Staatliche Spritze für die Auto-Zukunft

Staatliche Spritze für die Auto-Zukunft

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1446002315

Die Automobilindustrie duchläuft derzeit einen tiefen Umbruch. Während dieser Transformation ist sie aber auch zum Vorreiter in den Bereichen Industrie 4.0 sowie Digitalisierung geworden. Vielen Unternehmen der Branche fehlen jedoch in der Corona-Pandemie das Geld, um die Entwicklung neuer Technologien zu Ende zu führen. Das Bundeswirtschaftsministerium stellt daher im Rahmen des Konjunkturpakets rund 1,5 Milliarden Euro bis 2024 für „Zukunftsinvestitionen in der Fahrzeugindustrie“ zur Verfügung. 2020 waren bereits erste Projekte in einem Umfang von 44 Millionen Euro angelaufen. Ziel ist es, einen nachhaltigen, schnellen und technologieoffenen Wandel der Automobilindustrie in Gang zu setzen.

Konkret unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium die Fahrzeugindustrie mit vier neuen Förderrichtlinien – in den Bereichen autonomes Fahren, digitalisierte und nachhaltige Produktion, Entwicklung datengetriebener Geschäftsmodelle und beim Umstieg auf alternative Antriebe. Unternehmen können in Kürze Fördergelder für Schlüsselinvestitionen, Forschung und Entwicklung und für die regionale Vernetzung beantragen, heißt es in einer Mitteilung des BMWi.

Mit dem neuen Förderprogramm geben wir einen milliardenschweren Investitionsimpuls für Fahrzeughersteller und Zulieferer„, verspricht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. „Damit machen wir den Automobilstandort Deutschland fit für die Zukunft und sichern gute Arbeitsplätze und digitales Know-How in der deutschen Fahrzeugindustrie.“ Gerade kleine und mittlere Zulieferunternehmen könnten von der Förderung profitieren und mit innovativen Technologien die Mobilität der Zukunft vorantreiben.

Aufgrund der vielen bisherigen Anfragen ist zeitnah mit einer großen Anzahl von Projekten in allen Modulen zu rechnen, heißt es im BMWi. Für 2021 stünde insgesamt rund 600 Millionen Euro zur Verfügung, davon 400 Millionen Euro für Investitionsförderung. Die Antragstellung wird nach der Veröffentlichung der Förderrichtlinien im Bundesanzeiger in wenigen Wochen starten.

Über das Förderprogramm „Zukunftsinvestitionen in der Fahrzeugindustrie“ hinaus stellt die Bundesregierung mit dem „Zukunftsfonds Automobilindustrie“ eine weitere Milliarde  bereit. Für dessen Ausgestaltung erarbeitet ein Experten-Ausschuss derzeit Vorschläge. Ziel ist es, in Ergänzung zum Konjunkturpaket die mittel- und langfristigen Herausforderungen der Automobilindustrie zu bewältigen.

Quelle: BMI – Pressemitteilung vom 19. Februar 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Staatliche Spritze für die Auto-Zukunft“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
2 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Hilfen gerne, aber bitte nur für kleine und mittelständische Unternehmen und nicht für börsennotierte Unternehmen.
Wie kann es sein, daß Daimler im letzten Jahr Kurzarbeit fährt, tausende Mitarbeiter entlässt, Ingenieuren den goldenen Handschlag gibt und trotzdem mehr Gewinn macht und sogar die Aktionäre noch deutlich höher abfinden kann.
Da läuft doch mit dem Geld der „Kurzarbeit“ aus Steuergeldern irgend etwas sehr falsch.

…und dass es falsch läuft, hat seinen einfachen Grund darin, dass börsennotierte Konzerne eine nette Parteispende an ihre regierungsamtlichen Förderer machen können, kleine und mittelständische Unternehmen jedoch nicht. Eine Krähe wäscht die andere, so ähnlich.
Dass Unternehmen ihre Gewinne reinvestieren in Modernisierung und Effektivitätssteigerung, sind Schulbuchweisheiten über Bilderbuchkapitalismus. Börsennotierte Konzerne, die vom Steueraufkommen (Ihre und meine Steuerleistungen) angeschoben werden wollen, sind de facto keine Unternehmen im klassischen Sinne mehr, sondern verkappte Staatswirtschaft, ein Staat im Staate. Der Staatssozialismus alter Zeiten unterschied sich davon durch seine offen sichtbare Staatswirtschaft. Die Parteifunktionäre im Politbüro, die über die Menge der Zigarettenproduktion bestimmten, haben den Konzernlobbyisten im Bundestag Platz gemacht. Die bestimmen über die passenden Gesetze. Neoliberalismus ist ein Euphemismus, es sollte Neofeudalismus heißen.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Was Alfa Romeo in Sachen Elektroautos plant
Wie Polestar bis 2030 ein klimaneutrales Elektroauto bauen will
Wie ein deutscher Ingenieur das Luxus-E-Auto FF91 auf die Spur gebracht hat
2
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).