Gaussin präsentiert leistungsstärksten Wasserstoff-Renntruck der je gebaut wurde

Gaussin präsentiert leistungsstärksten Wasserstoff-Renntruck der je gebaut wurde

Copyright Abbildung(en): Gaussin

Der französische Hersteller Gaussin ist im Bereich des sauberen und intelligenten Güter- und Personentransports aktiv. In diesem Umfeld platziert der Hersteller auch seinen H2 RACING TRUCK®. Eigener Aussage nach der leistungsstärkste 100% Wasserstoff– und Elektro-Renntruck der je gebaut wurde. Zum Einsatz kommt der Wasserstoff-Truck im Rahmen der Rallye Dakar 2022 in Saudi-Arabien.

Wie der französische Hersteller mitteilt verfüge der H2 RACING TRUCK® über ein Hochleistungsdesign, das extremen Bedingungen standhält. Entwickelt wurde dieser, um die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des von Gaussin entwickelten Wasserstoff-Elektroantriebs zu demonstrieren. „Mit der Teilnahme des ersten 100%igen Wasserstoff- und Elektro-Lkw an der Rallye Dakar will Gaussin die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit seines Wasserstoff-Straßenfahrzeugs in einem schwierigen Umfeld zu demonstrieren. Neue Technologien, die auf erneuerbaren Energien basieren, sind verfügbar und ausgereift und und sollten dazu beitragen, die Energiewende zu beschleunigen“, so Christophe Gaussin, CEO von Gaussin, in einer entsprechenden Mitteilung.

Mit dem H2 RACING TRUCK® stellen die Franzosen das erste Modell einer neuen Produktreihe der emissionsfreien, 100% wasserstoffbetriebenen und elektrischen Lkw vor. Als geplante Serienmodelle gelten vier weitere emissionsfreie Modelle: eine Zugmaschine, ein autonomer Lkw, ein Verteilerfahrzeug und ein Baustellenfahrzeug. Im Gegensatz zu den derzeit auf dem Markt verfügbaren Lösungen wurde das Wasserstoffsystem von Gaussin für ein ultraleichtes Chassis entwickelt, dass auf einer modularen Skateboard-Plattform aufbaut. In weniger als 20 Minuten könne diese Plattform Wasserstoff für weitere 800 km Reichweite nachtanken. Eine rein elektrische Version komme mit Batteriewechselmöglichkeit daher. Hierdurch soll es möglich sein die Batterie in gerade einmal drei Minuten auszutauschen und so Reichweite für weitere 400 km am Start zu haben.

Gaussin

Mit der Entwicklung der Baureihe wurde das italienische Kultunternehmen Pininfarina beauftragt. Das Team hat eine ganze Reihe dramatischer, aufregender Fahrzeuge entworfen, die eine harmonische Gesamtfamilie bilden. Kevin Rice, Chief Creative Officer von Pininfarina, ordnet es wie folgt ein: „Wir haben sichergestellt, dass das Design die Werte und Wurzeln der Gruppe treu repräsentiert: Zuverlässigkeit, Leistung und Robustheit, „Schneller, sicherer und sauberer sein“ – Dies definiert die neue Handschrift von GAUSSIN, die sich durch alle Fahrzeuge der Produktpalette zieht.“

Erste technische Daten zum Racing Truck von Gaussin gibt es bereits. Dieser setze auf Robustheit durch den Einsatz hochwertiger Komponenten, die für den Betrieb unter extremen Bedingungen ausgelegt sind. Zwei Motoren mit je 300 kW Leistung treiben den Stromer an – in diesem Fall bezieht dieser Truck seine Energie aus einer 82 kWh-Batterie. In der Wasserstoff-Variante setzt der Truck auf 380 kW Brennstoffzellen mit 80 kg Wasserstoff an Bord. Hinsichtlich der Höchstgeschwindigkeit sei mit 140 km/h zu rechnen. Die Reichweite unter Rennbedingungen wird mit 250 km angegeben. Die Plattform selbst soll noch 2021 auf den Markt kommen. Für die eigenen Lkw nennt Gaussin noch keinen Zeitplan.

Quelle: Gaussin – Pressemitteilung

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Aus dem Artikel:

[…]

Interessant dabei eigentlich nur:

• In weniger als 20 Minuten Wasserstoff für weitere 800 km Reichweite nachtanken.

• Batteriewechselmöglichkeit in gerade einmal drei Minuten und so eine Reichweite für weitere 400 km am Start zu haben.

Man rechne 3+3 zusammen … 😛

Für die eigenen Lkw nennt Gaussin noch keinen Zeitplan.

–> Also v.a. lautes Gackern über ungelegte Eier …

Ich kenne sonst nur einen E-LKW, über den jahrelang noch viel mehr gegackert wurde obwohl er noch ungelegter ist.

Aber selbst in der Fanblase ist ein bisschen Ernüchterung eingekehrt. Besonders seit ein bereits ausgelieferter Futuricum über 1000 km ohne Ladepause gefahren ist. Noch schlimmer wird es in wenigen Wochen: Da beginnt in Ulm die Serienproduktion von Teslas Erzfeind Nikola.

Zieht die Wasserstoff-Lobby mit dem Renntruck im Pininfarina-Design ihre letzte Karte?

Solange die H2-Trucks die Kosten nicht halbieren können, solange wird das ohne massive Subventionen nichts mit FCEV im Güter- und Personenverkehr. Auf Dauer werden weder die Steuerzahler noch die Hersteller Geld für die Brennstoffzellentechnik in Fahrzeugen zuschießen können.

Im Jahr 2027 will Daimler mit tiefgekühltem Flüssigwasserstoff in den Tanks in Serie gehen, falls das Projekt nicht vorher begraben wird, bis dahin sehe ich keinen Grund mich groß mit dem Thema FCEV zu beschäftigen.

Die Kosten des H2-Systems lassen sich problemlos halbieren – das ist alles schon eingerechnet. Das ist bei jeder Industrialisierung eines Produkts so.
Jeder grössere LKW-Hersteller plant – offen oder versteckt – auch H2-LKWs; bei den meisten kommt er in den nächsten 1-3 Jahren raus.
Aber die Idee, dass Sie sich nicht mehr mit FCEV beschäftigen, finde ich gut. Spart Ihnen viel Ärger.

Es gibt auch noch eine 2. Variante bei Gaussin.

Eine rein elektrische Version komme mit Batteriewechselmöglichkeit daher. Hierdurch soll es möglich sein die Batterie in gerade einmal drei Minuten auszutauschen und so Reichweite für weitere 400 km am Start zu haben.

Die „rein elektrische Version … mit Batteriewechselmöglichkeit“ dürfte die günstigere Lösung für den Fernverkehr sein. Anstatt teuerer Wasserstofftankstellen gibt die doppelte Zahl an Batterie-Wechselstationen, wenn sich ein BEV-Konsortium auf Standard-Akkupackformate einigen kann. Je nach Lkw-Größe wird dann die entsprechende Zahl an Akkupacks im Batteriefach platziert.

Die 400 km Reichweite würde zu den gesetzlichen Pausenzeiten passen. Hier würden die Batterie-Wechselstationen einen Sinn machen und mit großen naheliegenden Solar- und Windparks könnte der Ökostrom besonders effizient ohne hohe Umwandlungsverluste genutzt werden.

Die Batterie-Wechselstationen wären zugleich ein Puffer für schwankende Ökostrommengen vorort und könnte auch den Ökostrom-Überschuß von weiter her aufnehmen, evtl. umsonst oder für zusätzliches Geld.

Und die angeschlosssenen Solar- und Windparks könnte evtl. entstehenden Ökostrom-Überschuss zu Spitzenzeiten teuer ins Netz enspeisen , was die ganze Sache noch wirtschaftlicher macht.

Schöne batterie-elektrische Zukunft, auch im Güterfernverkehr – Danke für den Artikel!

Vlt fährt die JAXA testhalber außer Konkurrenz mit?
Mit dem Ding könnten Wechselakkus und frische Eier für die Racingsteams mitgenommen werden:
https://efahrer.chip.de/news/faehrt-sogar-auf-dem-mond-toyota-zeigt-riesen-suv-mit-wasserstoff-antrieb_103009#:~:text=Mitte%20des%20vergangenen%20Jahres%20haben,H%C3%A4lfte%20der%202020er%20Jahre%20fertigzustellen. Oder die Eier bringt ein schweizer Lebensmittel-FC-Truck eines bekannten Konzern? Der hat sicher auch Platz für Wechselakkus. Werden die mit einem FC-Gabelstapler gewechseln? Mit GRÜNEN WASSERSTOFF?

Das H2-Mondfahrzeug müsste neben der Brennstoffzellenanlage und Wasserstoff auch noch reichlich Sauerstoff mitführen, also dürfte es vom Gewicht her kaum Vorteile haben.

Ein Batteriefahrzeug könnte seine Batterien mit Solarzellen immer wieder aufladen, es müsste also keine Riesenbatterie auf den Mond mitnehmen.

Das H2-Mondfahrzeug hat auch Solarzellen. also muss auch eine Batterie vorhanden sein.

Toyota will wohl unbedingt Werbung für Wasserstoff machen, ob das hier nun Sinn macht oder nicht.

Die Logistikkonzerne haben ja nur auf einen Renntruck gewartet, denn der Kunde zahlt mehr für die Lieferung, wenn der Fahrer in seinem Firmenhof driftet.

Logistikkonzerne brauchen schnelle Lieferungen für Wechselakkus. Die müssen so schnell es geht an Kohlekraftwerken nachgeladen werden. Dieseltrucks bringen sie wie leider NOCH üblich an die Wechselstationen. Nun erprobt man eben wie man die Dieseltrucks durch umweltfreundliche H2-Trucks ersetzen kann. So schnell wie möglich natürlich… Ich hoffe doch sehr, dass die Akkuracingsteams KEIN Gabelstapler mit VERBRENNER benutzen, sondern nur H2-Forkliftst benutzen. Solche, die mit SONNE betankt sind natürlich. Was? Das gibt es doch nicht? Nichts ist unmöglich! Wer sagt denn das?

Last edited 15 Tage zuvor by Helmuth Meixner

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