StoreDot & EVE Energy „extrem schnell ladende“ Batterie für 2024 geplant

StoreDot & EVE Energy „extrem schnell ladende“ Batterie für 2024 geplant

Copyright Abbildung(en): StoreDot

StoreDot, ein israelisches Start-up, das mit dem das Energieunternehmen BP zusammenarbeitet, verwendet neuartige Elektrolytlösungen und Nanomaterialien in Lithium-Ionen-Akkus. Dadurch lassen sich Batterien herstellen, die in nur fünf Minuten oder noch schneller geladen werden können. Prototypen der siliziumdominierten, extrem schnell ladenden Batterie von StoreDot sollen noch in diesem Jahr für Tests zur Verfügung stehen, bevor die Massenproduktion im Jahr 2024 anläuft

Geführt werden die extrem schnell ladenden Batterien unter der Bezeichnung XFC, was so viel wie Extreme Fast Charging bedeutet. StoreDot hat vor einigen Tagen eine neue Rahmenvereinbarung mit seinem strategischen Batterieproduktionspartner EVE Energy Co., Ltd (EVE) bekannt gegeben, um die Kommerzialisierung von StoreDotsBatterien zu unterstützen. Die ersten Prototypen werden noch in diesem Jahr für Tests zur Verfügung stehen. Die Massenproduktion über traditionelle zertifizierte Lithium-Ionen-Batterie-Fertigungslinien ist für 2024 geplant. Der Rahmenvertrag umfasst auch die Absicht, ein Joint Venture für die Massenproduktion zu gründen.

Mitte Januar 2021 konnte das Unternehmen, mit dem Nachweis der wirtschaftlichen Machbarkeit einen bedeutenden Meilenstein erreichen. Hierdurch zeigt das Unternehmen auf, dass es künftig möglich ist E-Fahrzeug-Fahrer die Angst vor geringer Reichweite und langer Ladedauer von Elektrofahrzeugen zu nehmen. Dr. Doron Myersdorf, StoreDot’s CEO, kommentierte die Partnerschaft wie folgt: „Das technische Expertenwissen von EVE hat uns dabei geholfen, eine Reihe wichtiger Meilensteine zu erreichen, darunter zuletzt die Einführung der XFC-Muster mit kleinem Formfaktor, die auf Standard-Lithium-Ionen-Batterie-Fertigungslinien hergestellt werden. Wichtig ist, dass damit ein wesentliches Hindernis für die vollständige Kommerzialisierung der XFC-Technologie beseitigt wurde, da die Notwendigkeit entfällt, in kostspielige, maßgeschneiderte Fertigungsanlagen für die Massenproduktion zu investieren.“

Mit den ersten Prototypen der XFC-Batterien will StoreDot noch dieses Jahr aufzeigen, wie man die Batterie für E-Autos auf die Strecke bringen. Diese sollen in puncto Ladegeschwindigkeit, Kosten und Reichweite neue Maßstäbe setzen.  Von Seiten EVE zeigt man sich ebenfalls erfreut über die Partnerschaft.  „Die XFC-Technologie ist absolut entscheidend, um die Akzeptanz von benzin- und dieselfreien Fahrzeugen zu beschleunigen, indem die Barriere der Reichweiten- und Ladeangst beseitigt wird. Die Fortschritte von StoreDot zusammen mit unseren Skalierungs- und Fertigungsfähigkeiten bieten einzigartige Synergien für EV-Kunden“, so Dr. Liu Jincheng, Vorstandsvorsitzender von EVE.

Quelle: StoreDot – Pressemitteilung vom 18. Mai 2021

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Wenn es dabei hilft, dass Reichweiten-Angsthasen und ungeduldige Langsreckenfahrer auf das E-Auto umzusteigen, dann soll es mir recht sein.

Zitat Daniel W.:

„… dann soll es mir recht sein.“

Ja … nur wären ja doch all die, die schon 2020 bzw. 2021 geplant hatten bzw. für 2022 und 2023 geplant haben, ihre Extra-Schnelllade-Akkus in Massenproduktion auf den Markt zu werfen, schon gerne vorher dran … 😛

Last edited 28 Tage zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Wer nun zuerst mit den Mega-Schnelllade-Batterien auf den Markt kommt, das ist doch egal.

Vielleicht können die Mega-Schnelllade-Batterien ja bei den E-Lkws für die Langstrecke helfen, damit den teueren und uneffizienten H2-Lkws endgültig der Wasserstoff abgedreht wird.

„Wer nun zuerst mit den Mega-Schnelllade-Batterien auf den Markt kommt, das ist doch egal.“

Ja. Mir ging es weniger um WER aber mehr darum, dass von all den (Hunderten?) schon (weit) früher versprochenenKnall- auf-Fall“-blitzartig ladenden Akkus bislang noch keiner „das gleissende Licht des erfolgreichen Masseneinsatzes“ gesehen hat und entweder sang- und klanglos untergegangen sind oder zumindest mit erheblichen Verzögerungen zu kämpfen haben – so wie ich es ja auch für diesem Fall vermute … 🙂

Vom Problem der benötigten Ladelei(s)tungen vorerst mal ganz abgesehen.

Last edited 27 Tage zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Ich weiß nicht ob hier keiner Rechnen kann, denn rein rechnerisch ist es momentan nicht möglich den Akku in 5 min. zu laden, dafür gibt es leider noch keine Ladesäulen! Wie soll man ca. 60 kw in 5 min. in den Akku bekommen ? Vielleicht per Blitzschlag hahahahahahah.

Ja, dann liegt der Ball wieder bei den Ladesäulen Herstellern. Aktuell gehen ja 300-350kW. Das packt allerdings kein einziges Auto auf dem Markt im Peak geschweige denn über den kompletten SoC.
Wenn diese Zelle tatsächlich bis 80% oder so durchgängig 300kW ziehen könnte, wären wir schon einen mächtigen Schritt weiter im Vergleich zu heute. 300kW im Durchschnitt heißt im Endeffekt, dass wir in 10min rund 50kWh laden können, was bei den meisten Autos für mindestens 200km reichen dürfte. In 20min wäre ein 100kWh Akku voll. Oder man muss am Ende zwei CCS Anschlüsse einbauen und zwei Säulen „blockieren“ ;-). Machen ja manche LKW-Prototypen so wie ich gesehen habe.
Nichtsdestotrotz: gut wenn solche Zellen kommen, auch wenn die Ladesäulen das vielleicht noch nicht packen. Die müssen dann halt aufgerüstet werden. Im Moment macht es ja keinen Sinn stärkere Ladesäulen wie 300kW zu bauen, weil das kein einziges Auto kann. Ein weiterer Grund: der aktuelle CCS Anschluss ist auf 350kW limitiert. Mehr darf er laut Spezifikationen nicht: max. 500A, 1000V oder 350kW. Heißt es müsste zusätzlich noch ein neuer Standard her.

Ich glaube hier nichts von bis zu 80% gelesen zu haben, sondern geladen sein, das heißt bei mir voll geladen und das in 5 min oder schneller ! Das heißt man müsste dauerhaft min.600kw in den Akku pumpen vom Anfang bis zum Ende !? Vielleicht in 20 Jahren aber bestimmt nicht in den nächsten 5 Jahren.

Auch wenn die Versprechungen hier und da vermutlich zu vollmundig sind (schließlich wollen Geldgeber gefunden werden), so geht die gesamte Entwicklung doch grundsätzlich in die richtige Richtung. Während beim Verbrennungsmotor nun wirklich keine bahnbrechenden Fortschritte mehr zu erwarten sind, nehmen Forschung und Entwicklung im Bereich der Energiespeicher beim BEV jetzt erst so richtig Fahrt auf. Umso erfreulicher, dass die Politik endlich erkannt hat, dass es für das Überleben der deutschen und europäischen Autoindustrie entscheidend ist, dass im Hinblick auf das Herzstück des BEV -den Energiespeicher- mehr Wertschöpfung in Form von F&E bis hin zur Serienfertigung in Europa stattfinden muss! Klimapolitisch ergibt das alles natürlich nur Sinn, wenn zum Laden ausschließlich grün erzeugter Strom verwendet wird. Diesbezüglich stellt sich das von Altmeier geführte Wirtschaftsministerium leider als größter Bremser dar. Eine wirkliche Energiewende ist daher von der derzeitigen Koalition nicht zu erwarten. Die Zukunft der Energieerzeugung ist dezentral und erneuerbar. So entstehen nicht nur eine riesige Zahl neuer Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren, sondern es profitieren unmittelbar die Kommunen dadurch, dass Wertschöpfung in die Fläche gebracht wird. Das bedroht natürlich unmittelbar die Geschäftsmodelle der Monopolisten, die jetzt mit ungeheuren Propagandaaufwand das Schreckgespenst von Blackout an die Wand malen.

Wofbrecht, Richtig sag dem Daniel laut und deutlich, dass er falsch gewickelt ist..
Es kann davon ausgegangen werden, dass die Marktführer Akkus vom aktuellsten Stand der Technik einbauen. Und können über Palver von noch schnellerem Laden nur lachen.
Falls er glaubt, für seinen Kleinwagen-Mikrolino-Cub besonders kleine und billige Akku zu bekommen , hat er sich den falschen Finger verbunden.
Der Tend geht heute zu 60 KWh, so wie sich VW, Renault und andere anpassen. Ob mit Fotovoltaik oder auswärts für die Mieter, es gibt kein zurück zu sehr kleinen Akkus.( Nicht mal dank CCS)
Für Sparfüchse, kauft sehr günstig einen alten Zoe, die noch die 22 er Mietbattertie haben.Billiger Autofahren ohne Risiko geht nicht.

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