Schnellladeanbieter Fastned steigert Umsatz im 4. Quartal 2020 deutlich

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Copyright Abbildung(en): Fastned

Fastned, ein europäisches Schnellladenetzwerk für Elektroautos, hat seinen Umsatz aus Ladevorgängen im 4. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14 Prozent steigern können. Dieses Wachstum wurde trotz strikter Corona-Maßnahmen in allen relevanten Märkten realisiert, wie das Unternehmen mitteilt. Der Umsatz wurde zwar dadurch beeinträchtigt, dass weiterhin viele Menschen von zu Hause aus arbeiten und generell weniger Auto fahren. Gleichzeitig allerdings beschleunigte sich der Absatz von Elektroautos rasant, wodurch sich die Anzahl der Kunden vergrößerte.

„Im März wurden wir aufgrund des ersten Lockdowns mit einem Umsatzrückgang von bis zu 70 Prozent konfrontiert. Seitdem hat sich der Umsatz erholt, angetrieben durch ein starkes Wachstum beim Absatz von Elektrofahrzeugen. Im 4. Quartal 2020 konnten wir trotz der erneut starken Lockdown-Maßnahmen in allen unseren Märkten den Umsatz von vor Corona übertreffen. Wenn diese Beschränkungen aufgehoben werden, erwarten wir ein beschleunigtes Wachstum. Wir investieren weiterhin in den Kapazitätsausbau unseres Netzwerks, um darauf vorbereitet zu sein.“ – Michiel Langezaal, Gründer und CEO von Fastned

Konkret wuchs der Umsatz aus Ladevorgängen im 4. Quartal 2020 auf 1,9 Millionen Euro. Dabei wurden insgesamt 3,3 GWh an erneuerbaren Energien in die Akkus von Elektroautos gespeist, was im Vergleich zum Vorjahresquartal einer Steigerung um 13 Prozent entspricht. Noch deutlicher wuchs in Q4 2020 die Zahl der aktiven Kunden: Um 25 Prozent auf 53.309. Diese nahmen insgesamt mehr als 194.000 Ladevorgänge vor. Grob überschlagen hat Fastned seien Kunden mit dem bereitgestellten Ökostrom etwa 16,6 Millionen emissionsfreie Kilometer ermöglicht, was einer CO2-Vermeidung von gut 2,6 Millionen kg entspricht.

Die Anzahl der zugelassenen vollelektrischen Fahrzeuge ist in allen Fastned-Märkten im Jahresvergleich deutlich gestiegen: 68 Prozent in den Niederlanden im Q4, 77 Prozent in Deutschland im Q3, 119 Prozent in Großbritannien im Q4 und 51 Prozent in der Schweiz im Q3. Daten für Belgien, wo Fastned ebenfalls Schnellladestationen in Betrieb hat, waren noch nicht verfügbar.

Fastned eröffnete im letzten Quartal des Vorjahres auch acht neue Stationen, womit Ende Dezember insgesamt 131 Fastned-Stationen in Betrieb waren. Im Rahmen des Kapazitätsausbaus wurden zudem 16 zusätzliche Schnellladesäulen an 5 bereits bestehenden Stationen installiert. Gemeinsam mit Tesla und Seed & Greet eröffnete Fastned auch Deutschlands größten Schnelllade-Hub am Kreuz Hilden bei Düsseldorf.

Einige Meilensteine aus 2020 deuten darauf hin, dass sich Fastned weiterhin auf Wachstumskurs befindet: Der niederländische Schnellladeanbieter eröffnete vor wenigen Wochen die erste von mehreren Schnellladestationen bei REWE Supermärkten in Deutschland. Zudem hat das Unternehmen nahe Zürich seine erste Station in der Schweiz eröffnet und erweitert damit sein europäisches Schnellladenetzwerk um ein fünftes Land. Außerdem gewann Fastned eine Ausschreibung für neun Schnellladestationen entlang wichtiger französischer Autobahnen.

Auch finanziell läuft es gut für Fastned: Das Unternehmen hat mit der Ausgabe von Anleihen mehr als 17 Millionen Euro eingenommen. Darüber hinaus haben Investoren Anleihen im Wert von fast vier Millionen Euro aus früheren Emissionen in neue Anleihen umgewandelt. Somit belief sich der gesamte emittierte Betrag an Anleihen in Q4 auf mehr als 21 Millionen Euro.

Quelle: Fastned – Pressemitteilung vom 12.01.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Konkret wuchs der Umsatz aus Ladevorgängen im 4. Quartal 2020 auf 1,9 Millionen Euro. Dabei wurden insgesamt 3,3 GWh an erneuerbaren Energien in die Akkus von Elektroautos gespeist, was im Vergleich zum Vorjahresquartal einer Steigerung um 13 Prozent entspricht. Noch deutlicher wuchs in Q4 2020 die Zahl der aktiven Kunden: Um 25 Prozent auf 53.309. Diese nahmen insgesamt mehr als 194.000 Ladevorgänge vor.

3,3 GWh = 3.300.000 kWh geteilt durch 1.900.000 Euro = ca. 58 Cent pro kWh.
194.000 Ladevorgänge durch 53.309 Kunden = ca. 3,6 Ladevorgänge pro Kunden in 3 Monaten.

Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch der in Deutschland zugelassenen Pkw 2019 – Liter pro 100 km.

Benzin 7,8 Liter und Diesel 7 Liter (Quelle: de.statista.com)

0,58 Euro pro kWh x 20 kWh pro 100 km = 11,60 Euro pro 100 km für Strom.

7 Liter Diesel pro 100 km x 1,23 Euro pro Liter Diesel = 8,61 Euro für Diesel.

Wenn Strom an der Ladestation teuerer ist als Diesel an der Tankstelle, dann stimmt etwas nicht.

Genau. Lass uns den Dieselpreis anheben und zu Hause laden.

Du machst einen Denkfehler. Diesel musst Du tanken für diesen Preis. Und zwar immer. Strom musst Du aber nicht zu diesem Preis laden. Ich lade zu 90% zu Hause für 25 ct/kWh. Die restlichen 10 % lade ich zur Hälfte bei Fastned und bei EnBW. Bei Fastned mit Maingau zu 49 ct/kWh. Bei EnBW mit EnBW+ zu 39 ct/kWh. Ich habe jetzt keine Lust Dir meine 15.000 km aufzudröseln. Aber im Schnitt sind das geschätzt keine 5 €/100 km.

Das ist toll das du Zuhause laden kannst. Leider trifft das nicht auf jeden zu. So wird sich das Elektroauto nicht durchsetzen können. Nur wenn Diesel deutlich teurer wäre würde es Sinn machen. Aber die Abhängigkeit von Konzernen wäre genauso vorhanden wie beim Wasserstoff. Ich setze auf EnBW das sie als großer Energieanbieter den ganzen Ladeanbietern Druck machen. Falls diese aufgeben kann EnBW günstig Ladepunkte erwerben. Aber für Mieter in Großstädten gab es schon Idee z.b. an Laternen. Leider hat die Politik dies unterdrückt. Somit hätte jeder mit seinem Haustarif laden können. Den Umbau könnte die Stadt machen und der Nutzer muss sich lediglich ein Ladekabel mit Abrechnung zulegen. Das wäre sinnvoll. Aber nicht gewollt.

58 Cent, das entspricht ziemlich der Prognose des Allego-Chefs, dass sich der Preis für DC-Laden bei 59 Cent einpendeln wird. Ich finde das angemessen, mehr möchte ich persönlich nicht bezahlen,
auch dann nicht, wenn ich 15 Minuten weniger warten muss.
Ansonsten, vielen dank Fastnet und weiterhin viel Erfolg! Und bitte soviel eigenen Ökostrom wie möglich.

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