Mercedes-Lade-Set: Damit es nicht am Stecker scheitert

Mercedes-Lade-Set: Damit es nicht am Stecker scheitert

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz

Die Elektromobilität ist weiter auf dem Vormarsch, immer mehr Kunden entscheiden sich für einen nachhaltigen Antrieb – entweder als Plug-in-Hybrid oder als vollelektrisches Fahrzeug. Eines jedoch haben alle Fahrzeuge mit elektrischen Antrieben gemeinsam: Sie müssen geladen werden. Wallbox, öffentliche Ladesäule oder Haushaltssteckdose – die Möglichkeiten sind vielfältig. Und jeder Anschluss verlangt nach einem eigenen Ladekabel.

Mit dem neuen Flexiblen Ladesystem hat Mercedes-Benz nun eine Ladelösung für alle, die viel mit einem E-Auto unterwegs sind und variable Anwendungsmöglichkeiten benötigen. Wie das Unternehmen mitteilt, gehören zum Lieferumfang verschiedene Adapter für Haushaltssteckdosen, Industriesteckdosen sowie öffentliche Ladesäulen und Wallboxen. Am System befindet sich ein festverbundener Typ2-Stecker. So kann das Fahrzeug mit bis zu 22kW an jeder beliebigen Wechselstromquelle geladen werden. Das System stellt die Ladeleistung entsprechend ein. Integrierte Temperatursensoren in den Haushaltsadaptern schützen vor Überhitzung.

Verpackt ist das System in einem Koffer, in dem alle Zubehörteile ordentlich ihren Platz finden. Der Kabelsalat im Kofferraum hat damit ein Ende. Als Zubehör gibt es darüber hinaus ein Verlängerungskabel mit fünf Metern, ein Sicherheitsschloss und eine Wandhalterung; zudem sind sämtliche Adapter auch einzeln erhältlich. Der Verkaufspreis in Deutschland beträgt 1225 Euro.

Wie es weiter heißt, ist das System überfahrbar bis zu 1,1 Tonnen und nach IP67 selbst bei zeitweiligem Untertauchen geschützt. Es verfügt über integrierte Fehlerstrom-Schutzschalter, ist für einen Temperaturbereich von -30° bis +50° C konzipiert und nahezu alle Bauteile sind AECQ-zertifiziert. Durch die Gesamtlänge von etwa fünf Metern lassen sich auch nicht direkt anfahrbare Stromquellen nutzen. Darüber hinaus wurde auch an die verschiedenen Steckdosen-Typen im Ausland gedacht und es sind neben dem in Europa am weitesten verbreiteten Schukostecker auch die passenden Anschlüsse für die Schweiz und UK separat erhältlich.

Mercedes-Benz bietet derzeit mit EQC, EQA und EQV sowie dem im Sommer startenden EQS vier emissionsfreie Modelle. Dazu sind bis Ende des Jahres mehr als 20 Varianten von Mercedes-Benz Fahrzeugen als Plug-in-Hybrid erhältlich.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 2. August 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Sieht aus wie ein Juice Booster, nur diesmal mit Plastiktasche mit Stern.
Den gibt’s aber etwas preiswerter.

Offensichtlich können nicht nur Chinesen gut kopieren oder besser gesagt „umlabeln“ 🙂

Blödsinn. Es ist ein Juice Booster, der offiziell gebrandet wurde. Beim Porsche ist übrigens ab Werk ohne Aufpreis vergleichbares Ladeequipment dabei.

Das weißt natürlich nur du, ein paar Eingeweihte und ich lieber David, aber für den Otto normal Käufer sieht das einfach so aus, als ob Mercedes da was ganz tolles gebaut hat – und sich mit fremden Federn schmücken finde ich ziemlich scheiße.

da hat wohl Mercedes in der schweiz eingekauft

also ich fahre seit 2010 elektrisch aber so ein Teil hab ich noch nie gebraucht!

damals wie heute ein Peugeot iOn (jetzt nur noch für Kurzstrecken) und war damit in Kroatien, Serbien, Italien, Frankreich und hab außer Schuko, Type2 und Chademo noch nie einen anderen Stecker gebraucht.
Auch damals gab es schon DIY Lösungen um von CEE16 oder CEE Caravan auf Ziegelstrom zu kommen, aber es ging immer ohne und ich musste nur 1x schieben 😉

edit: typos entfernt

Last edited 1 Monat zuvor by Martin Hofstetter

So ein Teil kann schon ganz praktisch sein, da es doch mehr CCE Steckdosen gibt als man denkt.
Bei meinen Schwiegereltern gibt es zum Beispiel CCE für den leistungsstarken Häcksler 🙂
Auch können die Gesamtkosten einer Installation günstiger werden, wenn ich „nur“ eine CCE Dose am Zählerschrank installieren lasse und mich dann in den Weg zum Ladeplatz selber kümmern kann.
Auch auf Campingplätzen kann man mit dem „blauen“ Stecker doch deutlich schneller Laden als immer nur mit Schuko 🙂

@Powerwall Thorsten: Einen Adapter von CEE auf Schuko gibt es bei Conrad Elektronik für 7,99 Euro. Da muss man nicht das teure Mercedes-Set haben. Standard aber sind Typ 2 und die Schnelllader. CEE und Schuko sind nur Notlösungen mit geringer Leistung.
Am flexibelsten ist man mit dem mobilen goE-Lader. Für den gibt es alle nur erdenklichen Adapter und er kann an einer Kraftstromsteckdose angeschlossen mit bis zu 22 kW laden. Billiger als der Juice Booster (oder das Mercedes-Teil) ist goE auch noch.
Kombiniert mit einem openWB-Raspberry-Kit, kannst Du damit sogar das Laden aus der PV-Anlage perfekt steuern.

Last edited 1 Monat zuvor by bergfex

„Einen Adapter von CEE auf Schuko gibt es bei Conrad Elektronik für 7,99 Euro.“

Jaja – auf CEE16. Aber auf CEE32 ist der Adapter halt nicht annähernd so preiswert zu haben!
Ich hingegen – mein Auto kann eh nur AC laden! – habe mir die Adapter von meinem Typ1-Auto-Anschluß zu »Schuko|CEE blau|CEE 16A|CEE 32|Typ 2« selber gebaut. Ja, mit extra 16-A-Sicherung im CEE-32-Stecker!

Nutzung schon mehrfach bei Hofcafé, LKW-Werkstatt und Wochenmarkt 🙂

Vergleichbares liefern die meisten Hersteller mit dem Neuwagen kostenlos aus, sogar mit dem teuren Tesla. Ich finde nichts Besonderes daran. Ist halt wieder mal nur ein Werbebeitrag.

Last edited 1 Monat zuvor by bergfex

Vergleichbar? Wer liefert einen drei phasigen Ladeziegel bis 22kW zum Auto dazu? Für den der so etwas braucht gibt es aber günstigere Lösungen ohne Stern in der Bucht.

Jetzt steht dem Durchbruch der E-Mobilität wirklich NICHTS mehr im Weg:
Mercedes hat das Rad erfunden!!!!
Bravo, bravo, bravo…

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