NIO: Aktueller Stand Batteriewechsel bei E-Autos

Erste NIO Power Swap Station in Oslo

Copyright Abbildung(en): NIO

Batterie-Tauschsysteme waren von Anfang an immer wieder Thema in der Elektromobilität, haben sich bisher aber nicht flächendeckend durchsetzen können. In Europa hatte vor allem Renault darauf gesetzt. Der chinesische Hersteller NIO nimmt jetzt einen neuen Anlauf. NIO-Autos werden noch heuer nach Europa kommen, und mit ihnen die Power Swap Stations, also die Batterietauschstationen. Die erste wurde nun in Oslo in Betrieb genommen und der deutsche Thermomanagement-Spezialist technotrans hat dafür die Kühllösung geliefert.

Es sieht spektakulär aus, einfach das NIO-E-Auto in eine Art Garage einparken und die im Unterboden verbaute, leere Batterieeinheit wird von einem Roboter automatisch ausgebaut und durch eine vollgeladene ersetzt. Rausfahren und fertig. Der Tauschvorgang dauert insgesamt nur fünf Minuten, der Infrastrukturaufwand ist hingegen enorm: nur für seine eigenen Modelle plant NIO bis 2025 in Europa etwa 1.000 solcher Power Swap Stations! Die erste steht bereits in Oslo, im Mutterland der Elektromobilität. Von dort aus plant der Hersteller die weitere Erschließung des europäischen Marktes. Bereits Ende diesen Jahres sollen 50 weitere Power Swap Stations an verschiedenen Standorten in Europa entstehen, beispielsweise auf Parkplätzen oder Tankstellen. Wie schnell man ein solches Tauschnetzwerk aufziehen kann, hat NIO in China vorgemacht: seit 2018 wurden dort bereits 700 Power Swap Stations errichtet! Bis 2025 sollen noch weitere 100 dazukommen. Weltweit sollen es bis 2025 sogar 4.000 sein.

Die Power Swap Stations brauchen recht viel Platz (sie haben in etwa die Größe einer Doppelgarage), und die Austauschbatterien müssen effizient gekühlt werden. Und zwar individuell, je nach Ladegrad. Hier kommt technotrans ins Spiel, als exklusiver Partner für das Debut in Oslo. Andreas Seifert, Business Development Manager für den asiatischen Markt bei technotrans, ist natürlich stolz, „dieses zukunftsweisende Projekt unterstützen zu können„. Das flüssigkeitsbasierte Kühlsystem leistet 22 Kilowatt und setzt auf ein Glykol-Wasser-Gemisch. Die Akku-Tauschstation wird über die in den Wechselbatterien enthaltene Energie autonom versorgt. Läuft in Oslo alles gut, könnte das der Startschuss für eine langfristige Zusammenarbeit mit NIO sein.

NIO bietet eine breite Palette an E-Modellen, für 2022 wurde gerade mit dem ES7 ein SUV in Aussicht gestellt.

Quelle: technotrans.de – Pressemitteilung vom 30.03.2022

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4 Comments
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Die Power Swap Stations brauchen recht viel Platz . ?? Auf jedem Fall weniger als 12 Ladesäulen.

Wo fährst du hin?
Ich fahre Swap-en !
Swap, swap, swap…im Galopp ! :) :)

Sorry4OT.. ;)

Mal ernst: NIO steht schöne Zukunft gegenüber…

Last edited 8 Monate zuvor by Tom62

Das Konzept ist sehr mutig. Und Mut zahlt sich oftmals aus.

Auf diese Weise können Kunden ihrer Akku beliebig vergrößern oder verkleinern. Oder wenn man ein Austausch bei defekt nötig werden sollte ist das ebenfalls easyy

mir als Kunde gefällt das

Ich kann an dem Konzept absolut nichts zukunftsweisendes entdecken: ein gigantischer logistischer und energetischer Aufwand (mit dem entsprechenden CO2-Fußabdruck), um das Herzstück meines Fahrzeugs zu tauschen, das mir noch nicht einmal gehört! Interessant wären Hinweise zu den Tauschkosten gewesen. Diese dürften zur Abdeckung des irren Aufwandes (Investitionen, Betrieb, Wartung und Instandhaltung) die Kosten für das aktuell teuerste Schnellladen nicht unwesentlich übersteigen! Wesentlich sinnvoller erscheint mir da die Intensivierung bei F&E zur Zellchemie und -Architektur, was neben der Minimierung kritischer Materialien, Verbesserung der Zyklenfestigkeit und Kapazität letztendlich auch zu kürzeren Ladezeiten führen wird. Auch stellt sich bei Tausch-Systemen im Alltag die Frage der Praktikabilität: Wie können diese in eine Routenplanung so eingebunden werden, dass mein Zeitgewinn nicht durch Umwege zur Tausch-Station wieder (ggf. mehr als) aufgefressen wird? Was ist mit Wartezeiten vor den Stationen, die anders als Ladeparks vermutlich immer nur 1Fahrzeug bedienen können….Ich wage die Vorhersage, dass dieses Konzept ein ebensolcher Rohrkrepierer wird wie der Ausbau der Wasserstoff-Tankstellen für den PKW-Bereich. Last not least begebe ich mich bei Nio wie auch schon in unzähligen anderen Kontexten abermals in die Abhängigkeit eines Konzerns aus einer menschenverachtenden Diktatur, die -wenn sie es denn wollte- immer mehr Räder auch bei uns stillstehen lassen könnte.

Last edited 8 Monate zuvor by Norbert Seebach

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