Ineos-Grenadier 4×4-SUV setzt auf Brennstoffzellenantrieb von Hyundai

Copyright Abbildung(en): INEOS

Hyundai/KIA gehen in Bezug auf die Wasserstoff-Brennstoffzelle mit gutem Beispiel voran und tätigen Milliardeninvestitionen in den Wasserstoffantrieb. Dieses Investment kommt dem markanten E-SUV von Ineos Automotive zu Gute. Denn in deren Grenadier soll ab Juli 2022 Brennstoffzellen von Hyundai verbaut werden. Ineos arbeite an einem Grenadier Fuel Cell Electric Vehicle (FCEV) Concept, ein wasserstoffbetriebenes Fahrzeug, das ab Ende 2022 auf der Straße und im Gelände getestet werden soll.

Der SUV erinnert ganz klar an ältere Land Rover Defender-Modelle, dessen Produktion auch in den ehemaligen Smart-Werk im französischen Hambach stattfinden könnte. Hyundai könnte sich vorstellen, dass der Nexo-Antrieb im Grenadier 4×4 verwendet werden könnte. Ob die Technik dazu aus dem Hyundai Nexo stammt, ist noch unklar, kann aber nicht ausgeschlossen werden. Im Fall des Wasserstoff-Grenadier 4×4 geht es auch weniger um maximale Sprintleistung, als um Ausdauer und möglichst hohe Nutzlast.

Über den Ineos-Grenadier hinaus arbeiten die beiden Marken im Bereich der Wasserstoff-Brennstoffzelle zusammen. Im Fokus liegt hierbei vor allem der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur rund um den Wasserstoff in Europa. Ineos stellt derzeit jährlich 400.000 Tonnen Wasserstoff her, größtenteils als Nebenprodukt seiner chemischen Produktionsverfahren. Diese Menge Wasserstoff entspricht dem Verbrauch von mindestens zwei Milliarden Litern Diesel.

Darüber hinaus profitiert das Unternehmen auch von seiner enormen Erfahrung mit der Speicherung und dem Transport von Wasserstoff und hat vor gut einem Jahr eine Geschäftseinheit gegründet, deren Aufgabe es ist, die wasserstoffbezogene Infrastruktur zu entwickeln und aufzubauen, die Europa, wie den meisten Regionen, schmerzlich fehlt. Ineos erklärte, dass man der Produktion von grünem Wasserstoff, der durch Elektrolyse aus Wasser mit erneuerbaren Energien hergestellt wird, weiterhin Priorität einräumen wird. Das Unternehmen investiert jedoch auch in die Produktion von blauem Wasserstoff, bei dem der entstehende Kohlenstoff sicher aufgefangen und unterirdisch gespeichert werden kann.

Quelle: InsideEVs – Ineos Grenadier bekommt Brennstoffzelle von Hyundai

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Kleine Änderung im ersten Satz … 😛

„Hyundai/KIA gehen in Bezug auf die Wasserstoff-Brennstoffzelle mit gutem schlechtem Beispiel voran und tätigen Milliardeninvestitionen in den Wasserstoffantrieb.“
H2 im landgestützten Verkehr ist ein ökölogischer und ökonomischer Irrweg!

Ineos stellt derzeit jährlich 400.000 Tonnen Wasserstoff her, größtenteils als Nebenprodukt seiner chemischen Produktionsverfahren.

Soll wohl heißen, dass man das „Nebenprodukt“ in teueren BZ-Fahrzeugen „vergolden“ will.

Die Wasserstoff-Lobby und die großen Konzerne dahinter werden nicht locker lassen und weiterhin versuchen uns die teueren BZ-Fahrzeuge schmackhaft zu machen, damit sie im Geschäft bleiben.

In so einem Fahrzeug ist der Wasserstoffantrieb noch sinnloser als in reinen Strassenfahrzeugen.

Ein BEV als Geländewagen macht Sinn, den kann man abseites der Zivilisation auch mit einem Generator laden und braucht sdann deutlich weniger Diesel als bei einem Geländewagen mit Verbrennungsmotor. Aber wo bitte bekommt man im Dschungel, der Wüste etc. oder überhaupt Entwicklungsländern Wasserstoff her?

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