Lucid Motors will E-Auto-Fabrik erweitern

Lucid Motors will E-Auto-Fabrik erweitern

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Nur wenige Stunden nach seinem Börsengang Ende Juli teilte das E-Auto-Start-up Lucid Motors mit, seine Fabrik in Casa Grande, Arizona, um gut 250.000 Quadratmeter, die Fläche von gut 35 Fußballfeldern, erweitern zu wollen. Das sagte Lucid-CEO Pete Rawlinson, kurz nachdem sein Unternehmen dank dem Börsengang eine Kapitalspritze von gut 4,5 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) erhalten hat. Außerdem verriet Rawlinson, dass Lucid gut 11.000 Reservierungen für seine Luxus-Elektrolimousine Air vorliegen hat, die mehr als 1000 PS und gut 800 Kilometer unter der Haube hat und ab 2022 auch in Deutschland und weiteren europäischen Märkten ausgeliefert werden soll. In den USA will Lucid noch in diesem Jahr mit den Auslieferungen starten.

Ein Teil der Erweiterungsfläche soll für die Produktion des Project Gravity dienen, jenem Geheimnis, welches mit der offiziellen Vorstellung eines Luxus-Elektro-SUV gelüftet werden soll, auf den Lucid auf seiner Website schon ein paar kleinere visuelle Andeutungen erlaubt. Aktuell ist über Gravity noch nicht viel bekannt, außer dass der Elektro-SUV ab 2023 verfügbar sein und die gleiche Batterieplattform wie der Air verwenden soll. Sprich: Hohe Leistung und massig Power. Das Unternehmen plant demnach auch, mehr von der Komponentenproduktion ins eigene Haus zu bringen, darunter auch die Fertigung der Karosserieteile. Diese werden bislang noch von einem externen Lieferanten zugeliefert.

Der Stadtrat von Casa Grande hatte die Pläne zur Erweiterung des fast 1 Million Quadratmeter großen Werks bereits im März genehmigt. Die erste Phase der Fabrik, deren Bau rund 700 Millionen Dollar (etwa 590 Millionen Euro) kosten soll, wurde in der Rekordzeit von nur zwölf Monaten fertiggestellt. Die Produktionskapazität von zunächst rund 30.000 Fahrzeugen pro Jahr soll auf bis zu 400.000 erweitert werden können.

Quelle: TechCrunch – Lucid Motors kicks off market debut with EV factory expansion plans

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Und hier kommt die Konkurrenz im Luxussegment – mal sehen, wie die Verkäufe des EQS davon künftig beeinflusst werden.
Hauptsache elektrisch 🙂

Ja, bestimmt…mich würde interessieren wo die Reservierungen herkommen, vermutlich grossteils US…. Ich tippe dass Lucid den dortigen Markt bedient, der EQS die (alte) Welt+(natürlich) China &co …
Btw.wenn ich „Luxus“ höre bekommen ich ein komisches Gefühl, da die einzigen Luxusgüter, die in der Zukunft erkämpft und interessant werden sind heutzutage (noch) gar nicht bepreist… 🙁

Der Lucid Air ist keine große Luxus-Limousine. Eine Mercedes E-Klasse hat 2,94m Radstand, ein Tesla Model S oder der Lucid-Air 2,96m. Der EQS hat mit 3,21m eine ähnlichen Radstand wie die lange S-Klasse.
Bald kommt noch der Mercedes EQE als Fahrzeug der oberen Mittelklasse.

Die Produktionskapazität von zunächst rund 30.000 Fahrzeugen pro Jahr soll auf bis zu 400.000 erweitert werden können.

400.000 E-Autos im Segment zwischen 65.000,-€ und 140000,-€
Sportliche Ansage …. welches Model wird da bevorzugt?

Das Auto finde ich wirklich gelungen, wird sicher einige Abnehmer finden

es bleibt spannend

vielleicht kommt doch schneller ein kleineres Fahrzeug

Mein Bauchgefühl (genauso wie beim Byton, FF) :
Die pokern ziemlich hoch, die mMn „fahrende Bratpfanne“ (Front) ist überpowert und überteuert, somit eine Nische…
Irgendwie kann ich damit nicht warm werden… würde ich mich aber gerne täuschen…

Sehe ich nicht so, bei Lucid kennt man den weg von Tesla und geht einen Ähnlichen, man hat aber den Vorteil, dass man schneller folgen kann. Nach dem Air und dem SUV wird sehr schnell ein kleineres, günstigeres Auto folgen (müssen).
Ansonsten, ich kann mit dem Air auch nicht so viel anfangen, ich will und brauch sowas einach nicht, aber damit kann man Investoren überzeugen und einen Wow-Effekt. Einfach ein neues Model S zu bauen, würde nicht reichen, da muss man schon noch was drauf legen. Bin gespannt wie sich das 900V System schlägt.

Persönlich gefällt mir Rivian allerdings mehr und mit Amazon im Rücken, wird das mit Sicherheit eine Nummer.

Mir geht es genauso.
Bislang hatte ich immer großen Respekt vor Buden, welche ständig von ihren Kapitalgebern, Reservierungslisten und Firmenerweiterungen sprechen, aber bislang kein einziges Auto seriell hergestellt haben, außer vielleicht einen Prototypen.
Selbst die Website ist eine Simulation, obwohl eine sehr gute, die aber schon lange unverändert.
Das Auto selber sieht schon cool aus, die PS-Zahl ist relativ, weil 1000 PS aus Elektromotor sind keine Kunst, erst die Batterieleistung und dessen Regelung gibt den guten Ton an.
Wer Xpeng, NIO und Tesla kennt weiß, Start-Ups haben es nicht leicht, selbst mit viel Investition nicht. Von den vielen Start-Ups überleben i.d.R. weniger als 5 Prozent, und viele sind trotz dessen nicht lebensfähig. Sono, e-Go, Mia und wie sie alle heißen können ein langes Lied davon singen, wobei selbst Smart als Nicht-Start-Up immer ein schweres Dasein führte.

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