Volvo reagiert auf starke E-Autonachfrage und fährt Produktion 2021 hoch

Volvo reagiert auf starke E-Autonachfrage und fährt Produktion hoch

Copyright Abbildung(en): Volvo

Schritt für Schritt geht Volvo weiter in Richtung E-Mobilität. Erst im Herbst vergangenen Jahres hat man mit der Serienfertigung des elektrischen SUV XC40 Recharge begonnen. Bereits Anfang 2021 peilt der Automobilhersteller an die Produktion für das aktuelle Jahr deutlich zu steigern. Eine Verdreifachung der Produktionskapazitäten für Elektroautos im Werk im belgischen Gent sei geplant. Anlass hierfür ist die starke Nachfrage nach den Recharge-Modellen des Unternehmens.

So habe sich der Anteil der Recharge-Autos an den Gesamtverkäufen im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 mehr als verdoppelt. Bis 2022 wird sich die Kapazität für Elektroautos im Werk Gent gegenüber heute mehr als verdreifacht haben und rund 60 Prozent der gesamten Produktionskapazität des Werks ausmachen. Bereits im vergangenen Jahr ist Volvo, nach gestiegener Nachfrage für deren PHEV, einen ähnlichen Schritt gegangen. Damals hatte man die Produktionskapazitäten ebenfalls gesteigert.

Gent bereitet sich derzeit darauf vor, noch in diesem Jahr ein zweites vollelektrisches Volvo Modell auf Basis der modularen Fahrzeugarchitektur CMA in Produktion zu nehmen. Das Werk fertigt bereits den XC40 Recharge, das erste vollelektrische Auto des Unternehmens, sowie eine Plug-in-Hybridversion des XC40.

„Unsere Zukunft ist elektrisch, und den Kunden gefällt eindeutig, was sie von unseren Recharge-Autos sehen. Während wir unsere Produktpalette weiter elektrifizieren und unsere elektrischen Produktionskapazitäten erhöhen, ist Gent ein echter Wegbereiter für unser globales Produktionsnetzwerk.“ – Javier Varela, Leiter der globalen industriellen Abläufe und Qualität bei Volvo

Schon im Jahr 2025 sollen 50 Prozent aller verkauften Fahrzeuge der schwedischen Marke über einen rein elektrischen Antrieb verfügen. Der Rest aus Hybriden. Denn Volvo Cars hat sich zum Ziel gesetzt, ein Premium-Elektroautounternehmen zu werden, und in den kommenden Jahren wird das Unternehmen mehrere vollelektrische Autos auf den Markt bringen. Während Gent das erste Werk im globalen Produktionsnetzwerk ist, das mit dem Bau von Elektroautos beginnt, hat das Unternehmen auch Pläne, die Produktionskapazitäten für Elektroautos in anderen Werken rund um den Globus zu erhöhen.

Konsequent elektrisch steht an erster StelleDennoch ist sich Volvo sicher, eine eigene Batteriezellenfertigung ist derzeit keine Option. Ein Engpass bei der Rohstoff-Versorgung für Lithium-Ionen-Batterien sei aber auch nicht in Sicht. Gemeinsam mit Samsung SDI arbeitet man zudem an künftigen Batterielösungen. Statt eigener Fertigung von Akkus teilte Volvo Cars Anfang Dezember 2020 mit, dass man künftig Elektromotoren im Antriebsstrangwerk in Skövde, Schweden, montieren wird. Bis Mitte des Jahrzehnts plant der Automobilhersteller zudem eine komplette hauseigene Produktion von E-Motoren aufzubauen. Zu diesem Zweck wird Volvo Cars in den kommenden Jahren rund 68 Millionen Euro investieren.

Quelle: Volvo – Pressemitteilung vom 08. Januar 2021

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Meiner Meinung nach hat Volvo das Problem, dass es keine eigenständige Elektroplattform fährt.
Warum fahren Menschen ein größeres Auto?
Die Minderheit tut dies wohl aus einem Minderwertigkeitskomplex heraus.
Die Mehrheit der Menschen kauft ein größeres Auto, weil sie einen größeren Platzbedarf haben.
Wenn nun auf einer Plattform wie zum Beispiel der MEB Plattform von VW bei gleichem Außenmaßen ein deutlich größerer Innen- und Kofferraum entsteht, wird das wohl zum Verkaufsargument werden, wenn ich in einer Großstadt wohne – und mir jeden Abend irgendwo einen neuen Parkplatz ergattern muss.

Wie gesagt abgesehen von einem kompensieren Potenzproblem fahren in Berlin wahrscheinlich wenige XC 90 Fahrzeuge herum, deren Fahrer nicht eine eigene Garage ihr eigen nennen.

Für alle die Menschen, die auch noch ein grünes Gewissen haben, kommt ein größeres Fahrzeug – mit mehr Verbrauch bei kleineren Platzbedarf – wohl eher nicht in die engere Auswahl.

Volvo sollte also anfangen nach vorne zu denken und nicht ,wie bei kurzzeitig (Noch Subventionen ) gesteigerten Pluginhybrid-Bedarf, immer nur dem Markt hinterher zu laufen.
Ein Blick ins Elektromusterland Norwegen und dem Rückgang der Plugins dort über die letzten Jahre – und vor allem in der Zukunft!
sollte als Warnung hier eigentlich genügen

Zukünftige Volvo werden wohl auf einem Elektrobaukasten (SEP) von Geely aufbauen.

Man muss nicht immer Komplexe oder Potenzprobleme haben wenn man ein großes Auto fährt. Es gibt auch plausible Erklärung für solche Fahrzeuge. Zum Beispiel Angst. Angst bei einem Unfall in einem kleinen Auto. Oder Sie haben eine Behinderung mit der Sie in ein Auto wie den VW ID.3 gar nicht richtig ein- und. aussteigen können. Nicht immer sind es die von Ihnen genannten Probleme. Gut bei einigen Leuten gebe ich Ihnen Recht.
Was mir von Volvo fehlt ist ein Fahrzeug wie der S als Kombi. Nicht immer die SUV Schüsseln. Aber da können wir wohl noch länger drauf warten. Man will ja unbedingt nur die SUV-Haufen puschen.

Last edited 3 Monate zuvor by Alfth1st

Ob da irgendwas kompensiert wird, zeigt sich eher am verbauten Motor, extra breiten Reifen etc. Mit der Angst ist es natürlich eine selbsterfüllende Prophezeiung – je mehr „SUV-Haufen“ desto unsicherer wirds in kleineren Autos, von Fahrrädern ganz zu schweigen.
Das Platzangebot in SUVs finde ich im Vergleich zu Vans oder Kombis eher bescheiden. Die übertriebene Bodenfreiheit und die Allradtechnik fehlt halt an Platz im Innenraum.

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