Studie: Elektroautos ab 2033 die weltweit vorherrschende Antriebsvariante

Studie: Elektroautos ab 2033 die weltweit vorherrschende Antriebsvariante

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Elektroautos sollen bis zum Jahr 2033 die weltweit vorherrschende Antriebsvariante werden – fünf Jahre früher als bisher erwartet, so eine neue Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY). Bis 2045 erwarten die Analysten, dass Verbrenner bei Neuwagen weltweit nur noch maximal 1 Prozent des Gesamtabsatzes ausmachen.

Bei den einzelnen Märkten geht EY für die Marktdurchdringung von E-Autos von unterschiedlichen Geschwindigkeiten aus. In Europa sollen die Verkäufe von E-Autos bereits ab dem Jahr 2028 den Markt dominieren, für China rechnen die Analysten mit dem Jahr 2033. In den USA soll der Kipppunkt im Jahr 2036 erreicht werden.

Gründe für die Antriebswende und den zunehmenden Erfolg von E-Autos gibt es viele: Immer mehr Verbraucher wollen klimafreundlich unterwegs sein, immer mehr Länder fördern E-Autos mit Gesetzen und finanziellen Anreizen. Gleichzeitig wird das Verbrenner-Fahren immer unattraktiver, etwa durch steigende Benzinpreise, die z.B. in Europa mit der Einführung des CO2-Preises unvermeidbar sein werden: 2021 ist die CO2-Bepreisung in Kraft getreten. Für eine Tonne Kohlendioxid sind zunächst 25 Euro angesetzt, wodurch sich der Liter Super-Benzin im Mittel um 7,7 Cent und der Liter Diesel um 7,6 Cent verteuerten. Der CO2-Preis wird jährlich angehoben und soll 2025 bei 55 Euro liegen. Dann sollen der Liter Benzin etwa 15 Cent und der Liter Diesel etwa 17 Cent mehr kosten als Ende 2020.

Auch bei der Betrachtung der Kaufpreise werden E-Autos immer konkurrenzfähiger, vor allem dann, wenn man die Kosten über die gesamte Nutzungsdauer betrachtet. Hier schneiden einige E-Auto-Modelle schon heute zum Teil deutlich besser ab als vergleichbare Verbrenner. Je mehr sich diese Erkenntnis durchsetzt, umso attraktiver werden Elektroautos für die Verbraucher.

Warum die USA hinterherhinken

Die USA hinken den anderen führenden Märkten der Welt hinterher, weil einige Vorschriften und Gesetze während der Regierung von Präsident Donald Trump zugunsten von Verbrennern gelockert wurden. Seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Joe Biden im Januar jedoch sind die USA wieder dem Pariser Klimaabkommen beigetreten und haben vor, 174 Milliarden Dollar (etwa 147 Milliarden Euro) auszugeben, um die Umstellung auf Elektroautos zu beschleunigen. Geplant ist zum Beispiel die Installation einer halben Million Ladestationen im ganzen Land.

Zudem sei auch in den USA ein steigender Appetit der Verbraucher auf Elektroautos zu beobachten, vom begehrten Model 3 von Tesla bis hin zu neuen Elektromodellen von etablierten Autoherstellern in Segmenten, die in dem Land besonders beliebt sind: In den Startlöchern stehen etwa ein batteriebetriebener Hummer von General Motors und der Elektro-Pick-up F-150 Lightning von Ford.

Die EY-Studie beobachtet auch, dass vor allem die Millennial-Generation der Unter-30-Jährigen dazu beiträgt, die Einführung von Elektroautos voranzutreiben: Gut ein Drittel von Ihnen will lieber ein Elektroauto fahren als einen Verbrenner. Auch die Corona-Pandemie habe den Elektro-Trend beeinflusst, da einige Verbraucher nun den ÖPNV und Sharing-Angebote meiden und stattdessen in einem eigenen Fahrzeug unterwegs sein wollen. Großzügige finanzielle Anreize und drohende Verbrenner-Verbote bzw. -Einschränkungen treiben zusätzlich den Effekt, dass die Verbraucher beim Autokauf verstärkt auf E-Modelle setzen.

Quelle: Ernst & Young – Pressemitteilung vom 23.06.2021

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Da in Europa derzeit massiv zu Gunsten E- fuels lobbyiert wird, bin ich mir nicht mehr sicher, ob sich Elektromobilität durchsetzen kann. Auch viele Klimaschützer lehnen E-Mobilität mit dem Kohlekraftwerk-Argument oder weil sie grundsätzlich gegen Autos sind ab und machen sich indirekt zu Unterstützern der E-Fuel-Fraktion.

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