Mercedes VISION EQXX: 1.000 km Reichweite bei einstelligem kWh-Verbrauch

Mercedes VISION EQXX: 1.000 km Reichweite bei einstelligem kW-Verbrauch

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz

Mercedes-Benz stellt die Weichen für eine vollelektrische Zukunft: Bis zum Ende des Jahrzehnts wird die Marke mit dem Stern bereit sein, vollelektrisch zu werden – überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen. Bereits im kommenden Jahr wolle die Marke mit dem Stern mit einem Elektroauto aufwarten, welches eine realen Reichweite von mehr als 1.000 Kilometern und einen einstelligen Verbrauchswert für Kilowattstunden pro 100 Kilometer bei normaler Geschwindigkeit auf der Autobahn erreicht.

Das Fahrzeug wird derzeit unter dem Projektnamen VISION EQXX geführt. Sollte es Mercedes tatsächlich gelingen, dass angepeilte Ziel eines einstelligen Verbrauchswert für Kilowattstunden pro 100 Kilometer bei normaler Geschwindigkeit auf der Autobahn zu erreichen, würde dies einer Reichweite von über 6 Meilen pro Kilowattstunde entsprechen. Wie die Stuttgarter Marke berichte, mache ein interdisziplinäres Team, unter anderem mit Experten von Mercedes-Benz F1 High Performance Powertrain (HPP), große Fortschritte bei diesem Projekt. Die Weltpremiere ist für das Jahr 2022 geplant. Die technologischen Fortschritte aus dem VISION EQXX sollen auf die neuen Fahrzeugarchitekturen von Mercedes-Benz übertragen werden.

„Die Elektromobilität gewinnt an Fahrt – vor allem im Luxus-Segment, wo Mercedes-Benz zuhause ist. Der Wendepunkt rückt näher, und wir werden bereit sein, wenn die Märkte bis zum Ende des Jahrzehnts vollständig auf Elektroautos umstellen.“ – Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG

Wie ernst es Mercedes-Benz mit dem Voranschreiten in puncto E-Mobilität meint wird ersichtlich, wenn man betrachtet, dass das Unternehmen die Investitionen in Forschung und Entwicklung deutlich steigert. Insgesamt sind zwischen 2022 und 2030 mehr als 40 Milliarden Euro für Investitionen in batterieelektrische Fahrzeuge vorgesehen. Der schnellere Ausbau des Angebots an überzeugenden Elektrofahrzeugen wird den Durchbruch der Elektromobilität beschleunigen.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 22.07.2021

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Was auch immer ein kW-Verbrauch sein soll. Wieviel PS verbraucht denn ein Benziner?

Da steht Kilowattstunden.

Nicht untypisch, dass der erste Kommentar von einem Erbsenzähler war, wir sind eben in Mecker- und Verhinderungsdeutschland. Also bin ich erster, um inhaltlich auf den Beitrag einzugehen.

Ich denke auch, dass noch viele Effizienzen gehoben werden können. Insofern wundert man sich, warum Zulieferer mit wunderlichen Vorschlägen wie einem CVT für Elektroautos kommen, anstatt sich mit intelligenten Motorsteuerungen, neuen Direktantrieben oder hocheffizienten Klimatisierungssystemen für Insassen und Akku bei solchen Leuchtturmprojekten einzubringen. Aber was bedeutet „normale Geschwindigkeit“ auf der Autobahn? Ist das 120 km/h, 130 km/h, 140 km/h? Das sollte man näher definieren, damit man konkreter die Hürde kennt.

Mit scheint jedenfalls klar, dass dabei die Aerodynamik eine relevante Rolle spielt und der cw-Wert alleine nicht alles retten kann. Auch die Stirnfläche muss kleiner werden. Da man es aktuell liebt, hoch und breit zu bauen, müsste man einen Paradigmenwechsel einleiten.

Richtig ist allerdings die Einschätzung, dass der Wandel in der Luxusklasse richtig Fahrt aufnimmt. Der Taycan ist sehr gefragt, der EQS wird sicher extrem gut gehen und man hat offenkundig den EQG vorgezogen.

Erstaunlich, dass man die Autobahnrichtgeschwindigkeit nicht kennt.

Das ist ja die Frage, ist die gemeint? Vermutlich nicht, sonst hätte man das so geschrieben. In Frage käme die echte Durchschnittsgeschwindigkeit der PKW auf unbegrenzten Autobahnen von 124,7 km/h oder die echte Durchschnittsgeschwindigkeit aller PKW auf deutschen Autobahnen, die bei etwa 95 km/h liegen dürfte.

„Normal“ wo in Europa? Oder das der nur in DE gefahren werden … ?

wir werden bereit sein, wenn die Märkte bis zum Ende des Jahrzehnts vollständig auf Elektroautos umstellen.

na, dann hoffen wir mal, dass sie genau so bereit sind, wenn die Märkte es etwas eiliger haben. Meine Prognose: Keine Verbrennerverkäufe mehr ab spätestens 2025.

Das ist ein bisschen mutig, wenn es nicht Norwegen ist.

Meinetwegen kannst du es „mutig“ nennen. Ich allerdings kenne niemanden, der aktuell noch darüber nachdenkt, wieder einen neuen Verbrenner anzuschaffen. Und wir haben erst Mitte 2021. Wenn man alleine die Entwicklung und die Veränderung der letzten zwei Jahre betrachtet und extrapoliert, erscheint es nicht mehr „mutig“ sondern einfach nur – sehr naheliegend. Wer privat jetzt noch einen Verbrenner kauft, hat einen ganz großen Balken im Auge.Schon in zwei, drei Jahren werden im Firmenwagengeschäft kaum noch Verbrenner abgesetzt werden. Warum auch? Und was ist denn „2025“? Genau: das sind noch 4,5 Jahre und dann wird Bilanz gezogen. Und das ist eine verdammt lange Zeit. Was der Sprit dann kosten wird muss ich wohl nicht extra für Dich aufschlüsseln?

Der einzig begrenzende Faktor könnte das Unvermögen der europäischen Hersteller sein, die Nachfrage in BEV zu befriedigen. Tesla und die Chinesen würde es freuen. Ich hoffe, es kommt anders.

Wer Privat kauft, kauft doch schon heute elektrisch! Sind doch die 60% Firmenwagen die noch fröhlich vor sich hin knattern

Ich würde sofort ein e Auto als Firmenwagen nehmen. Bei uns gibt es nur den Model 3 und da muss ich selbst so viel drauf zahlen, dass sich das für mich nicht mehr lohnt.

Leichter und windschnittiger, dazu niedriger und nicht zu breit (wegen der Querschnittsfläche) sowie Leichtlaufreifen und es veringern sich Luft- und Rollwiderstand und somit der kWh-Verbrauch auf 100 km.

Mit hohen, breiten und schweren SUVs auf Reifen im „Lkw-Format“ ist kein einstelliger kWh-Verbrauch auf 100 km möglich – von diesem „Aufrüstwahnsinn“ sollten wir uns endlich verabschieden.

Mit leicht, windschnittig, niedrig, nicht zu breit und Leichtlaufreifen brauchen wir nur die Hälfte an Ökostrom für die E-Autos. Und mit Tempo 120 km/h auf Autobahnen zeigen wir Einigkeit in Europa.

Aptera 😉
mal googeln für alle die, die damit (noch) nichts anzufangen wissen 😉

Der Aptera – http://www.aptera.us – ist mit 88 Zoll (223,52 cm) sehr breit, der Nachteil bei nur 3 Rädern.

Zum Vergleich – normale Lkw dürfen bis 255 cm (ohne Spiegel) breit sein.

Schau ihn dir mal genauer an, die Stirnfläche ist mit nur 1,4 m² angegeben. Ob das stimmt weiß ich nicht, aber ich kann in jedem Fall glauben, dass die Aerodynamik als Produkt aus cw-Wert und Stirnfläche ziemlich gut ist. 0,21 m² will man da angeblich erreicht haben. Aber selbst 0,3 m² wäre ein sehr guter Wert, während Taycan und EQS bei 0,5 m² die aktuelle Spitze bei Serien-Elektroautos bilden. Es ist ja beim Aptera letztlich eine schmale Kabine mit zwei Radauslegern.

Alles in Allem ist das ein Auto für Sonderlinge, undenkbar dass man damit im Alltag fährt. Der Vision EQXX will genau das nicht sein, sondern den Spagat zwischen guter Effizienz und Nutzbarkeit abbilden.

Der Vision EQXX will [kein Auto für Sonderlinge] sein, sondern den Spagat zwischen guter Effizienz und Nutzbarkeit abbilden.

Der Vision EQXX wird letztlich überhaupt nichts Nutzbares sein — jedenfalls kein Serienfahrzeug, das für normale Kunden kaufbar wird.
Er wird so etwas Ähnliches wie das Schicksal des „VW 1L“ teilen und – nachdem er ein- oder zweimal medienträchtig als Sparmobil von einem »hohen Tier« irgenwann/irgendwo vorgeführt und ggf. das mühsame Aussteigen so gut wie möglich kaschiert wurde – ganz einfach in der Versenkung verschwinden.

Quelle z.B. https://teslamag.de/news/
Last edited 2 Monate zuvor by KleinFritzchen

Dass es eine Studie ist, steht ja in der Meldung. Aber das spricht ja nicht gegen das Konzept. Bei VW bist du übrigens völlig falsch informiert: aus dem Konzeptauto ist ein Serienfahrzeug geworden – der XL1. Wer einen gekauft hat, freut sich über guten Wertzuwachs.

Einen einstelligen Verbrauch bei Autobahn-Geschwindigkeit kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen – es sei denn wir bekommen dort ein Tempolimit von ca. 70 kmh.

Oach …
Stell‘ Dir einfach einen Messerschmitt-Kabinenroller *) auf e vor!
Bin ich selbst Ende der 50er-Jahre mitgefahren. Nicht: „mit gefahren“ 😛

*)comment image

Sooo weit davon ist der Aptera ja auch nicht entfernt!

Wenn die Angaben eines Forenusers stimmen – 10 bis 11 kWh bei Tempo 105 und 16 kWh bei 120 km/h – dann wäre mit einem E-Auto, das es schon gibt, bei 100 km/h ein einstelliger Wert möglich.

der Smart Roadster in Modern und elektrisch?
Wäre auch groß genug und hätte einen COOLNESS Faktor neben den ganzen SUV Panzern der deutschen Panzerbauer, denen wohl früher oder später die ersten Stadtviertel die Zufahrt verwehren werden!

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