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BMW beendet i3-Produktion mit limitierten Sondermodellen

Copyright Abbildung(en): BMW

Im BMW-Werk Leipzig ist eine Ära zu Ende gegangen. Gut achteinhalb Jahre nach dem Start hat der Autohersteller die Serienproduktion des BMW i3 eingestellt. Der i3 begann als Exot auf dem damals noch kaum erschlossenen Markt für Elektroautos, entwickelte sich im Laufe seiner Produktionszeit zu einem Klassiker mit unverwechselbarer Ausstrahlung und gehe nun als Pionier der nachhaltigen Mobilität in die Geschichte des Unternehmens ein.

Für das Werk ist der Abschied vom i3 mit dem Aufbruch in ein neues Kapitel der Elektromobilität verbunden. In einem nahtlosen Übergang werden dort ab sofort zusätzlich zur bereits seit Mai 2021 bestehenden Fertigung von Hochvoltbatterie-Modulen weitere E-Antriebskomponenten hergestellt. Und schon im kommenden Jahr soll an gleicher Stelle die Produktion der nächsten Generation des MINI Countryman beginnen – unter anderem mit einem vollelektrischen Antrieb. Damit sollen die in den zurückliegenden Jahren aufgebauten Kompetenzen der Belegschaft auf dem Gebiet der Elektromobilität konsequent genutzt und weiter vertieft werden. Gleichzeitig wird das BMW-Werk Leipzig zum ersten Standort im weltweiten Produktionsnetzwerk des Unternehmens, an dem BMW und MINI Modelle gemeinsam gefertigt werden.

250.000 E-Autos made in Leipzig

Der BMW i3 hat seine Produktionslaufzeit mit einem Schlussspurt beendet. Erst vor wenigen Tagen wurde in Leipzig das 250.000. Exemplar des kompakten E-Autos gefertigt. Verkauft wurde das Modell in 74 Ländern rund um die Welt. Auf vielen Märkten erzielte er im Segment der Elektroautos einen deutlich höheren Marktanteil als die Marke BMW im Bereich der herkömmlich angetriebenen Automobile. Dabei sei es auch gelungen, zusätzliche Zielgruppen für Autos von BMW zu begeistern. In den Anfangsjahren seien mehr als 80 Prozent aller Käufer eines i3 neue Kunden für BMW gewesen.

Der BMW i3 hat eine ganz starke Symbolkraft“, sagt Oliver Zipse, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG. Er beschreibt die Entwicklung des i3 als Musterbeispiel für den „BMW Weg“, der sich insbesondere durch den Mut auszeichne, „pionierhaft Themen zu gestalten, etwas anders zu machen und nicht nur dem Mainstream zu folgen.“ Die damit verbundene Haltung habe weiterhin Bestand, so Zipse, denn „auch der iX, der ganz überraschend ist in seinen Fähigkeiten, hat seinen Ursprung in dieser Unternehmenskultur“.

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BMW

Die ursprünglich für den i3 entwickelte BMW eDrive Antriebstechnologie wird heute bereits in der fünften Generation produziert. Sie kommt in zahlreichen rein elektrischen und Plug-in-Hybrid-Modellen von BMW und MINI zum Einsatz. Der Hochlauf der Elektromobilität soll auch in den kommenden Jahren weiter forciert werden. Bis zum Jahr 2030 soll jedes zweite weltweit verkaufte Fahrzeug der BMW Group vollelektrisch angetrieben sein.

Der BMW i3 konnte im Laufe seiner Produktionszeit zahlreiche Auszeichnungen sammeln. In Deutschland erhielt er bereits 2013 das „Grüne Lenkrad“, drei Jahre später folgte das ebenfalls von Auto Bild und Bild am Sonntag vergebene „Goldene Lenkrad“. Weitere nationale und internationale Erfolge bei Jury-Entscheidungen und Publikumsbefragungen würdigten das Design, das Fahrzeugkonzept, die Innenraumgestaltung, die Nachhaltigkeit, die Wertbeständigkeit und die Vernetzungstechnologie des BMW i3. Dazu zählen Klassensiege in den Wettbewerben der Zeitschriften Auto Zeitung und Auto, Motor und Sport, Auszeichnungen als „UK Car of the Year“, „Green Car of the Year“, „Klassiker der Zukunft“ und „Schweizer Auto des Jahres“ sowie der „World Car Design Award“, der „iF gold product design award“ und die französische „Trophée de l’argus“.

Perfekter Einstieg in die Welt der E-Mobilität

Die Vielfahrer unter den „Early Adoptern“ loben dem Hersteller zufolge vor allem die geringen Energie- und Wartungskosten, aber auch die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs und die Zyklenfestigkeit seiner Hochvoltbatterie. Sie berichten von Bremsbelägen, die auch nach mehr als 250.000 Kilometern noch kein einziges Mal gewechselt werden mussten, weil beim Fahren mit dem E-Auto ein Großteil der Verzögerungsleistung mittels Rekuperation erfolgt, und von der Langzeit-Qualität der Hochvoltbatterie, die auch nach ähnlich hohen Laufzeiten zu einer nur unwesentlich reduzierten Reichweite führt. Die BMW Group nahm diese positiven Erfahrungen zum Anlass, die mit der achtjährigen Gewährleistungsfrist für die Batterie verbundene Maximal-Laufleistung zu Beginn des Jahres 2020 von bis dato 100.000 auf 160.000 Kilometer zu erhöhen.

Die Hochvoltbatterie des BMW i3 wurde seit der Markteinführung kontinuierlich weiterentwickelt und ihre Speicherkapazität dadurch bei unverändertem Bauraum verdoppelt. Mit einer Zellkapazität von 120 Amperestunden und einem Brutto-Energiegehalt von 42,2 Kilowattstunden ermöglicht sie mittlerweile Reichweiten von bis zu 307 Kilometern gemäß WLTP.

Inzwischen überzeugen die von der BMW Group entwickelten und produzierten Hochvoltbatterien auch auf anderen Einsatzfeldern. Beispiele dafür sind die von der Deutschen Post genutzten Transporter vom Typ Streetscooter und die City-Busse des türkischen Herstellers Karsan ebenso wie Motorboote mit elektrischen Antrieben der Marke Torqeedo, denen sie ebenfalls als Energiequelle dienen. Darüber hinaus werden BMW i Hochvoltbatterien als stationäre Energiespeicher von regenerativ erzeugtem Strom aus Wind- oder Solaranlagen genutzt. Auch das BMW Group Werk Leipzig verfügt über eine derartige Speicherfarm. Sie besteht aus 700 miteinander vernetzten i3 Hochvoltbatterien, in denen der von den vier Windkraftanlagen auf dem Werksgelände erzeugte Strom gespeichert werden kann.

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BMW

Auf der Zielgeraden seiner Produktionslaufzeit hat BMW den i3 in Form von limitierten Sondermodellen gefertigt. Als BMW i3s in der Edition HomeRun erhielt er erstmals eine Frozen-Lackierung von BMW Individual. Diese Premiere ist mit einem Maximum an Exklusivität verbunden: Nur zehn Einheiten des BMW i3s in der Edition HomeRun wurden produziert.

Die Produktion der zehn Sondermodelle war nicht nur für die daran beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im BMW-Werk Leipzig ein finales Highlight. Die Kund:innen der Sondermodelle konnten die Fertigstellung der Fahrzeuge in der Montagehalle live miterleben.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 30.06.2022

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Wirklich schade um das schöne Auto. Es war 2013 seiner Zeit um mindestens 5 Jahre vorraus und ist daher auch heute noch uptodate.
Schade auch, dass Sie nicht noch eine 60kWh Akku mit 100-150kWh Ladeleistung dazu entwickelt haben. Dann wäre der i3 mehr als langestreckentauglich.
Wir werden trotzdem unser 2013er Modell noch sehr lange als Zweit- u. Stadtauto weiter nutzen.

Last edited 1 Monat zuvor by Andreas E.

Und heute werden Kunden vertröstet die einen i3 bestellt haben, das wegen Teilemangel das Auto nicht geliefert werden kann.
Eigentlich dreist was da BMW abliefert.
Ist mir heute selber passiert.

Wie wäre es denn, wenn BMW nun wirklich innovativ wäre und einen verbesserten Nachfolger auflegen würde. Letztendlich um einen 75kg leichten Mensch komfortabel und sicher von A nach B zu befördern. Unsere Wünsche für dieses innovative Fahrzeug: Masse unter 1000kg, Verbrauch unter 10kwh pro 100 Kilometern, keine riesigen Außenspiegel mehr und so weiter. Das wäre sinnvoll innovativ!

Viel MARKETING BlaBlaBla … Tatsache ist doch, dass BMW nach dem i3/i8 debüt das Thema verschlafen hat, selbst der i3 könnte heute locker ein 60 kWH Batterie unterm Boden haben, aber nein tonnenschwere X Unsinnsmodelle wurden hofiert! Wo ist der REIN elektrische Nachfolger (Kleinwagen, leicht, konsequent elektrisch, nachhaltig und langlebig, dann darfs auch etwas teurer sein!)

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