Sportwagen-Technik für Brennstoffzellen-Lkw?

Sportwagen-Technik für Brennstoffzellen-Lkw?

Copyright Abbildung(en): Gumpert Aiways

Nach diversen Sportwagen-Projekten will sich der frühere Audi-Ingenieur Roland Gumpert nun offenbar auch an den Schwerverkehr wagen. Der Konstrukteur des mit einer Methanol-Brennstoffzelle betriebenen Renners „RG Nathalie“ will diese Technik künftig auch in LKW und Bussen einsetzen. Das geht aus einer Mitteilung der Firma Gumpert Aiways an potenzielle Investoren hervor. Gumpert, der als ehemaliger Rennleiter von Audi die Einsätze in der Rallye-WM verantwortete und zeitweise auch Copilot des jüngst verstorbenen finnischen Ex-Weltmeisters Hannu Mikkola war, setzt dabei offenbar auf ein Funding-Modell, das auch Investitionen mit kleineren Beträgen ermöglicht.

Gumpert Aiways wurde 2017 als Joint Venture gegründet, nachdem die Gumpert Sportwagenmanufaktur 2014 in die Insolvenz gegangen war. Roland Gumpert wurde Geschäftsführer der neuen Firma. Die chinesische Firma Aiways vertreibt über ein Abo-Modell in Europa eigene Fahrzeuge wie das Elektro-SUV U5. Zwischenzeitlich aber hat sich offenbar die Organisationsstruktur geändert. „Gumpert Aiways ist nun eine komplett deutsche Firma„, lässt Gumpert verlauten. Es sei an der Zeit, verschiedene Wege in der Automobilentwicklung zu gehen. Gumpert in Ingolstadt wolle „zunehmend auf die Verbreitung der Gumpert Power-Cell in Nutzfahrzeugen und Bussen“ setzen.

Der Bedarf an der Technologie sei enorm, heißt es in der Mitteilung. „Die Betankung mit Methanol als Träger für Wasserstoff zur Energiegewinnung ist viel einfacher, da große Flottenbetreiber zum Teil autonome Netzwerke zur Betankung nutzen„, wird Marketing-Direktor Harald Schlegel zitiert. Das steigere das Potenzial enorm.

Gumperts Herzensprojekt „RG Nathalie“ steht aber offenbar nicht vor dem Aus. Immerhin spricht der Firmenchef ausdrücklich von einer „Expansion auf Nutzfahrzeuge„. Für den Antrieb seines Supersportwagens sorgen pro Rad ein E-Motor mit zusammen 400 kW (544 PS). Sie sollen den Spurt auf Tempo 100 in nur 2,5 Sekunden ermöglichen. Die auf 500 Stück limitierte First Edition soll rund 400.000 Euro kosten und ab dem Sommer ausgeliefert werden.

Quelle: insideevs.de / Gumpert Aiways

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Sportwagen-Technik für Brennstoffzellen-Lkw?“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
5 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Wem der 3–4-fache Energieaufwand zur Stromerzeugung über den Umweg Wasserstoff klar ist, dem ist lange klar, dass es bei dessen Umsetzung über Methanol mit der Energiebilanz ja absolut nicht besser wird. Dazu muss man dann nämlich im Fahrzeug vom Methanol erst wieder zum Wasserstoff zurück …
Wir haben also im Vergleich zum „Strom–>H2–>Strom“-Kfz nochmal zusätzliche Schritte mit weiteren entsprechenden Verlusten!

Mit solchen „Alte-Technik-wieder-aufwärm“-Phantasien wird sich kein Lkw-Fuhrpark-Betreiber lange aufhalten, die Kosten von mehrfachen Wandlungs-Umwegen laufen mit jedem Tag der Batterie-Weiterentwicklung den Brennstoffzellen auf Rädern sowieso schon davon :P

Last edited 1 Jahr zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Diese News könnten dich auch interessieren:

So fährt sich der Brightdrop EV 600 – E-Transporter im Dienst von FedEx
Voller Umstieg auf 4680-Zellen beim Model Y verzögert sich
Wie Audi-Vorständin Wortmann „Vorsprung durch Technik“ neu definiert

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).