Smart fährt nur noch elektrisch und kommt aus China, mit neuer Modellfamilie

Smart fährt nur noch elektrisch und kommt aus China, mit neuer Modellfamilie
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Mercedes-Benz AG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

smart wird nach dem Modelljahr 2019 sein Vertrieb der eigenen Fahrzeuge in den USA und Kanada einstellen. Begründet wurde diese Entscheidung mit dem rückläufigen Kleinwagenmarkt in den USA und Kanada, unabhängig vom Antriebskonzept der Marke, welches seit 2017 in den dortigen Märkten rein elektrisch ist. Stattdessen wird man sich auf seine Wachstumsmärkte konzentrieren, welche man vor allem in China sieht.

China als künftiger Kernmarkt für smart

Bereits im März diesen Jahres ist die Entscheidung über die Zukunft von smart gefallen. Und diese Zukunft liegt fortan in China. Daimler gibt hierzu 50% seines Anteils an die Zhejiang Geely Holding Group (Geely Holding) ab, um gemeinsam ein global ausgerichtetes 50:50 Joint Venture ins Leben zu rufen. Ziel ist es, smart, den Pionier urbaner Mobilität, als führende Marke für Elektromobilität weiterzuentwickeln.

smart wird Stück für Stück Abschied aus Hambach nehmen, um dort Platz für ein Elektrofahrzeug der Kompaktklasse von Mercedes-Benz zu machen. Bis zur Markteinführung der neuen Modelle ab 2022 wird Daimler die aktuelle Generation von smart Fahrzeugen weiterhin am Standort Hambach in Frankreich (smart EQ fortwo) und am Standort Novo Mesto in Slowenien (smart EQ forfour) produzieren.

Ab dem Jahr 2022 ist dann geplant, dass die e-smarts in einer neuen, speziell dafür erbauten Elektroautofabrik in China vom Band laufen werden. Im gleichen Jahr soll dann der globale Vertrieb von China aus starten.

Die neue smart Modellfamilie – komplett neu erdacht

Während sich Daimler um den Auslauf in Europa kümmert, widmet sich Kooperationspartner Geely der Entwicklung und der Produktion der neuen Generation. Das neue Design stammt aus Sindelfingen, wo man nicht komplett bei null anfängt. Inspiration sollen zahllose Modelle und Designs bieten, welche  bereits Einfluss auf die Studien der vergangenen Jahre hatten.

Man könnte daher vermuten, dass der neue smart Ähnlichkeit mit Konzeptmodellen wie dem Forease oder smart vision EQ fortwo haben wird. Wenn man schon China denkt, dann auch in Richtung autonomfahrender smarts. Stichwort: smart vision EQ fortwo. Sicherlich nicht nur für Privatkunden, sondern in China vor allem für Fahrdienste wie Didi Chuxing, Uber, Lyft oder Grab interessant.

Des Weiteren plant Geely wohl eine komplett neue smart-Familie auf die Straße zu bringen. Diese soll aus Zwei- und Viertürer sowie einem wohlgesetzten Crossover bestehen, welche den Namen Smart For All tragen könnte. Gefertigt in China, als E-Modelle mit deutschem Premium-Anspruch.

Geely-Chef Li Shufu gab gegenüber dem Focus zu verstehen: „wir werden unsere Erfahrungen und unsere globalen Kompetenzen in Markenmanagement, Forschung und Entwicklung, Produktion, Lieferantenmanagement und anderen Bereichen einbringen.“

Quelle: Focus – Der neue Smart fährt nur noch elektrisch und kommt aus China // Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 03. Juni 2019

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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