Produktionsstätten voran. So werden am rheinischen Standort zwei Milliarden US-Dollar (etwa 1,95 Milliarden Euro) investiert, um ab 2023 mit der Fertigung von Elektroautos zu beginnen. Zudem bestätigte Ford erst vor wenigen Tagen, dass das Werk im spanischen Valencia als einer der Hauptstandorte für die Montage von Fahrzeugen auf der Grundlage einer neuen E-Auto-Architektur ausgewählt wurde. Im weiteren Verlauf dieses Jahrzehnts sollen dort neue vollelektrische und vernetzte Fahrzeuge vom Band rollen.

Bis 2026 plant Ford, in Europa jährlich 600.000 Elektrofahrzeuge zu verkaufen. Global, so die unternehmerische Zielsetzung, sollen bis 2026 mehr als zwei Millionen Elektrofahrzeuge pro Jahr verkauft werden.

Vor 14 Jahren übernahm Ford das Werk in Craiova offiziell von der rumänischen Regierung und verwandelte die Autofabrik mittels einer Investition in Milliardenhöhe in eine moderne Produktionsstätte. Die Eigentumsübertragung soll nun die Position von Ford Otosan als größter Nutzfahrzeughersteller in Europa stärken. Mit der Übernahme des Werks in Craiova werde die jährliche Produktionskapazität des Unternehmens 900.000 Fahrzeuge überschreiten. Ford Otosan ist ein Joint Venture, an dem Ford und die türkische Koç Holding über die Aktienmehrheit verfügen. Bei der feierlichen Übergabeveranstaltung des Werks in Craiova nahmen unter anderem der rumänische Premierminister Nicolae Ciuca und Vertreter von Ford Otosan teil.

Das Werk in Craiova kann hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Flexibilität eine starke Erfolgsbilanz vorweisen, dies zeigen europaweit nachgefragte Fahrzeuge wie der Ford EcoSport und der Ford Puma sowie der modellübergreifend eingesetzte 1,0-Liter-EcoBoost-Benzinmotor“, sagte Stewart Rowley, Vorsitzender von Ford Europa. „Diese Initiative wird die Strategie von Ford unterstützen, das Geschäft in Europa weiter auszubauen und das Ziel von Nullemissionen bei verkauften Fahrzeugen zu erreichen. Bis 2035 soll darüber hinaus Klimaneutralität im gesamten europäischen Geschäftsbereich von Ford erreicht werden, einschließlich Logistik und Zulieferern.

Quelle: Ford – Pressemitteilung vom 05.07.2022

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